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Karlsruhe: Besondere Personengruppen

Vorsorgevollmacht und rechtliche Betreuung

Das im Grund­ge­setz festge­schrie­bene Selbst­be­stim­mungs­recht ­bein­hal­tet das Recht, das Leben nach eigenen Vorstel­lun­gen zu ge­stal­ten. Da eine fortschrei­tende Demen­zer­kran­kung zu einer ­Be­ein­träch­ti­gung des freien Willens führt, sind die Erkrank­ten im Krank­heits­ver­lauf nicht mehr in der Lage, willens­ge­steu­er­te Ent­schei­dun­gen zu treffen bezie­hungs­weise ihren Willen deutlich zu machen. Dies führt im recht­li­chen Sinn zu einer ­Ge­schäfts­un­fä­hig­keit.

Zur Vorsorge empfiehlt es sich, recht­zei­tig und spätestens zu Beginn der Erkrankung festzu­le­gen, wer die rechtliche Vertre­tung ­über­neh­men soll. Dies kann durch die Erteilung einer Vor­sor­ge­voll­macht geregelt werden: Wichtige persön­li­che Ent­schei­dun­gen und Handlungen können auf eine Person des ab­so­lu­ten Vertrauens übertragen werden.

Kann niemand zur Bevoll­mäch­ti­gung benannt werden, kann in einer ­Be­treu­ungs­ver­fü­gung formuliert werden, wie sich die gesetz­li­che ­Ver­tre­tung später gestalten soll. Es kann schrift­lich festge­leg­t wer­den, wer die Betreuung übernehmen soll, welche Wünsche der Aus­ge­stal­tung des Lebens bestehen oder wie das Vermögen zu ver­wal­ten ist.

Wenn eine Person wichtige Entschei­dun­gen nicht mehr selbst tref­fen kann und wenn keine ausrei­chende Vollmacht ausge­stell­t wurde, kann beim zustän­di­gen Betreu­ungs­ge­richt eine recht­li­che ­Be­treu­ung angeregt werden. Das Gericht bestellt eine Person, die den Betref­fen­den in allen notwen­di­gen Bereichen vertreten kann. Das Vorliegen einer Betreu­ungs­ver­fü­gung macht das gericht­li­che ­Ver­fah­ren nicht entbehr­lich, nimmt aber inhaltlich Einfluss.

Für medizi­ni­sche Maßnahmen und Eingriffe existiert zusätz­lich ­die Patien­ten­ver­fü­gung, um das eigene Recht auf Selbst­be­stim­mung ­durch­zu­set­zen.

Betreu­ungs­be­hörde der Stadt Karlsruhe


Die Betreu­ungs­be­hörde der Stadt Karlsruhe berät Sie gerne in Fragen der Vorsor­ge­voll­macht, Betreu­ungs­ver­fü­gung und recht­li­chen Betreuung. Auch unter­stützt und berät sie be­voll­mäch­tigte Personen. Falls Sie Vorsorge treffen möchten, können Sie die notwen­di­gen Formulare auf der Inter­netseite der Be­treu­ungs­be­hörde herun­ter­la­den.

Betreu­ungs­be­hörde
Stepha­ni­en­straße 13
76133 Karlsruhe
Telefon: 0721 151-6643 (Sekre­ta­riat)

Betreuungsbehörde

Betreu­ungs­ver­eine

In den Betreu­ungs­ver­ei­nen arbeiten haupt­amt­lich Beschäf­tigte und Eh­ren­amt­li­che. Betreu­ungs­ver­eine beraten zu Vorsor­ge­voll­macht, Betreu­ungs­ver­fü­gung, recht­li­cher Betreuung und Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung.


Deutsches Rotes Kreuz ­Kreis­ver­band Karlsruhe e. V.
Betreu­ungs­ver­ein

Dela­wa­re­straße 22
76149 Karlsruhe
Telefon: 0721 971-3104
Fax: 0721 9713102

www.drk-karlsruhe.de


Sozial­dienst Katho­li­scher Frauen e. V.
Betreu­ungs­ver­ein

Akade­mie­straße 15
76133 Karlsruhe
Telefon: 0721 91375-0
Fax: 0721 91375-75

www.skf-karlsruhe.de

Betreu­ungs­ge­richte

Wenn eine gesetz­li­che Betreuung notwendig erscheint, kann diese ­schrift­lich oder persönlich beim zustän­di­gen Atmsge­richt an­ge­regt werden.


Amtsge­richt, Betreu­ungs­ge­richt
Schloß­platz 23
76131 Karlsruhe
Telefon: 0721 926-6730

Amtsge­richt Karlsruhe-Durlach, Betreu­ungs­ge­richt
Karls­burgstr. 10
76227 Karlsruhe
Telefon: 0721 944-1852