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Karlsruhe: Kinderbüro

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

 
1. Angebote und Gesuche
Durch die Erstellung eines ­An­ge­bots (Baby­sit­ter) oder Gesuchs (Eltern) wird das jewei­li­ge ­An­lie­gen konkre­ti­siert. Babysit­te­rin­nen und Babysitter teilen mit, wann sie zur Verfügung stehen und Eltern können ent­spre­chend ihren Betreu­ungs­be­darf formu­lie­ren.
Wichtig: Nur mit öffent­li­chem ­An­ge­bot/ Gesuch sind Sie für andere Teilneh­mende sichtbar! Wenn Sie aktuell suchen, veröf­fent­li­chen Sie daher immer mindes­tens ein Angebot/­Ge­such. Wenn Sie einen Babysit­ter/ eine ­Ba­by­sit­ter­stelle gefunden haben und somit auch keine Anfra­gen ­mehr wünschen, stellen Sie Ihr Angebot/­Ge­such einfach auf "nicht öf­fent­lich".
Alle Angebo­te/­Ge­su­che von an­de­ren Teilneh­me­rin­nen und Teilneh­mern finden Sie auf der Start­seite. Wenn Sie die Angebo­te/­Ge­su­che nach Stadt­teil un­d/o­der Wochentag filtern möchten, gehen Sie bitte auf "Alle ­an­zei­gen" oder in der linken Spalte auf "Gesuche" oder "­An­ge­bo­te".
2. Bezahlung
Die Höhe der Bezahlung wird in­di­vi­du­ell zwischen Eltern und Betreu­ungs­per­son vereinbart. Hierbei sollten Alter, Erfahrung und Quali­fi­ka­tion des Ba­by­sit­ten­den berück­sich­tigt werden. Weitere Kriterien sind An­zahl und Alter der Kinder und die Art der Betreuung (Schla­fen ­die Kinder oder sind sie wach?).
3. Aufsichts­pflicht
Eltern sind kraft Geset­zes auf­sichts­pflich­tig gegenüber ihren Kindern. Sie haben dafür ­Sorge zu tragen, dass ihr Kind sich und andere nicht schädig­t o­der durch andere geschädigt wird. Neben dieser gesetz­li­chen Auf­sichts­pflicht gibt es auch eine vertrag­li­che Auf­sichts­pflicht, welche beim Babysit­ting greift. Die Eltern des zu betreu­en­den Kindes können hier durch einen Vertrag, der schrift­lich, mündlich oder still­schwei­gend geschlos­sen werden ­kann, die Aufsichts­pflicht vorüber­ge­hend an die Betreu­ungs­per­son ­über­tra­gen. Der Umfang der Aufsichts­pflicht richtet sich unter an­de­rem nach Alter und Entwick­lungs­stand des zu betreu­en­den Kin­des.
Weitere Infor­ma­tio­nen hierzu un­ter:
www.jugend­recht.wordpress.com
4. Was bei minder­jäh­ri­gen Babysit­te­rin­nen und Ba­by­sit­tern beachtet werden sollte
Jugend­li­che Betreu­ungs­per­so­nen ­be­nö­ti­gen die Einwil­li­gung einer perso­nen­sor­ge­be­rech­tig­ten ­Per­son (in der Regel ist das ein Eltern­teil), um babysitten zu dürfen und somit die Aufsichts­pflicht für ein oder mehre­re Kin­der rechts­wirk­sam übernehmen zu können. Die Einwil­li­gung ­sollte in Schrift­form vorliegen. Den Eltern des zu betreu­en­den Kin­des empfehlen wir, sich diese vorab vorlegen zu lassen.
Eltern von minder­jäh­ri­gen ­Be­treu­ungs­per­so­nen sollten ihre Kinder möglichst persönlich zum ersten Termin begleiten, um die zukünf­ti­gen Arbeit­ge­ben­den sowie ­de­ren Wohnumfeld kurz kennen­zu­ler­nen und eventuelle Abspra­chen tref­fen zu können. Zudem sollten sie stets für einen siche­ren Hin- und Rückweg ihres Kindes Sorge tragen und sich regel­mä­ßig ­über den Verlauf der Tätigkeit infor­mie­ren lassen.
Laut Jugend­ar­beits­schutz­ge­setz ­dür­fen Jugend­li­che ab 15 Jahren, die nicht mehr der Voll­zeit­schul­pflicht unter­lie­gen in der Zeit von 6 bis 20 Uhr für höchstens acht Stunden beschäf­tigt werden. Jugend­li­che, die voll­zeit­schul­pflich­tig sind, gelten ungeachtet ihres Alters vor dem Gesetz als Kinder. Sie dürfen in der Zeit von 8 - 18 Uhr für höchs­tens zwei Stunden leichte Tätig­kei­ten (Baby­sit­ting zählt da­zu) ausüben und benötigen dazu zwingend die Einwil­li­gung einer ­per­so­nen­sor­ge­be­rech­tig­ten Person.
Das Jugend­ar­beits­schutz­ge­setz ­fin­den Sie unter:
www.gesetze-im-internet.de
(Inter­essant im Bezug auf Ba­by­sit­ting sind insbe­son­dere die Seiten 4 bis 10.)
5. Hinweise zum Versi­che­rungs­schutz
Babysit­te­rin­nen und Babysit­ter ­soll­ten im Vorhinein abklären, ob ihre Haftpflicht­ver­si­che­rung das Babysit­ting mit einschließt. Sollte dies nicht der Fall sein, ist es ratsam, eine erweiterte Haftpflicht für "Betreu­ung im Auftrag" abzuschlie­ßen. Minder­jäh­rige Betreu­ungs­per­so­nen ­klä­ren dies entspre­chend über ihre Perso­nen­sor­ge­be­rech­tig­ten ab.
Babysit­te­rin­nen und Babysit­ter ­sind gering­fü­gig Beschäf­tigte in Privat­haus­hal­ten und müssen da­her vom Arbeit­ge­ben­den bei der Minijob­zen­trale angemel­det wer­den. Der Babysit­tende ist damit über die Minijob­zen­tra­le ­so­zial- und unfall­ver­si­chert.
Nähere Infor­ma­tio­nen unter: https://www.minijob-zentrale.de/DE/00_ho­me/node.html
6. Tipps zur Einge­wöh­nung und für die Absprache zwischen ­El­tern und Betreu­ungs­per­son:
  • Eltern und Betreu­ungs­per­son sollten sich vorab treffen und die Rahmen­be­din­gun­gen der Zusam­men­ar­beit klären. Zudem sollten ­sich Kind und Betreu­ungs­per­son zunächst im Beisein der Eltern in Ruhe kennen­ler­nen. Wie lange ein Kind braucht, um sich an die Be­treu­ungs­per­son zu gewöhnen, hängt sowohl von indivi­du­el­len Fak­to­ren, als auch von Alter/Le­ben­s­phase des Kindes ab. Je nach dem, können mehrere gemeinsame Termine nötig sein, bevor man das Kind mit dem Babysit­ten­den alleine lassen kann. Eltern kennen ihr Kind da am Besten und sollten auf Ihre Intuition vertrau­en!
  • Beim ersten Betreu­ungs­ter­min ohne Eltern ist es ratsam, dass ­Ba­by­sit­tende und Kind im Beisein der Eltern genügend Zeit haben, sich anzunähern. Sobald sich das Kind bei der Betreu­ungs­per­son ­si­cher fühlt, können sich die Eltern langsam zurück­zie­hen und schließ­lich verab­schie­den. Die Zeit mit den Eltern kann dann von Termin zu Termin schritt­weise reduziert werden. Der oder die Ba­by­sit­tende sollte jedoch mindestens fünfzehn Minuten vor dem ge­plan­ten Weggang der Eltern da sein, damit genügend Zeit für e­ven­tu­elle Absprachen bleibt.
  • Eltern sollten die Betreu­ungs­per­son über Regeln und Verbote, die das Kind betreffen, infor­mie­ren und je nach Alter des Kindes auch diesem zu verstehen geben, dass selbige ebenso in der Sit­ting­zeit gelten
  • Babysit­te­rin­nen und Babysitter sollten zudem über die üb­li­chen Rituale, z.B. beim Zubett­ge­hen, Essen, Wickeln usw., unter­rich­tet werde
  • Ferner ist es wichtig, die genauen Aufgaben der Be­treu­ungs­per­son abzuspre­chen und dement­spre­chend gewis­se Um­gangs­vor­ga­ben zum Beispiel hinsicht­lich der Ernährung oder der Ein­nahme von Medika­men­ten mitzu­tei­len
  • Wenn sich Eltern und Betreu­ungs­per­so­nen hinsicht­lich der grund­sätz­li­chen Bedin­gun­gen der Zusam­men­ar­beit nicht einigen ­kön­nen, oder eine der Parteien sich nicht an die getrof­fe­nen ­Ver­ein­ba­run­gen hält, ist es ratsam, die Zusam­men­ar­beit nochmals zu überdenken und evtl. eine andere Lösung zu suchen.
7. Immer Kontakt­da­ten für Fragen oder den Notfall hin­ter­las­sen!
Die Eltern sollten der Be­treu­ungs­per­son eine Liste mit Kontakt­da­ten für Notfälle oder Fra­gen bezüglich der Betreuung hinter­le­gen. Wichtig sind hier die Kontakt­da­ten der Eltern selbst (beruflich und privat) und an­de­rer möglicher Ansprech­part­ner (Groß­el­tern, Tante/On­kel, Freunde der Familie etc.) sowie bei Notfällen die des be­han­deln­den Kinder­arz­tes sowie Rettungs­dienst/Not­arzt (19 222), Polizei (110) und Feuerwehr (112).
8. Babysit­ter­kurse
In Karlsruhe werden von der Volks­hoch­schule, dem Deutschen Roten Kreuz sowie dem Deutschen Kin­der­schutz­bund regelmäßig Babysit­ter­kurse angeboten. Das Rote Kreuz bietet ergänzend dazu noch eine Babysit­ter­ver­mitt­lung an. Nähere Infor­ma­tio­nen unter:
  1. www.drk-karlsruhe.de
  2. grecz­ko@vhs-karlsruhe.de / 0721-9857529
  3. www.kinder­schutz­bund-karlsruhe.de