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Karlsruhe: Informationen zur Barrierefreiheit

Barrierefreies Bauen

Die neue DIN 18040 - 1 wurde im Oktober 2010 veröf­fent­licht und ersetzt die bisherige DIN 18024 Teil 1 Öffent­lich zugäng­li­che Gebäude. Die Einführung der Norm als techni­sche Baube­stim­mung obliegt jedem einzelnen Bundesland. Für Baden-Württem­berg wurde die DIN 18040 zum Stand Februar 2011 bisher nicht als techni­sche Baube­stim­mung eingeführt.

Vorwort DIN 18040-1
"Ziel dieser Norm ist die Barrie­re­frei­heit baulicher Anlagen, damit sie für Menschen mit Behin­de­run­gen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwer­nis und grund­sätz­lich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind (nach § 4 BGG Behin­der­ten­gleich­stel­lungs­ge­setz).


§ 4 BGG Behin­der­ten­gleich­stel­lungs­ge­setz:


"Barrie­re­frei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrs­mit­tel, techni­sche Gebrauchs­ge­gen­stände, Systeme der Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung, akustische und visuelle Infor­ma­ti­ons­quel­len und Kommu­ni­ka­ti­ons­ein­rich­tun­gen sowie andere gestal­te­te Lebens­be­rei­che, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwer­nis und grund­sätz­lich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind."


Berück­sich­tigt werden die Bedürf­nisse von Menschen

  • mit Sehbe­hin­de­rung, Blindheit oder Hörbe­hin­de­rung (Gehörlose, Ertaubte und Schwer­hö­ri­ge)
  • mit motori­schen Einschrän­kun­gen
  • die Mobili­täts­hil­fen und Rollstühle benutzen
  • die großwüch­sig oder klein­wüch­sig sind
  • mit kogni­ti­ven Einschrän­kun­gen,
  • die bereits älter sind,
  • wie Kindern
  • mit Kinder­wa­gen oder Gepäck

Die Anfor­de­run­gen der Norm sollen zu Nutzungs­er­leich­te­run­gen führen.
Die DIN 18040-1 beschränkt sich auf öffentlich zugäng­li­che Gebäude, speziell auf die Teile des Gebäudes und der zugehö­ri­gen Außen­an­la­gen, die für die Nutzung durch die Öffent­lich­keit vorgesehen sind. Grund­sätz­lich neu sind die senso­ri­sche Anfor­de­run­gen (visuell, akustisch, taktil) sowie die Formu­lie­rung von Schutz­zie­len.
Zu den öffentlich zugäng­li­chen Gebäuden gehören in Anlehnung an die Muster­bau­ord­nung (§ 50 Abs. 2 MBO):

1. Einrich­tun­gen der Kultur und des Bildungs­we­sens,
2. Sport- und Freizeit­stät­ten,
3. Einrich­tun­gen des Gesund­heits­we­sens,
4. Büro-, Verwal­tungs- und Gerichts­ge­bäude,
5. Verkaufs- und Gaststät­ten,
6. Stell­plätze, Garagen und Toilet­ten­an­la­gen.

 

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