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Karlsruhe: Kinderbüro

Kinderfreundlichkeitspreis 2009

Am 15. Oktober wurde bereits zum fünften Mal der Karls­ru­her Kinder­freund­lich­keits­preis verliehen. Die Initia­to­rin des Preises, die Arbeits­ge­mein­schaft "Kinder in Karls­ru­he" (KiK), lud in das Jubez am Kronen­platz ein, um in einer feier­li­chen Veran­stal­tung die Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger zu verkünden und zu ehren.

Ursula Kunz, Mitglied des Sprecher­rats von KiK, begrüßte die zahlrei­chen Gäste und stellte KiK und die Veran­stal­tung vor. Bürger­meis­ter Martin Lenz betonte in seinem Grußwort die Notwen­dig­keit des Engage­ments aller in Karlsruhe für Kinder- und Famili­en­freund­lich­keit: "Wir alle sind aufge­for­dert, uns dafür einzu­set­zen, dass Kinder und deren Familien in Karlsruhe gute Lebens­be­din­gun­gen vorfinden. Denn Kinder- und Famili­en­freund­lich­keit hat viele Facetten und bedeutet auch Zeit für Kinder, Frei- und Spielräume für Kinder und Toleranz gegenüber Kindern, um einige Beispiele zu nennen". Danach stellten zehn Karlsruher Kinder und Jugend­li­che, die die diesjäh­rige Kinderjury bildeten, die Vorschläge für den Preis vor. Der Kinder­freund­lich­keits­preis wird maßgeblich von den Kindern mitge­tra­gen, denn sie wählen unabhängig die Preis­trä­ger aus und gestalten das Programm mit. In ihrer Laudatio würdigte Stadträtin Dr. Dorothea Polle-Holl, die freund­li­cher­weise für die kurzfris­tig erkrankte Regie­rungs­prä­si­den­tin a. D. Gerlinde Hämmerle einge­sprun­gen ist, alle vorge­schla­ge­nen Bewerber um den Kinder­freund­lich­keits­preis für ihr Engagement. In ihrer Rede ging sie auch auf die Notwen­dig­keit der stärkeren Betei­li­gung von Kindern an den sie betref­fen­den Planungs- und Entscheid­spro­zes­sen ein. Das Programm wurde musika­lisch von Schülern des Badischen Konser­va­to­ri­ums umrahmt.

Den Höhepunkt bildete die Bekannt­gabe der Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger durch die Kinder der Jury und die Preis­über­gabe durch Frau Dr. Polle-Holl:

1. Preis Projekt Alt & Jung - Hand in Hand
(ausge­stat­tet mit einem Preisgeld von 550 Euro)

Seit 1996 engagieren sich mehr als 150 Senio­rin­nen und Senioren für mehr als 250 Kinder und ihre Familien in dem Projekt, das Sibylle van Schoor für Karlsruhe ins Leben gerufen hat. Sie entlasten und unter­stüt­zen mit ihrem Engagement Familien, überbrücken Notsi­tua­tio­nen und schaffen Raum für ein wenig "Luft holen" bei Eltern und allein erzie­hen­den Familien. Auch die Wunsch-Großeltern erfreuen sich an der Sponta­nei­tät und Herzlich­keit der Kinder; die Freude und der Spaß mit den Kindern halten sie fit. Die "Leihomas und Leihopas" bieten wöchent­li­che Treffs in den Stadt­tei­len an oder werden direkt mit Familien in Kontakt gebracht.
Die Kinderjury war sich einig, dass es in diesem Projekt nur Gewinner gibt.

2. Preis Klinik­clown "Dodo"
(ausge­stat­tet mit einem Preisgeld von 250 Euro)

Seit 2002 ist der Klinik­clown Dodo, Gert Oettinger, unterwegs, um Kindern in der Kinder­kli­nik Karlsruhe den Aufenthalt im Kranken­haus zu erleich­tern und ein wenig kindge­rech­ter zu gestalten. Seine Aktion verfolgt die Absicht, Kinder, die so krank sind, dass sie stationär ins Kranken­haus müssen, wieder in die Kinderwelt, aus der sie gefallen sind, zurück­zu­füh­ren. Insbe­son­dere chronisch kranke Kinder können seinen Besuch kaum erwarten. Dodo kommt zweimal die Woche in das Klinikum, ist auf allen Stationen tätig und wird über das ehren­amt­li­che Engagement des Vereins "Sonnen­schein" finanziert. Der direkte Kontakt des Klinik­clowns auf gleicher Ebene mit sehr bedürf­ti­gen Kindern gab der Kinderjury den Ausschlag für die Vergabe des zweiten Platzes.

3. Preis Projekt "Natur­klas­sen­zim­mer" des Schwarz­wald­ver­eins Wetters­bach e.V.
(ausge­stat­tet mit einem Preisgeld von 200 Euro)

Die Natur­schutz­war­tin Ilse-Marie Kunze vom Schwarz­wald­ver­ein Wetters­bach e. V. initiierte im Frühjahr 2004 in Zusam­men­ar­beit mit den Wetters­ba­cher Schulen das Projekt "Natur­klas­sen­zim­mer", welches in einem Landschafts­schutz­ge­biet zwischen zwei Ortsteilen liegt. Von Anfang an arbeiteten Schüler aller Jahrgangs­stu­fen der ortsan­säs­si­gen Schulen begeistert bei der Einrich­tung mit. Auch eine Gruppe behin­der­ter Schüler hat mitge­hol­fen. Die Lehrkräfte der Schulen, Frau Kunze und ein selbst­stän­di­ger Diplom-Biologe erteilen den Schüle­rin­nen und Schüler klassen­weise Unterricht in der Natur. Die Unter­richts­ge­stal­tung soll haupt­säch­lich dazu beitragen, dass die Schüler eine persön­li­che Beziehung zur Natur aufbauen können.
An dem rein ehren­amt­lich durch­ge­führ­ten Projekt gefiel der Kinderjury besonders die unmit­tel­bare Natur­er­fah­rung für Stadt­kin­der.

Alle vorge­schla­ge­nen Projekte verdienen Anerken­nung für ihr Engagement für Kinder in Karlsruhe und den Vertre­te­rin­nen und Vertretern aller weiteren betei­lig­ten Projekte wurde eine Anerken­nungs­ur­kunde überreicht.

Jan Prax und Lukas Lohner vom Badischen KONSer­va­to­rium

Ursula Kunz, Mitglied des Sprecher­rats von KiK

Bürger­meis­ter Martin Lenz

Dr. Dorothea Polle-Holl

Die Kinder und Jugend­li­chen der Kinderjury

Die Gäste des Kinder­freund­lich­keits­prei­ses

Die Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger