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Karlsruhe: Kinderbüro

Jahrestagung 2015

Bündnis für Familie fragt nach der Zukunft der Familie

"Karls­ru­hes Zukunft für Familien gestalten - was nötig und wichtig ist", war der Titel der Jahres­ta­gung 2015 des Karlsruher Bündnisses für Familie. Josef Seekircher, Direktor der Sozial- und Jugend­be­hörde, eröffnete mit seinem Grußwort die Veran­stal­tung im Albert-Schweitzer-Saal und gab einen kurzen Überblick über den demogra­fi­schen Wandel und seine Folgen. Ein neues Bild von der Entwick­lung Karlsruhes gebe eine Studie vom Oktober dieses Jahres, in Auftrag gegeben vom Bundes­ver­band deutscher Wohnungs- und Immobi­li­en­un­ter­neh­men e.V. Darin ist die Rede von "Schwarm­städ­ten" - Städten, die besonders viele Menschen anziehen. Karlsruhe hat es in diesem Ranking unter die Top 10 der deutschen jungen Schwarm­städ­ten geschafft. Nichts­de­sto­trotz müsse Karlsruhe trotz der positiven Entwick­lung die Familien hinsicht­lich der Verknap­pung des Wohnraumes nicht aus dem Blick verlieren und weiterhin daran arbeiten, allen Karlsruher Familien mit ihren Kindern gute Lebens­be­din­gun­gen zu bieten.

Direktor Josef Seekircher


Dass der demogra­fi­sche Wandel deutliche Spuren hinter­lässt, beschrieb Dr. Ulrich Bürger vom Kommu­nal­ver­band Jugend und Soziales Baden-Württem­berg. In seinem Vortrag referierte er über den aktuellen Stand des demogra­fi­schen Wandels in Karlsruhe und warum es gerade jetzt notwendig ist, wichtige Weichen­stel­lun­gen für Familien zu treffen. Auch wenn Karlsruhe aktuell wächst, zeige sich eine deutliche Verän­de­rung darin, dass sich die Bevöl­ke­rungs­an­teile verschie­ben, da Kinder und Jugend­li­che wie ebenso die erwerbs­fä­hi­ge Bevöl­ke­rungs­gruppe prozentual abnehmen. Daher ist die Unter­stüt­zung und Förderung durch eine stärkere Lobby für Kinder und Familien notwendig. Kinder- und Famili­en­freund­lich­keit sollte demnach "als Grund­hal­tung und als Leitlinie in der Ausge­stal­tung der sozialen Infra­struk­tur als ein zentraler Grundsatz gelten. Der demogra­fi­sche Wandel erfordere schließ­lich nicht weniger, sondern mehr Engagement und mehr Inves­ti­tio­nen in Kinder und Familien". Im Vergleich zu den anderen Stadt­krei­sen Baden-Württem­bergs stehe Karlsruhe gut da. Nachhol­be­darf bestehe insbe­son­de­re bei der Ganztags­schule. Auch gäbe es besonders viele Jugend­li­che, die ohne Abschluss die Schule verlassen. Hier gelte besonders der Satz: "Keiner darf verloren gehen".

Dr. Ullrich Bürger


In der anschlie­ßen­den Diskus­si­ons­runde, die alle Gäste mit einbezog, nahmen Hans-Gerd Köhler, erster Vorstand Caritas­ver­band Karlsruhe, Patricia Montbrun, Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, Mirjana Diminic, stell­ver­tre­tende Geschäfts­füh­rung Büro für Integra­tion und Dr. Ulrich Bürger teil. Zusam­men­fas­send war sich das Podium einig, dass insbe­son­dere Familien mit erschwer­tem Zugang zu Bildung und Arbeits­markt unseres besonderen Augenmerks bedürfen. Die Moderation der gesamten Veran­stal­tung übernahm Claudia Schäfer, Geschäfts­füh­re­rin des Bündnisses.

Diskussion


Plenum


 

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