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Karlsruhe: Kindertageseinrichtungen

Trägerübergreifende Geschwisterkinderstattung

Was ist die Geschwis­ter­kind­re­ge­lung?

Nutzen mehrere Kinder einer in Karlsruhe wohnhaften Familie ­städ­ti­sche Kinder­ta­ges­be­treu­ungs­an­ge­bote (Kinder­gar­ten (Kita) o­der Kinder­ta­gespflege (TP)), so ist für das Kind im teuers­ten ­An­ge­bot das volle Benut­zungs­ent­gelt und für die weiteren Kinder ein ermäßigtes Benut­zungs­ent­gelt zu entrichten.

Wenn Ihre Kinder in verschie­de­nen Angeboten bezie­hungs­weise bei ver­schie­de­nen Trägern betreut werden, wird Ihnen jeweils das Be­nut­zungs­ent­gelt für ein Erstkind in Rechnung gestellt. Um diesen Nachteil finanziell auszu­glei­chen, hat der Gemein­de­rat ­der Stadt Karlsruhe in seiner Sitzung vom 21. April 2009 ­be­schlos­sen, für Geschwis­ter­kin­der, die bei unter­schied­li­chen ­Trä­gern eine Einrich­tung besuchen, eine Beitrags­er­mä­ßi­gung ein­zuräu­men.

Diese Geschwis­ter­kin­der­stat­tung wurde durch den Ge­mein­de­rat­s­be­schluss vom 20. Februar 2018 ab 1. September 2018 auf die Tages­pflege ausge­wei­tet.

Auf schrift­li­chen Antrag erstattet Ihnen die Sozial- und Ju­gend­be­hörde unter bestimmten Voraus­set­zun­gen den Ge­schwis­ter­kin­dab­schlag (Differenz zwischen dem von Ihnen ­be­zahl­ten Beitrag und dem ermäßigten Geschwis­ter­kind­bei­trag) nach Ende des Kinder­gar­ten-/Hort­jah­res. Bei bestimm­ten Fall­kon­stel­la­tio­nen kann eine Erstattung auch unter­jäh­rig er­fol­gen.

Kann ich eine Erstattung erhalten?

Die Erstattung nach der Geschwis­ter­kind­re­ge­lung ist ein­kom­men­su­n­ab­hän­gig. Für eine Erstattung müssen jedoch unter an­de­rem folgende Voraus­set­zun­gen erfüllt sein:

  • Sie und Ihre Kinder waren im Zeitraum, für den Sie eine Geschwis­ter­kin­der­stat­tung beantragen, in Karls­ru­he ­mit Erstwohn­sitz gemeldet.
  • Ihre Kinder besuchen in Karls­ru­he Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen unter­schied­li­cher Träger ­be­zie­hungs­weise werden in einer Karls­ru­her ­Ta­gespfle­ge­pfle­ge­stelle betreut.
  • Der Kinder­gar­ten-Träger besitzt für sein ­Be­treu­ungs­an­ge­bot eine Betriebs­er­laub­nis des Kommu­nal­ver­ban­des­ ­für Jugend und Soziales Baden-Württem­berg bezie­hungs­weise die Ta­gespfle­ge­per­son besitzt eine Pflege­er­laub­nis der Stadt­ ­Karls­ru­he
  • Das von Ihnen genutzte Kita-Angebot ist in der städti­schen Bedarfs­pla­nung an Plätzen in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen enthalten.
  • Der Kita-Träger gewährt für das Be­treu­ungs­an­ge­bot eine Geschwis­ter­kin­der­mä­ßi­gung und erhäl­t da­für als Gegen­leis­tung einen Zuschuss der Sozial- und Ju­gend­be­hörde zum Ausgleich der Ausfälle an Benut­zungs­ent­gel­ten.
  • Jedes Betreu­ungs­an­ge­bot ihrer Kinder er­hält dem Grunde nach einen Geschwis­ter­kind­zu­schuss
  • Das Angebot ist kein reines Angebot der Er­gän­zen­den Betreuung (ohne Nachmit­tags­hort).
  • Sie erhalten vom Jugendamt keinen Zuschuss zu den Betreu­ungs­kos­ten
  • Falls Sie einen Zuschuss erhalten muss Ihr Ei­gen­an­teil größer als die Verpfle­gungs­kos­ten sein.

Folgende Angebote werden bei der Berechnung der trä­ger­über­grei­fen­den Geschwis­ter­kin­der­stat­tung nicht ­be­rück­sich­tigt, das heißt Aufwen­dun­gen für Kinder in diesen ­An­ge­bo­ten werden von der Sozial- und Jugend­be­hörde der Stadt­ ­Karls­ruhe nicht, auch nicht teilweise, erstattet:

  • Angebote in Kinder­ta­ges­ein­rich­tun­gen au­ßer­halb des Stadt­ge­bie­tes Karlsruhe
  • reines Angebot der Ergän­zen­den Betreu­ung (ohne Nachmit­tags­hor­t)
  • Hausauf­ga­ben­be­treu­ung
  • Flexible Nachmit­tags­be­treu­ung
  • Kinder­frei­zei­ten
  • zusätz­li­che Betreuung währen­d Schließ­zei­ten
  • Betreute Spiel­grup­pe
  • Tages­pflege bis zum 30. August 2018

Wie berechnet sich der Zuschuss?

Die Berechnung erfolgt nach den Grund­sät­zen wie sie bei städ­ti­schen Einrich­tun­gen angewandt werden. Erstkind ist immer das Kind im teuersten Angebot. Zweitkind ist das Kind im teu­ers­ten Zweit­kind­an­ge­bot, Drittkind das Kind im teuers­ten Dritt­kind­an­ge­bot und so weiter. Grundlage für die Erstat­tung ­sind dann die Entgelte des Trägers für die Geschwis­ter­kin­der. Deshalb ist es wichtig, dass Sie darauf achten, dass der Kita-Träger seiner Träger­be­schei­ni­gung eine für das beschei­nig­te Kin­der­gar­ten- bezie­hungs­weise Hortjahr gülti­ge ­Bei­trags-/Entgeltsat­zung beifügt. Nur mit dieser können wir die Ge­schwis­ter­kin­der­stat­tung berechnen.

Wegen dem Grundsatz der Gleich­be­hand­lung darf die trä­ger­über­grei­fende Geschwis­ter­kin­der­stat­tung nicht höher sein als der Zuschuss, den der Träger von der Sozial- und Ju­gend­be­hörde der Stadt Karlsruhe bei der Abrechnung der Ge­schwis­ter­kin­der für dieses Angebot erhalten hätte.

Deshalb gibt es vor allem im Hortbe­reich beson­de­re ­Be­rech­nungs­kon­stel­la­tio­nen: Beispiel­weise werden bei der Be­rech­nung der träger­über­grei­fen­den Erstattung die Beträ­ge an­ge­setzt, mit welchen auch die Geschwis­ter­kind­zu­schüsse des Trä­gers berechnet werden würden. Dies kann dazu führen, dass bei der Berechnung unter anderem nicht der tatsäch­lich von Ihnen en­t­rich­tete Betrag berück­sich­tigt wird.

Wie kann ich den Zuschuss beantra­gen?

Eine persön­li­che Vorsprache ist nicht nötig.

Die Erstattung erfolgt auf schrift­li­chen Antrag im Nachhinein in der Regel zum Ende des Kinder­gar­ten-/ Hortjahres. Die An­trags­un­ter­la­gen können Sie auf dieser Homepage herun­ter­la­den.

Welche Unterlagen muss ich beifügen?

Von Ihrem/n nicht-städti­schen Kita-Träger/n lassen Sie sich für jedes Kind eine Träger­be­schei­ni­gung (Vordruck) ausfüllen sowie eine für das beschei­nigte Kinder­gar­ten- bezie­hungs­weise Hortjahr ­gül­tige Beitrags-/Entgeltsat­zung geben, aus der auch die Bei­trä­ge/Ent­gelte.für die Zweit- und weiteren Geschwis­ter­kin­der er­sicht­lich sind.

Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Träger für die Trä­ger­be­schei­ni­gung den Vordruck der Sozial- und Jugend­be­hör­de ­ver­wen­det. Die Beitrags­sat­zung benötigen wir, um den Er­stat­tungs­be­trag für die Geschwis­ter­kin­der errechnen zu können.

Für Ihr Kind in Tages­pflege fügen sie bitte den Kos­ten­bei­trags­be­scheid der wirtschaft­li­chen Jugend­hilfe bei be­zie­hungs­weise lassen sich dort eine Beschei­ni­gung zur Be­stä­ti­gung der Kosten­bei­trags­zah­lun­gen ausstellen.

Warum gibt es für die für Ergänzende Betreuung keine ­trä­ger­über­grei­fende Geschwis­ter­kin­der­stat­tung?

Vom Gemein­de­rat wurde ausdrück­lich bestimmt, dass Angebote der "­Er­gän­zen­den Betreuung zur verläss­li­chen Grund­schu­le" seitens ­der Sozial- und Jugend­be­hörde nicht gefördert werden. Diese ­An­ge­bote werden seit 1. Januar 2011 durch das Schul- und S­port­amt gefördert.

Falls Ihr Kind/Ihre Kinder die Ergänzende Betreuung besucht ­be­zie­hungs­weise besuchen, wenden Sie sich bitte wegen einer ­Bei­trags­er­mä­ßi­gung an das Schul- und Sportamt.

Weitere Infor­ma­tio­nen erhalten Sie hier:

Beitragsermässigung für die ergänzende Betreuung

 

Kontakt

Sozial- und
Jugend­be­hörde
Abteilung
Kinder­ta­ges­ein­rich­tun­gen
Telefon: 0721 133-5736, -5988

geschwisterkinderstattung @sjb.karlsruhe.de

Antrags­un­ter­la­gen

Antrags­un­ter­la­gen (PDF, 143 KB)

Trägerbescheinung (PDF, 36 KB)