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Karlsruhe: Besondere Personengruppen

Aktuelles

Sitzung des Beirats für Menschen mit Behin­de­run­gen findet im Bür­ger­saal des Rathauses nach einer corona­be­ding­ten Pause wieder­ ­statt.

8. Mai 2020

Der Beirat für Menschen mit Behin­de­run­gen der Stadt Karls­ru­he hat sich nach einer Pause, die durch die Maßnahmen im Zu­sam­men­hang mit dem Corona-Virus bedingt war, am
8. Mai 2020 im Bürgersaal des Rathauses wieder getroffen.

Ein Thema war Corona und Menschen mit Behin­de­run­gen. Der Aus­tausch zwischen den Mitglie­dern war intensiv, zahlrei­che ­Bei­spiele, in denen der Einfluss des Virus auf das Leben von be­hin­der­ten Menschen sichtbar wurden, konnten genannt werden.

Angemerkt wurden die geschlos­se­nen barrie­re­freien WC´s in der Stadt, Unterricht bzw. Unter­richts­aus­fall für Schüler und Schü­le­rin­nen mit Behin­de­rung, geeigneter Mundschutz in der Kom­mu­ni­ka­tion mit gehörein­ge­schränk­ten Personen, Probleme beim öf­fent­li­chen Umgang mit Menschen, die aus gesund­heit­li­chen ­Grün­den von der Mundschutz­pflicht befreit sind, Heraus­for­de­run­gen für sehein­ge­schränkte Personen im öffent­li­chen Raum - Hilfs­leis­tun­gen von Passanten sind durch die Di­stanz­re­ge­lung nicht möglich, Transport von Menschen mit Be­hin­de­rung und Eltern von behin­der­ten Kindern, die auf sich ­ge­stellt sind.

Der Vorstand des Behin­der­ten­bei­rats schlägt vor, die an­ge­spro­che­nen Themen zu analy­sie­ren und die Entwick­lung in den ein­zel­nen Themen­be­rei­chen genauer zu beobachten. Wir müssen dar­auf achten, die lange und intensiv erkämpften Rechte und Re­ge­lun­gen für Menschen mit Behin­de­rung, im Zuge der Ein­schrän­kun­gen durch Corona zukünftig nicht zu verlieren.

Der Beirat bleibt bereits mit der Einladung des Geschäfts­füh­rer­s ­der Lebens­hilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V. Michael Auen zur nächsten Sitzung im Juli, an den Themen dran.

Ein häufig bespro­che­nes Thema in den Sitzungen ist die Bar­rie­re­frei­heit. Dieses Mal ging es um zwei Begehungen, an welchen einige Beirats­mit­glie­der im März teilge­nom­men hatten.

Bürgerbüro Kaise­r­al­lee 8

Am 5. März 2020 besuchten der Vorstand, einige Beirats­mit­glie­der und die Kommunale Behin­der­ten­be­auf­tragte das Bürgerbüro in der Kai­se­r­al­lee 8. Frau Britta Heck (Leiterin des Service­cen­ter­s) und Herr Thomas Tritsch (Leiter der Zentralen Diens­te) ­be­glei­te­ten uns und beant­wor­te­ten unsere Fragen.

Nachdem das Bürgerbüro Mitte im Rathaus am Marktplatz im April 2019 zum digitalen Bürgerbüro umfunk­tio­niert worden war, wurde nun das Bürgerbüro in der Kaise­r­al­lee von der Stadt Karls­ru­he ­zum barrie­re­freien Bürgerbüro erklärt. Das Fazit der Begehung: Das Bürgerbüro ist weitest­ge­hend barrie­re­frei.

Menschen, die auf einen Aufzug angewiesen sind, können auf der Rück­seite am Eingang C in das Gebäude gelangen. Wer eine Un­ter­stüt­zung vor Ort benötigt, kann dies vorher bei der Ter­min­ver­ein­ba­rung angeben. Eine kompetente Service­kraft holt die Menschen am Infopoint ab und erledigt mit ihnen gemein­sam ­die behörd­li­chen Angele­gen­hei­ten.

Sowohl in der Anmeldung als auch im Service­be­reich gibt es einen ­Ser­vice­platz, der barrie­re­frei einge­rich­tet ist: verstell­ba­re und unter­fahr­bare Tisch­platte, gute Beleuch­tung, Unter­schrift­scha­blone, Möglich­keit der Videoas­sis­tenz für Ge­hör­lose. Kleinere Verbes­se­rungs­vor­schläge wie kontrast­rei­che­re ­Schrift­ar­ten für Formulare oder die Bereit­stel­lung von Vi­bra­ti­ons­ge­rä­ten als Alter­na­tive zu Aufruf­num­mern wurden gern auf­ge­nom­men.

Neubau Städti­sches Klinikum

Unter der Leitung des Projekt­lei­ters Herrn Riester besich­tig­ten ei­nige Vertre­te­rin­nen und Vertreter des Behin­der­ten­bei­ra­tes und die Kommunale Behin­der­ten­be­auf­tragte am 4. März ein Pa­ti­en­ten­zim­mer im Haus H sowie das neue Betten- und Funk­ti­ons­haus M. leider mussten wir feststel­len, dass ins­be­son­dere die uns gezeigten Badezimmer den Anfor­de­run­gen zur Bar­rie­re­frei­heit nicht entspra­chen. Sowohl die Dusche im Pa­ti­en­ten­zim­mer als auch das Adipo­si­tas­bad im Haus M waren zu klein und die sanitären Anlagen teilweise ungünstig platziert. Für Menschen im Rollstuhl sind sie so nicht nutzbar.

Wie es zu dieser schlechten Umsetzung von Barrie­re­frei­heit ­kom­men konnte, ist uns unver­ständ­lich. Denn in den letzten Jah­ren gab es Gespräche des Behin­der­ten­bei­ra­tes mit dem Städ­ti­schen Klinikum zu dieser Thematik.

Wir werden alles versuchen, um Verbes­se­run­gen für die Bar­rie­re­frei­heit zu errei­chen!

Der Beirat für Menschen mit Behin­de­rung der Stadt Karls­ru­he freut sich auf eine weitere Sitzung Ende Juli im großen ­Bür­ger­saal des Rathauses. Wir berichten dann erneut an selber ­Stelle über die aktuellen Entwick­lun­gen, die Menschen mit Be­hin­de­run­gen in Karlsruhe betreffen.