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Karlsruhe: Kinderbüro

Kinderfreundlichkeitspreis 2014



 

Kinderfreundlichkeitspreis 2014

Neunter Karls­ru­her Kinder­freund­lich­keits­preis

Der Kinder­freund­lich­keits­preis wurde am 3. Juli zum neunten mal vom Karlsruher Bündnis für Familie vergeben. Das Karlsruher Bündnis für Familie möchte mit diesem Preis besonders kinder­freund­li­ches Engagement belohnen. Die Preis­ver­lei­hung fand in einem feier­li­chen Rahmen im Jubez am Kronen­platz statt. Es wurden die vier Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger verkündet.

Der erste Preis, der mit einem Preisgeld in Höhe von 350 Euro ausge­stat­tet ist, ging an den Verein "Eltern und Freunde für Inklusion e. V. Karlsruhe".

Der Verein "Eltern und Freunde für Inklusion e. V. Karlsruhe" setzt sich unter anderem für die gemein­sa­me Erziehung, Betreuung und Bildung von Kindern mit und ohne Beein­träch­ti­gung und Behin­de­rung ein. EFI will eine wohnort­nahe, flächen­de­ckende Inklusion von Menschen mit Behin­de­rung für ein gleich­be­rech­tig­tes, selbst­be­stimm­tes Leben. EFI hat viele Projekte für Kinder mit Behin­de­rung entwickelt, die aus eigenen Ideen und Bedürf­nis­sen heraus entstanden sind. Wie beispiels­weise "EFI tanzt!" "EFI tanzt!" ist ein Tanzkurs für junge Erwachsene ab 16 Jahren, abgestimmt auf die Bedürf­nisse von Menschen mit Behin­de­rung.

Preisübergabe an den Verein "Eltern und Freunde für Inklusion e. V. Karlsruhe"

Ein weiterer erster Preis, der mit einem Preisgeld in Höhe von 350 Euro ausge­stat­tet ist, ging an das Engagement von Frau Rothschink im Flücht­lings­pro­jekt "Unbe­glei­tete minder­jäh­rige Flücht­linge in der Regel­schu­le".

Das Flücht­lings­pro­jekt "Unbe­glei­tete minder­jäh­ri­ge Flücht­linge in der Regel­schu­le" will minder­jäh­ri­gen Flücht­lin­gen eine bessere Perspek­tive bieten, ihnen die Gesell­schaft näher bringen und ihnen eine Struktur geben. Die Flücht­linge werden direkt nach ihrer Ankunft in Deutsch­land von der Stadt Karlsruhe in Obhut genommen und in Koope­ra­tion mit der Elisabeth-Selbert-Schule, Karlsruhe, in zwei Klassen unter­rich­tet. Frau Rothschink ist Lehrerin einer dieser Klassen und hat für die Flücht­linge ein eigenes Unter­richts­kon­zept mit dem Titel "Orien­tie­rung in der Gesell­schaft" erarbeitet.

Preisübergabe an Frau Rothschink vom Flüchtlingsprojekt

Der zweite Preis, der mit einem Preisgeld in Höhe von 200 Euro ausge­stat­tet ist, ging an das Slow Mobil Karlsruhe.

Das Slow Mobil ist ein umgebauter Bauwagen in Form einer rollenden Küche. Er kommt jeweils zwei Wochen zu Kinder­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Grund­schu­len und vermittelt den Kindern Spaß am gemein­sa­men und gesunden Kochen und Essen. Gekocht wird immer saisonal und ausschließ­lich vegeta­risch. Zudem ist das Slow Mobil auch im Kinderteil der BNN mit verschie­de­nen Rezepten vertreten.

Preisübergabe an das Slow Mobil Karlsruhe

Der dritte Preis, der mit einem Preisgeld in Höhe von 100 Euro ausge­stat­tet ist, ging an den Förder­ver­ein für krebs­kranke Kinder e. V.

Der Förder­ver­ein für krebs­kranke Kinder unter­stützt Familien mit krebs­kran­ken Kindern während der akuten Kranken­haus­pha­sen und der Nachsorge. Er hilft auch Familien mit Kindern, die schwerst- oder chronisch­krank sind. Er hat ein breites Angebot: Seit 12 Jahren gibt es das Elternhaus. In dieswem Haus können die Eltern kostenfrei unter­kom­men und schlafen, wenn ihre Kinder einen Klini­k­auf­ent­halt haben. Seit Jahren wird die Betreuung von Geschwis­ter­kin­dern angeboten und ausgebaut. Weiterhin unter­stützt der Verein die Familien psychisch in Gesprächen und mit konkreten Hilfen.

Preisübergabe an den "Förderverein für krebskranke Kinder e. V."

Musikalische Untermalung der Preisverleihung

Nachdem der Chor "Cantus Juvenum" die Veran­stal­tung eröffnet hatte, begrüßte auch Hamne Aslandur, deutsch­spra­chi­ger Musli­me­kreis und Mitglied des Projekt­teams Kinder­freund­lich­keits­preis, die zahlrei­chen Gäste.

Hamne Aslandur

Bürger­meis­ter Martin Lenz stellte fest, dass es noch nie so viele Vorschläge wie in diesem Jahr gab und betonte: "Der Kinder­freund­lich­keits­preis ist eine tolle Sache und wird sicher viele Impulse für die Zukunft setzen".

Bürgermeister Martin Lenz

Danach stellte sich die Kinderjury vor, die aus zehn Kindern und Jugend­li­chen bestand im Alter zwischen 10 und 16 Jahren: Danae Antonatou, Haris Antonatou, Chantal Siegel, Franziska Hocewar, Azra Fidan, Eden Saba Michael, Simon Gissel, Hanin Jasmin, Delenn Dages, Aaron Gissel und berichtete von ihrer Arbeit und den 17 vorge­schla­ge­nen Projekten. Die Kinder und Jugend­li­chen hatten in einer unabhän­gi­gen Sitzung die Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger ausgewählt und gestal­te­ten die Veran­stal­tung maßgeblich mit.

Kinderfreundlichkeitspreis 2014: Die Kinderjurysitzung

Kinderfreundlichkeitspreis 2014: Die Kinderjury

Der Laudator, Klaus Pistorius, langjäh­ri­ger Geschäfts­füh­rer des Stadt­ju­gend­aus­schus­ses betonte, wie wichtig es sei, sich für Kinder einzu­set­zen und lobte das Engagement der Vorge­schla­ge­nen. Er betonte auch, dass jedes einzelne Projekt preis­wür­dig sei und die Vielfalt zeigt, was in Karlsruhe alles für die Kinder getan wird.

Laudator Klaus Pistorius

Der Höhepunkt der Veran­stal­tung war die Bekannt­gabe der Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger durch die Kinder und Jugend­li­chen der Kinderjury und die im Anschluss gemeinsam statt­fin­dende Preis­über­gabe mit Klaus Pistorius. Auch alle anderen vorge­schla­ge­nen Projekte verdienen Anerken­nung für ihr Engagement und wurden aus diesem Grund mit einer Anerken­nungs­ur­kunde gewürdigt.

Vielen Dank an dm für die finan­zi­elle Unter­stüt­zung.