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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Pflegekinderdienst der Stadt Karlsruhe sucht neue Vollzeitpflegefamilien!

Kontakt

Inter­es­sierte können sich telefo­nisch unter der Nummer

0721 133-5115 fortlau­fend bis 5121

erste Infor­ma­tio­nen über die Rahmen­be­din­gun­gen der Vollzeit­pflege einholen. In persön­li­chen Gesprächen mit den Mitar­bei­tern des Pflege­kin­der­diens­tes kann dann die Frage vertieft werden, ob die Aufnahme eines Pflege­kin­des in Frage kommt und die Pflege­per­so­nen geeignet sind.

 

"Hans sucht neues Glück - wir suchen neue Pflege­fa­mi­li­en" liest man in Anzeigen und Plakaten des Pflege­kin­der­diens­tes auf Karlsruher Litfass­säu­len. Der verschmitzt grinsende Junge mit einer Gans unter dem Arm soll an die bekannte Märchen­fi­gur "Hans im Glück" erinnern.

Auf der Suche nach einem "neuen Glück", nach einer Lebens­si­tua­tion mit mehr Sicherheit, Halt und Gebor­gen­heit für Kinder, ist der Pflege­kin­der­dienst der Stadt Karlsruhe immer wieder bemüht neue Vollzeit­pfle­ge­fa­mi­lien zu finden, die für begrenzte Zeit oder auf Dauer einem Kind über Tag und Nacht ein zweites Zuhause anbieten können.

Rund 20 Kinder ab dem Säuglings- bis ins Jugend­li­chen­al­ter sind es jährlich in Karlsruhe, für die eine Vollzeit­pfle­ge­fa­mi­lie hier im Stadt­ge­biet oder im Landkreis gesucht wird. Die Gründe, warum Eltern zeitweise oder langfris­tig nicht mehr selbst für ihre Kinder sorgen können, sind sehr unter­schied­lich und reichen von allge­mei­ner Überfor­de­rung in der Erziehung, Vernach­läs­si­gung, bis hin zu Suchter­kran­kun­gen und psychi­schen Erkran­kun­gen. Nur wenn ambulante Hilfs­an­ge­bote nicht ausreichen oder ungeeignet sind, das Wohl und die Betreuung und Versor­gung der überwie­gend kleinen Kinder sicher­zu­stel­len, ist die Vollzeit­pflege die richtige Hilfe für Kinder und Eltern. Trotz dem Wechsel in eine andere Familie sollen dabei Bezie­hungs­ab­brü­che vermieden werden, soll der Kontakt des Kindes zu seiner Herkunfts­fa­mi­lie unter­stützt werden. Dabei müssen sich Pflege­fa­mi­lien bewusst machen, daß ihre Pflege­kin­der bereits Wurzeln haben, die nicht abbrechen sollen, weil sie einen Teil ihrer Identität bedeuten und ein Abbruch einen Verlust bedeuten würde. Ein Großteil der regel­mä­ßi­gen Beratungs­ge­sprä­che hat deshalb neben der Entwick­lung, Erziehung und Förderung der Kinder auch die Begleitung der Zusam­men­ar­beit der beiden Familien zum Inhalt. In Pflege­el­tern­grup­pen und Fortbil­dungs­ver­an­stal­tun­gen organi­siert der Pflege­kin­der­dienst die Möglich­keit, seine Erfah­run­gen auszut­au­schen und seine Kenntnisse und Fähiglei­ten zu erweitern.
Grund­sätz­lich können verhei­ra­tete und nicht verhei­ra­tete Paare, aber auch Einzel­per­so­nen, mit oder ohne eigene Kinder, Pflege­per­so­nen werden. Entschei­dend ist die Frage, welche Erfah­run­gen und Einstel­lun­gen die Inter­es­sen­ten mitbringen und ob die eigene Lebens­si­tua­tion günstig für die Aufnahme eines Pflege­kin­des erscheint. Dabei spielen Freude am Umgang mit Kindern, eine lebens­be­ja­hende Grund­ein­stel­lung, Offenheit, Toleranz, Konflikt­fä­hig­keit und Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft eine bedeu­ten­de Rolle.

Pflege­el­tern, die sich dieser anspruchs­vol­len Aufgabe stellen, erhalten ein Pflegegeld, das den Lebens­be­darf des Kindes abdeckt und ihre Erzie­hungs­leis­tung anerkennt. Darüber hinaus gibt es weitere Zuschüsse und Beihilfen zur Erstaus­stat­tung und bei wichtigen persön­li­chen Anlässen. Pfleg­el­tern haben in der Regel einen Anspruch auf Kindergeld für das Pflegekind. Für Berufs­tä­tige besteht wie bei leiblichen Kindern ein Anspruch auf Elternzeit bei der Aufnahme eines Vollzeit­pfle­ge­kin­des. Trotz der finan­zi­el­len Leistungen gehört eine große Portion Idealismus und soziales Engagement dazu, denn die eigene finan­zi­el­le Existenz kann und soll durch die Vollzeit­pflege nicht gesichert werden.

Die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter des Pflege­kin­der­diens­tes freuen sich auf Ihren Anruf!