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Karlsruhe: Kinderbüro

Kinderfreundlichkeitspreis 2011

Zum siebten Mal wurde am 13. Oktober 2011 der Karls­ru­her Kinder­freund­lich­keits­preis verliehen. Die Initia­to­rin des Preises, die Arbeits­ge­mein­schaft "Kinder in Karlsruhe" (KiK), möchte mit dem Preis besonderes kinder­freund­li­ches Engagement belohnen. In der feier­li­chen Preis­ver­lei­hung im Jubez am Kronen­platz wurden die folgenden Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger verkündet:

Laudatorin Yvette Melchien, Bürgermeister Martin Lenz, die Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Kinderjury (Foto: Roland Fränkle)

Laudatorin Yvette Melchien, Bürgermeister Martin Lenz, die Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Kinderjury (Foto: Roland Fränkle)


Der erste Preis, der mit einem Preisgeld von 600 Euro ausge­stat­tet ist, ging an die Eisbär-Apotheke Karlsruhe

Die Eisbär-Apotheke, unter der Leitung von Frau Bäumer, gibt es nun seit zwei Jahren und ist besonders auf die Bedürf­nisse von Kindern ausgelegt. Die Beratung und Aufklärung von Kindern und Erwach­se­nen ist Frau Bäumer, neben dem kritischen Umgang mit Medika­men­ten und der Berück­sich­ti­gung von Homöo­pa­thie, ein beson­de­res Anliegen. Des Weiteren bietet Frau Bäumer ehren­amt­lich verschie­dene Kurse an, bei denen sie u. a. Kinder­gär­ten und Schul­klas­sen bis zur 10. Klassen­stufe besucht. Themen dieser Kurse sind beispiels­weise: "Computer aus und raus", "sei schlau, nicht blau", "Pickel (k)ein Problem", sowie "Essstö­run­gen - wiegst du noch oder lebst du schon". Darüber hinaus engagiert sich Frau Bäumer in einer Jugend­voll­zugs­an­stalt. Die Apotheke ist außerdem Kinder­no­tin­sel und es wurde eine kleine Kinde­r­ecke einge­rich­tet.

Die Kinder waren der Meinung, dass es nicht selbst­ver­ständ­lich ist, sich außerhalb seines Berufes in diesem Maße für Kinder und Jugend­li­che einzu­set­zen Auch lobten sie Frau Bäumers Interesse an den Jugend­li­chen der Jugend­voll­zu­g­an­stalt.

Die Kinder waren sich einig, dass Frau Bäumer für ihr außer­or­dent­li­ches Engagement belohnt werden muss, denn sie zeigt anderen, dass es trotz eines zeitauf­wän­di­gen Jobs möglich ist, soziales Engagement zu zeigen.

Der zweite Preis, mit einer Ausstat­tung von 250 Euro, ging an den TeClub in Karlsruhe

Der TeClub ist ein Technik-Club für Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren. Dieser Club wurde 2009 vom Verband Südwest­me­tall ins Leben gerufen. Der TeClub bietet verschie­dene Aktionen und Ausflüge, rund ums Thema Technik an. Beispiele hierfür sind eine Lötaktion, die Besich­ti­gung einer Bäckerei oder der Besuch eines Radio­sen­ders. Es gibt keine festen und verbind­li­chen Treffen oder Termine. Die Kinder nehmen demnach immer nur nach Interesse, Zeit und Lust an den verschie­de­nen Aktionen teil. Ziel ist es, den Kindern Interesse an Technik zu vermitteln, technische Themen näher zu bringen und das Ganze in Verbindung mit einem hohen Unter­hal­tungs­wert anzubieten.

Das Projekt überzeugte die Kinder aufgrund des großen Bezuges zur späteren Arbeits­welt und der Unver­bind­lich­keit der Angebote.

Der dritte Preis, mit einer Ausstat­tung von 150 Euro ging an Herrn Gerolf Heberling

Herr Heberling suchte nach einer sinnvollen Beschäf­ti­gung für seinen Ruhestand. Besonders inter­es­siert war er an einer Förderung von Kindern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, denn er ist der Meinung, dass Schullauf­bah­nen und Berufs­kar­rie­ren nicht an Sprach­bar­rie­ren und Sprach­pro­ble­men scheitern dürfen. So kam er vor etwa zwei Jahren zu einem Projekt des Inter­na­tio­na­len Bundes. Seit dieser Zeit besucht er an zwei Nachmit­tagen in der Woche, für jeweils zwei Stunden, die Hardt­schule, um Kindern der ersten bis zur vierten Klasse bei den Hausauf­ga­ben sowie schuli­schen Fragen und Problemen zu helfen.

An der Tätigkeit gefiel den Kindern besonders, dass sich Herr Heberling für Kinder einsetzt, die Schwie­rig­kei­ten in der Schule haben, und diese auch ernst nimmt.

Nachdem die Musiker Tim Eden und Christian Steuber vom Badischen Konser­va­to­rium Karlsruhe die Veran­stal­tung eröffnet hatten, begrüßte Ursula Kunz, Mitglied des Sprecher­rats von KiK, die zahlrei­chen Gäste.

Bürger­meis­ter Martin Lenz würdigte in seinem Grußwort das facet­ten­rei­che Engagement der Karlsruher Bürger für Kinder- und Famili­en­freund­lich­keit.

Danach stellte die diesjäh­rige Kinderjury, die aus zehn Kindern und Jugend­li­chen bestand, die vorge­schla­ge­nen Personen und Projekte sowie ihre Arbeit vor. Die Kinder der Kinderjury hatten in einer unabhän­gi­gen Sitzung die Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger ausgewählt und gestal­te­ten die Veran­stal­tung maßgeblich mit.

Kinderfreundlichkeitspreis 2011: Kinderjurysitzung

Kinderfreundlichkeitspreis 2011: Kinderjurysitzung


Kinderfreundlichkeitspreis 2011: Die Kinderjury

Kinderfreundlichkeitspreis 2011: Die Kinderjury


Die Laudatio hielt in diesem Jahr die Stadträtin Yvette Melchien, die aufgrund ihres jungen Alters sehr passend eine Brücke zu den Kindern schlug. Sie betonte, dass Kinder­freund­lich­keit auch heute noch nicht selbst­ver­ständ­lich ist. Gerade deshalb ist es wichtig, das kinder­freund­li­che Engagement der Nominier­ten zu würdigen.

Den Höhepunkt der Veran­stal­tung bildete die Bekannt­ga­be der Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger durch die Kinder der Jury und die darauf folgende Preis­über­gabe durch Stadträtin Yvette Melchien. Aber auch alle anderen vorge­schla­ge­nen Projekte und Personen verdienen Anerken­nung für ihr Engagement und wurden daher mit einer Anner­ken­nungs­ur­kunde ausge­zeich­net.