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Karlsruhe: Besondere Personengruppen

QUARTIER 2030 - generationengerechte und inklusive Stadtteilentwicklung

QUARTIER 2030

Soziale Quartiersentwicklung - Presseartikel

Erklär-Video: Das Quartier

 

Mit dem Gemein­de­rat­s­be­schluss zum Pilot­pro­jekt Quartier 2020 in Mühl­burg vom 25. Juli 2017 hat sich die Stadt Karls­ru­he ent­schie­den, entspre­chend der Empfeh­lun­gen durch das Minis­te­ri­um ­für Soziales und Integra­tion Baden-Württem­berg wichti­ge ­Ko­or­di­na­ti­ons- und Steue­rungs­auf­ga­ben in der Quar­tier­s­ent­wick­lung zu übernehmen. Gemeinsam mit Trägern der Wohl­fahrts­pflege - insbe­son­dere den bisher in verschie­de­nen Quar­tier­spro­jek­ten tätigen Trägern - und weiteren Akteuren wie der Volks­woh­nung, Kirchen und Bürger­ver­ei­nen arbeitet die Stadt­ ­Karls­ruhe derzeit an einem Gesamt­kon­zept der Quar­tier­s­ent­wick­lung.

In dem Konzept wird die inklusive und genera­tio­nen­ge­rech­te (Wei­ter-)Entwick­lung der Stadtteile struk­tu­rell und kon­zep­tio­nell verankert. Die Umsetzung soll lokal in den un­ter­schied­li­chen Stadt­tei­len erfolgen und auf die spezi­fi­schen ­Ge­ge­ben­hei­ten eingehen. Deutlich ist, dass für einige ­Per­so­nen­grup­pen wohnort­nahe Angebote, kurze Wege, vertrau­te ­Ge­sich­ter im Stadtteil und die Nachbar­schaft von beson­de­rer ­Be­deu­tung sind. Im Blick sind sowohl bedarfs­ge­rechte und wohn­ort­nahe Versor­gungs- und Unter­stüt­zungs­struk­tu­ren, Orte und An­lässe der Begegnung, Bürger­schaft­li­ches Engagement und Bür­ger­be­tei­li­gung und das gute Mitein­an­der von Nachbar­schaf­ten und unter­schied­li­chen Genera­tio­nen. Dabei ist nicht allein das Vor­han­den­sein von Angeboten wichtig, sondern auch die Frage, welche Zugangs­bar­rie­ren für die Menschen in ihren jewei­li­gen Le­bens­la­gen und den unter­schied­li­chen Stadt­tei­len bestehen und wie diese überwunden werden können. Ausgangs­punkt und Schwer­punkt in dem genera­tio­nen­über­grei­fen­den Ansatz ist die Le­bens­si­tua­tion älterer Menschen im vertrauten Wohnumfeld.

Koope­ra­tive Arbeits­wei­sen in Netzwerken, Arbeits­ge­mein­schaf­ten und Kreisen, in denen verschie­dene Blick­win­kel und Kompe­ten­zen ­zu­sam­men­kom­men, sind für eine inklusive und genera­tio­nen­ge­rech­te (Wei­ter-)Entwick­lung der Stadtteile von großer Bedeutung. Auf der Ebene der Stadtteile wird an bestehende Initia­ti­ven, Angebote und Netzwerke angeknüpft. Ziel ist es, in den Stadt­tei­len "Stadt­teil­netz­wer­ke" als Gremium der Zusam­men­ar­beit und des Austauschs zu etablieren, in denen Synergien herge­stell­t und auch neue Handlungs­an­sätze entwickelt werden können. Auch auf der gesamt­städ­ti­schen Ebene werden Koope­ra­tio­nen gestärkt. Dabei sind zum Beispiel die Träger der Wohlfahrts­pflege, die Woh­nungs­wirt­schaft und die verschie­de­nen städti­schen Ämter und Fach­stel­len wie Sozialer Dienst oder Pflege­stütz­punkt wichti­ge ­Part­ner.

In Mühlburg und Daxlanden wurde es durch die Förderung des Mi­nis­te­ri­ums für Soziales und Integra­tion möglich eine ­städ­ti­sche Koordi­nie­rungs­stelle - die sogenann­te ­Stadt­teil­ko­or­di­na­tion - einzu­rich­ten. Diese nimmt eine ­Brücken­funk­tion zwischen der Stadt­tei­le­bene und der Verwal­tung ein, sichert den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch und sorgt dafür, dass die Stadt­teil­netz­werke und die Arbeit vor Ort in gesamt­städ­ti­sche Struk­tu­ren einge­bun­den sind und unter­stützt werden.