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Karlsruhe: Besondere Personengruppen

Unterstützung für pflegende Angehörige

Rund 80 Prozent aller Pflege­be­dürf­ti­gen werden zu Hause gepflegt und betreut. Die pflegenden Angehö­ri­gen, Freunde und Nachbarn kümmern sich oft über eine lange Zeit - manchmal auch rund um die Uhr - um die Pflege­dürf­ti­gen. Häufig bedingt die häusliche Pflege körper­li­che und seelische Erschöp­fung und eine gesund­heit­li­che Gefährdung der Pflegenden. Hinzu kommt oft die soziale Isolierung durch die pflege­ri­sche Beanspru­chung. In dieser schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tion kann Beratung und Begleitung für pflegende Angehörige hilfreich sein. Es gibt vielfäl­tige Beratungs- und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te In Karlsruhe.

Pflegende Angehörige können sich indivi­du­ell bei den Mitar­bei­te­rin­nen der Senio­ren­fach­be­ra­tung, der Pflege­kas­sen und/oder der Pflege­dienste beraten.

Weitere Hilfen gibt es in Form von Kursen, Gesprächs­krei­sen und indivi­du­el­ler Unter­stüt­zung durch einen Pflege­be­glei­ter.

Pflege­kurse werden von einzelnen Pflege­kas­sen in Koope­ra­tion mit Pflege­diens­ten zu unter­schied­li­chen Terminen angeboten. Im Einzelfall kann auch eine Pflege­schu­lung im häuslichen Bereich erfolgen, wenn die Pflege­si­tua­tion bereits einge­tre­ten ist. Ansprech­part­ner ist die Pflege­kasse und/oder der beauf­tragte Pflege­dienst.

Weitere Infor­ma­tio­nen für pflegende Angehörige bietet die Broschüre "Pflegen Zuhause - Ratgeber für die häusliche Pflege" des Bundes­mi­nis­te­rium für Gesundheit, die Sie kostenlos einsehen, herun­ter­la­den oder bestellen können.

 

Weiterführende Informationen

 

Angebote


Angebote zur Unter­stüt­zung im Alltag

Angebote zur Unter­stüt­zung im Alltag tragen dazu bei Pfle­ge­per­so­nen zu entlasten und helfen Pflege­be­dürf­ti­gen mög­lichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, sozia­le ­Kon­takte aufrecht­zu­er­hal­ten und ihren Alltag weiterhin möglichst ­selb­stän­dig bewältigen zu können.

Das 1. Pflege­stär­kungs­ge­setz hat zum 01. Januar 2015 die Art der Leis­tun­gen und den Kreis der Berech­tig­ten erweitert.
Der Entlas­tungs­be­trag beträgt seit dem 01. Januar 2017 125 Euro ­mo­nat­lich.

Die Kosten für die Unter­stüt­zungs­an­ge­bote im Alltag werden bis zu einem Betrag in Höhe von 125 Euro monatlich ersetzt. Der Betrag wird nur nach Vorlage von Rechnungen der tatsäch­lich ent­stan­de­nen Kosten gewährt. Das Geld soll Pflege­per­so­nen ­zu­sätz­li­che Entlastung und Pflege­be­dürf­ti­gen aktivie­ren­de ­Be­treu­ung ermög­li­chen, zum Beispiel durch Tages- oder ­Nacht­pflege, Kurzzeit­pflege, sowie Angebote zur Unter­stüt­zung im Alltag. Wenn die Summe nicht vollstän­dig in Anspruch genom­men wurde, kann der Betrag in das folgende Kalen­der­halb­jahr ­über­tra­gen werden.

Durch das Pflege­stär­kungs­ge­setz III wurde eine Sonder­re­ge­lung verfügt:

Ansprüche auf zusätz­li­che Betreuungs- und Entlas­tungs­leis­tun­gen aus den Jahren 2015 und 2016 können bis zum 31. Dezember 2018 ­ver­braucht werden!

Erklärung:
Seit 01. Januar 2015 haben alle pflege­be­dürf­ti­gen Menschen, die zu Hause versorgt werden, einen Anspruch auf zusätz­li­che ­Be­treu­ungs- und Entlas­tungs­leis­tun­gen (jetzt Entlas­tungs­be­trag) in Höhe von 104 oder 208 Euro (ab 01. Januar 2017 125 Euro) pro Monat. Oft konnten diese Beträge nicht komplett genutzt werden. Durch das Pflege­stär­kungs­ge­setz III wurde nun festgelegt, dass die in den Jahren 2015 und 2016 entstan­de­nen Ansprüche bis zum 31. Dezember 2018 verbraucht werden können. Bei weiteren Fragen zur genauen Anspruchs­höhe setzen Sie sich bitte mit der zu­stän­di­gen Pflege­kasse in Verbindung.

 

Angebote zur Unterstützung im Alltag

 

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Pflege­be­glei­ter

Pflege­be­glei­ter unter­stüt­zen pflegende Angehörige im häuslichen Bereich dabei, sich ihr Leben mit einem Pflege­be­dürf­ti­gen so zu gestalten, dass es als befrie­di­gend und berei­chernd erlebt werden kann. Angehörige sollen Wertschät­zung erfahren und sich nicht allein gelassen fühlen. Pflege­be­glei­ter sind nach einer intensiven Schulung ehren­amt­lich tätig. Sie haben Zeit, hören zu, denken mit, begleiten und unter­stüt­zen. Sie finden gemeinsam mit Pflegenden Lösungen und stellen Kontakte her zu Pflege­diens­ten, Beratungs­stel­len, Ämtern, Angehö­ri­gen­grup­pen u. v. m. Es handelt sich um ein kosten­lo­ses Angebot, bei dem die seelische Stabilität der Angehö­ri­gen im Vorder­grund steht.

 

Kontakt

Arbeiter-Samariter-Bund
Herr Fabian Manske
Telefon: 0721 49008-680
Donners­tags von 12 - 16 Uhr

pflege­be­glei­ter@asb-ka.de

 

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Pflege­be­glei­ter für Angehörige mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund

Pflege­be­glei­ter sind für die Angehö­ri­gen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund von hilfs­be­dürf­ti­gen Menschen da. Sie begleiten sie bei der Bewäl­ti­gung der Heraus­for­de­run­gen, die durch die familiäre Pflege entstehen um Pflege zu Hause sinner­füllt und für alle Betei­lig­ten hinrei­chend gestalten zu können. Geschulte Pflege­be­glei­ter sind ehren­amt­lich tätig. Ihr Angebot ist kostenlos. Zuhören, mitdenken, begleiten und unter­stüt­zen sind wesent­li­che Aufgaben der Pflege­be­glei­ter. Sie helfen den Angehö­ri­gen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, für sich selbst Sorge zu tragen und auch eigene Bedürf­nisse wieder wahr zu nehmen. Sie infor­mie­ren über entlas­tende Angebote und vermitteln Kontakte zu Stellen, die praktisch und finanziell unter­stüt­zen. Sie bauen Brücken nach "draußen" und verstehen sich als Botschaf­ter für die Anliegen der pflegenden Angehö­ri­gen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in der Öffent­lich­keit. Pflege­be­glei­ter für Angehö­ri­gen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund wollen eine "neue Sozial- und Pflege­kul­tur" mitge­stal­ten, damit Pflege zu Hause gelingen kann.

 

Kontakt

Eduka­ti­ves Ethno Zentrum Karlsruhe e.V.
Frau Sajma Gaspar
Telefon: 0721 354 2996
Freitag von 14 - 18 Uhr

edukatives_ethno_zentrum@yahoo.de

 

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"Café Auszeit" - Treff­mög­lich­keit für pflegende Angehörige

Einmal im Monat können sich pflegende Angehörige in lockerer Atmosphäre zum Gedanken- und Erfah­rungs­aus­tausch treffen. Bei Kaffee und Kuchen können Kontakte zu anderen Angehö­ri­gen geknüpft, eine Auszeit genommen und neue Kraft für den Pflege­all­tag gewonnen werden. Angeboten werden die Treffen von ehren­amt­lich tätigen Frauen und Männern, die sich im Projekt "Pfle­ge­be­glei­ter" engagieren. Auf Wunsch stehen die Pflege­be­glei­ter während der Treffen für Gespräche zur Verfügung und kommen bei Bedarf zur indivi­du­el­len Unter­stüt­zung auch zu den Pflegenden nach Hause. Die Treffen finden einmal monatlich von 16 bis 18 Uhr in Durlach statt:

Café Kehrle, Pfinz­tal­str. 35, Karlsruhe - Durlach

Die nächsten Termine können bei Frau Gindner und Frau Gangnus erfragt werden.

 

Kontakt

Café Auszeit
Arbeiter-Samariter-Bund und ehren­amt­li­che Pflege­be­glei­ter
Frau Ursula Gindner
Telefon: 07242 7332 und
Frau Ursula Gangnus
Telefon: 0721 9418664

 

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Gesprächs­gruppe für pflegende Angehörige

In dieser Gesprächs­gruppe treffen sich Angehörige von Menschen, die in einem Heim leben oder einen Angehö­ri­gen zu Hause pflegen. In der offenen Gesprächs­gruppe für pflegende Angehörige haben Sie die Möglich­keit, über Ihre Gefühle zu sprechen. Es besteht k­eine Verpflich­tung zur regel­mä­ßi­gen Teilnahme.

Die Gruppe trifft sich in der Regel

jeden 2. Donnerstag im Monat
von 17-18.30 Uhr
im Luise-Riegger-Haus
Baumeis­ter­str. 56
76137 Karlsruhe.

Die Termine 2017

12. Januar
9. Februar
9. März
6. April
11. Mai
8. Juni
13. Juli
10. August
14. September
12. Oktober
9. November
14. Dezember

Seit 2015 können alle pflegenden Angehörige das Ge­sprächs­an­ge­bot nach vorheriger telefo­ni­scher Anmel­dung ­nut­zen.

 

Anmeldung

Anmel­dun­gen erfor­der­lich im:

Senio­ren­büro der Stadt Karlsruhe
Kaiser­straße 235
76133 Karlsruhe
Frau Waltraud Caspary
Telefon: 0721 133-5092

Informationsmaterial


Angehörige, die einen Menschen im Heim oder zu Hause pflegen (PDF, 941 KB)

 

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Psycho­lo­gi­sche Online-Beratung für pflegende Angehörige

Die Fürsorge für einen pflege­be­dürf­ti­gen älteren Menschen kann pflegende Angehörige leicht an die eigenen Belas­tungs­gren­zen führen. Hier bietet die persön­li­che Online-Beratung die Möglich­keit, sich Stress und Sorgen von der Seele zu schreiben. Die Beratung erfolgt anonym, kostenfrei und daten­si­cher. Psycho­lo­gin­nen und Psycho­lo­gen antworten auf Fragen und Sorgen und bieten die Gelegen­heit zu einem schrift­li­chen Austausch. Gemeinsam wird nach Wegen gesucht, die den seeli­schen Druck im Pflege­all­tag reduzieren helfen. Denn nur dann, wenn es pflegenden Angehö­ri­gen gut geht, können sie auch gut für den Pflege­be­dürf­ti­gen sorgen.

Es handelt sich um ein reines Online-Angebot. Der Kontakt erfolgt ausschließ­lich über die Inter­netsei­te www.pflegen-und-leben.de.

 

Kontakt

pflegen und leben.de
Catania gemein­nüt­zige GmbH
Hilfe für Helfer

mail@pflegen-und-leben.de

www.pflegen-und-leben.de

 

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