Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Frühe Hilfen

Kurz-Konzeption

A Struktur

Die Beratungs­stelle Frühe Hilfen ist ein Angebot der Stadt­ ­Karls­ruhe, angesie­delt bei der Haupt­ab­tei­lung Beratung in den Psy­cho­lo­gi­schen Fachdiens­ten der Stadt. Sie ergänzt das Angebot ­der Psycho­lo­gi­schen Beratungs­stelle um eine fachlich qua­li­fi­zierte Beratung für Eltern mit Babys und Klein­kin­dern bis zwei Jahre.
Die Beratungs­stelle Frühe Hilfen arbeitet dabei sowohl mit of­fe­nem Zugang für alle Ratsu­chen­den, als auch aufsuchend für be­son­ders belastete Klien­tIn­nen.

Außerdem ist die Beratungs­stelle Teil der Frühen Präven­tion ­Karls­ruhe und damit in deren Vernet­zungs- und Teamstruk­tur ein­ge­bun­den.

Die Mitar­bei­te­rin­nen der Beratungs­stelle Frühe Hilfen sind, z.Zt. zwei Diplom-Psycho­lo­gin­nen und eine Diplom-Pädagogin - alle in Teilzeit. Insgesamt beträgt der Stelle­n­um­fang 1,85 %.

B Arbeits­fel­der

1. Beratung

Einzel­be­ra­tung

Es besteht ein freier Zugang für alle Familien mit Kindern bis 2 Jahre, die im Stadt­ge­biet Karlsruhe leben. Darüber hinaus werden K­li­en­tIn­nen über den Sozialen Dienst und andere Beratungs­stel­len / Fachdienste und über Kinderäz­tIn­nen und Hebammen sowie die an­de­ren Beratungs­fel­der der Frühen Prävention vermittelt.
Die Beratung findet in den Räumen der Beratungs­stelle, zu Hause in den Familien oder in anderen Einrich­tun­gen statt.

Indi­ka­tio­nen für eine Einzel­be­ra­tung sind:

  • Regula­ti­ons­stö­run­gen im Säuglings- und Klein­kin­dal­ter mit fol­gen­den Manifes­ta­tio­nen:
    • chronische Unruhe / exzessives Schreien
    • Schlaf­stö­run­gen
    • Fütter- und Essstö­run­gen
    • exzessives Klammern und andere Verhal­tenspro­ble­me
  • Allgemeine Überfor­de­rung oder fehlende Sicherheit der Eltern im Umgang mit dem Säugling sowie Fragen zur Be- und Erziehung
  • Bindungs­auf­fäl­lig­kei­ten, mangelnde Feinfüh­lig­keit der Eltern, Bezie­hungs­schwie­rig­kei­ten mit dem Kind aufgrun­d ­psy­chi­scher Erkrankung oder Belastung und aufgrun­d ­psy­cho­so­zia­ler Problem­la­gen der Eltern / eines Eltern­teils

Beratung im Startpunkt Elterncafé

Um einen Zugang möglichst vieler Familien zu gewähr­leis­ten, werden die Startpunkt-Eltern­cafés im Rahmen der Frühen Prä­ven­tion vier mal im Jahr besucht. Dort steht die Berate­rin ­für einzelne Fragen zur Verfügung und kann bei Bedarf auch The­men für alle Besuche­rin­nen vorstellen (z.B. Schlafen).

Beratung in verschie­de­nen Gruppen und Treff­punk­ten

Stehen in Volks­hoch­schul­kur­sen, PEKIP- oder Krabbel-Gruppen The­men bei den Besuche­rin­nen an, die eine Beratung bei der Be­ra­tungs­stelle Frühe Hilfen nahe legen, können Termine in der Gruppe vereinbart werden, in deren Rahmen die Beraterin zu einem ­be­stimm­ten Thema referiert und auf einzelne Fragen eingeht. Gege­be­nen­falls können sich Einzel­be­ra­tungs­ter­mine anschlie­ßen.

2. Vernetzung und Koope­ra­tion

Die Beratungs­stelle Frühe Hilfen ist angeglie­dert an die Ver­net­zungs­struk­tu­ren der Psycho­lo­gi­schen Fachdienste und der Frühen Prävention:

  • Teilnahme am Arbeits­kreis "Fühl mal!" und an den an­ge­schlos­se­nen Vernet­zungs­tref­fen
  • Zugehö­rig­keit zur Lenkungs­gruppe und zum Netzwerk Frühe Prä­ven­tion
  • Zugehö­rig­keit zum Team der beratend Tätigen in der Frühen Prä­ven­tion (Koope­ra­tion mit Fachteam Frühe Kindheit und Fa­mi­li­en­heb­am­men)
  • Teilnahme an weiteren projekt­be­zo­ge­nen Arbeits­grup­pen im Rahmen der Frühen Prävention und der städti­schen Haupt­ab­tei­lung ­Be­ra­tung (zum Beispiel Schul­ter­schluss Sucht-Jugend­hilfe, AK psy­chisch kranke Eltern)

3. Beratung und Fortbil­dung von Fach­leu­ten

Im Rahmen der Frühen Prävention berät die Beratungs­stelle Frühe Hil­fen bei Bedarf fallbe­zo­gen oder fallüber­grei­fend einzel­ne ­Kol­le­gIn­nen vom Sozialen Dienst, dem Pflege­kin­der­dienst, der So­zi­al­päd­ago­gi­schen Famili­en­hilfe, Famili­en­heb­am­men oder vom Fach­team Frühe Kindheit.
Bei Bedarf werden für diese Fachgrup­pen auch Fortbil­dun­gen zu Themen der Frühen Hilfen auf der Basis der Fachlichen Grund­la­gen ­der Frühen Prävention angeboten.
Des weiteren werden Fortbil­dun­gen für Erzie­he­rIn­nen und Un­ter­richts­ein­hei­ten in der Hebam­men­schule angeboten.

C Fachliche Konzepte

Grund­la­gen für die fachliche Arbeit der Beratungs­stelle Frühe Hil­fen sind

  • syste­mi­sche Beratungs­kon­zep­te
  • die Bindungs­theo­rie und die Fachlichen Grundlagen der Frühen Prä­ven­tion, wie sie in Karlsruhe erarbeitet und publi­zier­t wur­den
  • das Konzept der integra­ti­ven ­El­tern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung (M.Papouŝek, München).

D Quali­täts­si­che­rung

  • regel­mä­ßi­gen Fallre­fle­xion im Team und Inter­vi­si­ons­grup­pen
  • Dokumen­ta­tion der Fälle
  • Statis­ti­sche Erfassung der Fälle, jährliche Auswertung der Sta­tis­tik im Rahmen der Frühen Präven­tion
  • Falls­pe­zi­fi­sche Vernet­zung
  • Regel­mä­ßige Mitar­bei­te­rin­nen­ge­sprä­che
  • Teilnahme an Fortbil­dun­gen im Bereich Frühe Kindheit und im Bereich Beratung

 

Weiterführende Informationen