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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Suche nach der Herkunft

Sie sind adoptiert und möchten mehr über Ihre Herkunft und die Umstände der Freigabe zur Adoption erfahren?

Adoptierte können sich grund­sätz­lich an die Adopti­ons­ver­mitt­lungs­stelle wenden. Bei uns erhalten Sie Beratung zu Ihrem Anliegen. Für die konkrete Suche ist eine Nachfrage bei der Vermitt­lungs­stelle sinnvoll, die die Adopti­ons­ver­mitt­lung durch­ge­führt und die Adopti­ons­akte geführt hat (häufig am damaligen Wohnort der leiblichen Mutter oder der Adoptiv­el­tern).

Rahmen­be­din­gun­gen

  • Grund­sätz­lich schützt das sog. "Adop­ti­ons­ge­heim­nis" die Adoptiv­fa­mi­lie vor Ausfor­schun­gen Außen­ste­hen­der. Tatsachen, die geeignet sind, die Adoption und ihre Umstände aufzu­de­cken, dürfen nur offenbart oder ausge­forscht werden, wenn das Adoptiv­kind und die Anneh­men­den zugestimmt haben.
  • Demge­gen­über steht das Grundrecht von Adoptier­ten auf Kenntnis der eigenen Abstammung. Für die Praxis bedeutet dies, dass zumindest volljäh­rige Adoptierte bei ihrer Suche nach der Herkunft von den Adopti­ons­ver­mitt­lungs­stel­len grund­sätz­lich auch gegen den Willen der Adoptiv­el­tern unter­stützt werden können.
  • Wenn Adoptierte das 16. Lebensjahr vollendet haben, haben sie ein Recht auf Akten­ein­sicht in die Vermitt­lungs­akte, soweit sie deren Herkunft und Lebens­ge­schichte betrifft. Die Akten­ein­sicht erfolgt unter Anleitung einer Fachkraft der Adopti­ons­ver­mitt­lungs­stelle. Die Daten­schutz­be­lange und Persön­lich­keits­rechte z. B. der leiblichen Eltern oder der Adoptiv­el­tern müssen dabei beachtet werden.
  • Adoptierte können ab Vollendung des 16. Lebens­jah­res ohne Zustimmung ihrer Adoptiv­el­tern in den Geburt­sein­trag Einsicht nehmen. Aus diesem Dokument gehen die damaligen Perso­na­lien der leiblichen Eltern hervor.