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Karlsruhe: Besondere Personengruppen

Pflegedienste

Angebote zur ambulanten, häuslichen Pflege

Ambulante Pflege­dienste und Sozial­sta­tio­nen bieten Hilfen durch­ Fach­kran­ken­schwes­tern und -pfleger bzw. Alten­pfle­ge­rin­nen/Al­ten­pfle­ger bei häuslicher Kranken- und Al­ten­pflege. Zu den Dienst­leis­tun­gen gehören auch Pflege­be­ra­tung und Pflege­kurse für Angehörige.

Die Unter­stüt­zung gliedert sich in Grund- und Behand­lungs­pfle­ge und sonstige Leistungen.

Behand­lungs­pflege wird nach ärztlicher Verordnung von exa­mi­nier­ten Fachkräf­ten durch­ge­führt und von den Kranken­kas­sen ­be­zahlt. Im Leistungs­ka­ta­log der Kranken­kas­sen sind die ver­ord­nungs­fä­hi­gen Leistungen festgelegt.

Grund­pfle­ge­ri­sche Leistungen werden in der Regel durch die Pfle­ge­kasse bis zu einer Obergrenze (je nach Pflege­gra­d ­fi­nan­ziert). Darunter versteht man unter anderem Hilfe bei der Kör­per­pflege (Waschen, Voll-/Teilbäder, Hilfen beim An- und Aus­klei­den, Lagern, Betten, Unter­stüt­zung beim Essen).

Zusätz­lich zu diesen Leistungen bieten die meisten Pflege­diens­te wei­ter­ge­hende Unter­stüt­zung an, zum Beispiel hauswirt­schaft­li­che Hil­fen, Begleitung zu Ärzten und Behörden und vieles mehr.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall mit dem Pflege­dienst seine Wün­sche zu besprechen und sich einen Kosten­vor­an­schlag geben zu lassen.

Nach Prüfung wird dann ein schrift­li­cher Pflege­ver­trag ­ab­ge­schlos­sen, der in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach dem ersten Pflege­ein­satz ohne Angabe von Gründen frist­los ­ge­kün­digt werden kann. Weitere Kündi­gungs­klau­seln müssen im Vertrag formuliert sein.

Die Pflege­ver­si­che­rung wurde vom Gesetz­ge­ber als "­Teil­kas­ko­ver­si­che­rung" konzipiert. Dies bedeutet, dass es je nach Pflegegrad Leistungs­o­ber­gren­zen gibt. Falls die zur Ver­fü­gung stehende Summe für die notwen­di­gen Pflege­leis­tun­gen ­nicht ausreicht, müssen zusätz­li­che Kosten aus eigenen Einkom­men und Vermögen bezahlt werden. Unter bestimmten Voraus­set­zun­gen ­kön­nen auch Hilfen nach dem SGB XII beim zustän­di­gen Sozial­am­t ­be­an­tragt werden.

Die Leistungen der Pflege­ver­si­che­rung im ambulanten Bereich sind un­ter­teilt in Geldleis­tun­gen und Pflege­sach­leis­tun­gen. Die Geld­leis­tung ist als Aufwands­ent­schä­di­gung für selbst beschaff­te Pfle­ge­per­so­nen vorgesehen. Bei Gewährung von Pflege­sach­leis­tung rech­net der ausge­wählte Pflege­dienst direkt mit der Pflege­kas­se ab.

Die Leistungen der Pflege­ver­si­che­rung im häuslichen Bereich im Über­blick:

Pflegegrad Pflegegeld Pflege­sach­leis­tung
Pfle­ge­grad 1 kein Anspruch kein Anspruch
Pfle­ge­grad 2 316 Euro 689 Euro
Pfle­ge­grad 3 545 Euro 1.298 Euro
Pfle­ge­grad 4 728 Euro 1.612 Euro
Pfle­ge­grad 5 901 Euro 1.995 Euro

Bei der Kombi­na­ti­ons­leis­tung werden Pflegegeld und Pfle­ge­sach­leis­tung neben­ein­an­der bezogen. Voraus­set­zung hierfür ist, dass der Höchst­be­trag der Pflege­sach­leis­tung durch den Pfle­ge­dienst nicht ausge­schöpft ist und es noch mindestens eine Pfle­ge­per­son (Ange­hö­ri­ger, Freund, Nachbar) gibt, die den rest­li­chen Hilfe­be­darf abdeckt.

Das anteilige Pflegegeld richtet sich danach, wie viel Prozent ­des Höchst­be­tra­ges der Pflege­sach­leis­tung durch den Pflege­dienst im betref­fen­den Kalen­der­mo­nat verbraucht wurden. Wenn zum Bei­spiel 70 Prozent der Pflege­sach­leis­tung in Anspruch genom­men wer­den, können vom Pflegegeld noch 30 Prozent ausgezahlt werden.

Mit dem folgenden Beispiel wird die Berech­nung ­er­klärt:

Ein Pflege­be­dürf­ti­ger mit Pflegegrad 3 nimmt die Pfle­ge­sach­leis­tung in Höhe von 700 Euro in Anspruch. Dies sind 53,9 Prozent des Pflege­sach­leis­tungs­be­tra­ges (1.298 Euro). Somit ­be­steht ein Anspruch von 46,1 Prozent für das antei­li­ge Pfle­ge­geld. Dies sind dann 251,25 Euro (von 545 Euro).

Stand: März 2017

 

Übersicht

 

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