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Karlsruhe: Besondere Personengruppen

Angebote zur Unterstützung im Alltag

Angebote zur Unter­stüt­zung im Alltag tragen dazu bei, Pfle­ge­per­so­nen zu entlasten und helfen Pflege­be­dürf­ti­gen, möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, sozia­le ­Kon­takte aufrecht­zu­er­hal­ten und ihren Alltag weiterhin möglichst ­selb­stän­dig zu bewältigen.

Alle pflege­be­dürf­ti­gen Menschen mit Pflegegrad erhalten als Leis­tung der Pflege­ver­si­che­rung den Entlas­tungs­be­trag. Dieser ­be­trägt 125 Euro monatlich. Die Kosten für die Un­ter­stüt­zungs­an­ge­bote im Alltag werden bis zu dem Leis­tungs­be­trag in Höhe von 125 Euro monatlich von den Pfle­ge­kas­sen erstattet. Der Betrag wird nur nach Vorlage von Rech­nun­gen der tatsäch­lich entstan­de­nen Kosten gewährt. Der Ent­las­tungs­be­trag kann auch eingesetzt werden für die Ei­gen­an­teile der Tages-, Nacht- und Kurzzeit­pflege sowie für be­stimmte Leistungen der ambulanten Pflege­dienste. Wird in einem ­Ka­len­der­jahr der Leistungs­be­trag nicht oder nicht vollstän­dig in An­spruch genommen, wird der nicht beanspruchte Teil in das fol­gende Kalen­der­halb­jahr übertragen. Das heißt, dass der über­tra­gene Leistungs­be­trag spätestens am 30. 06 des Folge­jah­res­ ­ver­fällt. Wenn Pflege­be­dürf­tige der Pflege­grade 2 bis 5 die Pfle­ge­sach­leis­tung im Kalen­der­mo­nat nicht ausschöp­fen, können sie unter bestimmten Voraus­set­zun­gen bis zu 40 % des Pfle­ge­sach­leis­tungs­an­spruchs für anerkannte Angebote zur Un­ter­stüt­zung im Alltag einsetzen (Umwand­lungs­an­spruch).

Lassen Sie sich bei Bedarf bei Ihrer Pflege­kasse beraten.



 

Weiterführende Informationen

 

Informationsmaterial

 

Informationen für Anbieter

 

Sie möchten Ihr Angebot als Unterstützungsangebot im Alltag nach § 45 a SGB XI anerkennen lassen?

Angebote zur Unter­stüt­zung im Alltag sind

1. Angebote, in denen insbe­son­dere ehren­amt­li­che Helfe­rin­nen und Helfer unter pflege­fach­li­cher Anleitung die Betreuung von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen mit allge­mei­nem oder mit beson­de­rem ­Be­treu­ungs­be­darf in Gruppen oder im häuslichen Bereich ­über­neh­men (Betreu­ungs­an­ge­bo­te),
2. Angebote, die der gezielten Entlastung und beraten­den Un­ter­stüt­zung von pflegenden Angehö­ri­gen und vergleich­bar ­na­he­ste­hen­den Pflege­per­so­nen in ihrer Eigen­schaft als Pflegen­de ­die­nen (Angebote zur Entlastung von Pflegen­den),
3. Angebote, die dazu dienen, die Pflege­be­dürf­ti­gen bei der Be­wäl­ti­gung von allge­mei­nen oder pflege­be­ding­ten Anfor­de­run­gen ­des Alltags oder im Haushalt, insbe­son­dere bei der Haus­halts­füh­rung, oder bei der eigen­ver­ant­wort­li­chen ­Or­ga­ni­sa­tion indivi­du­ell benötigter Hilfe­leis­tun­gen zu un­ter­stüt­zen (Angebote zur Entlastung im Alltag).

Wenn Sie als Anbieter von Angeboten zur Unter­stüt­zung im Alltag nach § 45 a SGB XI durch das Senio­ren­bü­ro/Pfle­ge­stütz­punk­t a­ner­kannt sind, können berech­tigte Personen die von Ihnen er­brachte Leistungen mit der zustän­di­gen Pflege­kas­se ­ab­rech­nen.

Anerken­nung:
Die Anerken­nung erfolgt durch das Senio­ren­bü­ro/Pfle­ge­stütz­punk­t ­der Stadt Karlsruhe. Rechts­grund­lage der Anerken­nung ist die Un­ter­stüt­zungs­an­ge­bote-Verordnung (UstA-VO) des Landes­ ­Ba­den-Württem­berg vom 17. Januar 2017 (siehe Info-Kasten).

Was sind Angebote zur Unter­stüt­zung im Alltag?

Angebote nach § 6 Absatz 1 (Angebote durch­ge­führt von eh­ren­amt­lich Engagier­ten oder aus der Bürger­schaft Tätigen unter fach­li­cher Anleitung) oder nach Absatz 2 (Service­an­ge­bote für haus­halts­nahe Dienst­leis­tun­gen mit beschäf­tig­tem Personal) der Ver­ord­nung.

Voraus­set­zun­gen für die Anerken­nung sind im § 10 der Verord­nung ­ver­fügt.

Wie mache ich das?
Bitte füllen Sie das Formular zur Anerken­nung aus und senden ­dies und die weiteren benötigten Unterlagen (siehe Antrag) an das Senio­ren­bü­ro/Pfle­ge­stütz­punkt Stadt Karlsruhe (siehe ­Info-Kasten).

Weitere Infor­ma­tio­nen/ Unter­stüt­zung
erhalten Sie beim Senio­ren­bü­ro/Pfle­ge­stütz­punkt Stadt Karlsruhe.

Kontakt

Was muss ich noch tun?
Jedes Jahr zum 30. April muss dem Senio­ren­bü­ro/Pfle­ge­stütz­punk­t ein Tätig­keits­be­richt über das vergangene Jahr vorgelegt werden (­siehe § 10 Ziffer 6 der Unter­stüt­zungs­an­ge­bote-Verord­nung). Der Tä­tig­keits­be­richt ist für die Anerken­nung unabding­bar. Liegt der Tä­tig­keits­be­richt bis 30. April eines Folge­jah­res nicht vor kann ein Zwangsgeld in Höhe von 300 € festge­setzt werden.