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Karlsruhe: Büro für Integration

Integrationskurse

Seit dem 1. Januar 2005 gilt das neue
Zuwan­de­rungs­ge­setz,

das die Integra­tion von bleibe­be­rech­tig­ten Migran­tin­nen und Mi­gran­ten in das wirtschaft­li­che, kulturelle und ge­sell­schaft­li­che Leben in Deutsch­land fördert:

  • Neuzu­ge­wan­derte haben einen Anspruch auf einmalige Teilnah­me an einem Integra­ti­ons­kurs,
  • Personen, die bereits längere Zeit hier leben sowie Eu-Bürger können ebenfalls, im Rahmen verfüg­ba­rer Plätze, zu den Kursen zugelassen werden,
  • auch Deutsche Staats­an­ge­hö­rige können, im Rahmen verfüg­ba­rer ­Kur­splätze, zur Teilnahme zugelassen werden, wenn sie nicht über aus­rei­chende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen und in be­son­de­rer Weise integra­ti­ons­be­dürf­tig sind.

Das Büro für Integra­tion koordi­niert die Integra­ti­ons­kurse in Karls­ruhe und ist Ansprech­part­ne­rin in allen damit ­zu­sam­men­hän­gen­den Fragen.

Falls Sie eine persön­li­che Beratung wünschen, wird um Ter­min­ver­ein­ba­rung gebeten:

Telefon: 0721 133-5727 (E-Mail: zebefi1@sjb.karlsruhe.de) oder

0721 133-5779 (E-Mail: zebefi2@sjb.karlsruhe.de)

 

Zentrale Beratung für Integrationskurse

Liste der Kurse und Kursträger in Karlsruhe

Integrationskurse Dezember 2017 (PDF, 210 KB)


Faltblatt Integrationskurse


Publikationen

des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

 

Häufig gestellte Fragen und Antworten zu den Integra­ti­ons­kur­sen


Wie können Sie an einem Integra­ti­ons­kur­s ­teil­neh­men?

Neuzu­ge­wan­derte
haben einen Anspruch auf einen Integra­ti­ons­kurs.
Ausnahme bilden die EU-Bürger, die eine Zulas­sungs­mög­lich­keit (­siehe unten) haben.

Die Auslän­der­be­hörde prüft bei Erteilung der ersten ­Auf­ent­halts­er­laub­nis die Notwen­dig­keit eines Integra­ti­ons­kur­ses und stellt eine Berech­ti­gung oder Verpflich­tung zu einem In­te­gra­ti­ons­kurs aus.
Der Berech­tig­te/­Ver­pflich­tete kann sich hiernach selbst für einen Integra­ti­ons­kurs­trä­ger entschei­den und dort den In­te­gra­ti­ons­kurs beginnen.

Neuzu­ge­wan­derte Spätaus­sied­ler

erhalten falls keine ausrei­chen­den Deutsch­kennt­nisse vorliegen- bei der Einreise vom Bundes­ver­wal­tungs­amt in Friedland einen ­Be­rech­ti­gungs­schein zum Besuch eines Integra­ti­ons­kur­ses, mit dem sie sich direkt an einen der Sprach­kurs­trä­ger wenden ­kön­nen.

Personen, die bereits länger (vor dem 1. Januar 2005) hier leben, EU-Bürger sowie Deutsche mit nicht ausrei­chen­den Kennt­nis­sen der deutschen Sprache und beson­de­rem In­te­gra­ti­ons­be­darf

können im Rahmen verfüg­ba­rer Plätze eine Zulassung zu einem In­te­gra­ti­ons­kurs beantragen beim:

Struktur und Umfang der Integra­ti­ons­kurse

Die Integra­ti­ons­kurse umfassen insgesamt 700 Stunden Un­ter­richt.
Der 600 Stunden umfassende Sprach­kurs­teil des Kurses ist in sechs Module von 100 Stunden aufgeteilt.
Es folgt der Orien­tie­rungs­kurs mit 100 Stunden, in dem eine Ein­füh­rung in Kultur, Rechts­ord­nung und die Geschichte von Deutsch­land gegeben wird.

Bei Bedarf können Integra­ti­ons­kurse für spezielle Zielgrup­pen vor­ge­hal­ten werden, die bis zu 900 Stunden im Sprach­kurs­teil und 100 Stunden im Orien­tie­rungs­kurs enthal­ten (z. B.: Jugend-, Frauen-/Eltern­kurse oder auch Förder­kurse für Per­so­nen, die einen besondern sprach­päd­ago­gi­schen Förder­be­dar­f ha­ben).

Für Zuwan­de­rin­nen und Zuwanderer, die noch nicht (ausrei­chen­d) al­pha­be­ti­siert sind, werden 300 Stunden Alpha­be­ti­sie­rungs­kur­s vor den jeweiligen Integra­ti­ons­kurs vorge­schal­tet.

Am Ende des Kurses steht ab 1. Juli 2009 die skalierte Prüfung "­Deutsch­test für Zuwan­de­rer" (DTZ), bisher Zerti­fi­kat ­Deutsch/B1, nach dem gemein­sa­men europäi­schen Re­fe­renz­rah­men.

Falls der Zuwanderer beim DTZ das Niveau B1 nicht erreicht bzw., aufgrund unzurei­chen­der Kenntnisse, nicht zur Prüfung zugelas­sen wer­den kann, kann ein Antrag auf Wieder­ho­lungs­kurs (300 ­Stun­den), über den Kursträger, beim Bundesamt für Migration und Flücht­linge gestellt werden.

Müssen die gesamten 600/900 Stunden Sprach­kur­s ab­sol­viert werden, falls ich sprach­li­che Vorkennt­nis­se ha­be?

Vom Kursträger wird vor Kursbeginn ein Einstu­fungs­test ­durch­ge­führt, um einen optimalen Kursein­stieg für den Teil­neh­men­den zu gewähr­leis­ten.

Falls der Kursteil­neh­mende aufgrund des Tester­geb­nis­ses nicht in Modul 1 sondern in einem weiter­füh­ren­den Modul startet, bleib­t ­den­noch der Gesamt­an­spruch von 600/900 Stunden Sprachkurs bis zum Ablegen des DTZ erhalten, so dass bei Bedarf z. B. auch ein Modul wiederholt werden kann.

Was kostet der Integra­ti­ons­kurs?

Ab dem 1. Juli 2016 beträgt der Kosten­bei­trag der Teil­neh­mer/­Teil­neh­me­rin­nen für eine Unter­richts­ein­heit im In­te­gra­ti­ons­kurs 1,95 Euro pro Unter­richts­stunde.

Für Spätaus­sied­ler und deren Famili­en­an­ge­hö­rige nach §7 Abs. 2 Satz 1 Bundes­ver­trie­be­nen­ge­setz entfällt die Teilnah­me­ge­bühr.

Wie wird die Kursgebühr fällig?

Die Kursgebühr wird jeweils vor Kursbeginn des jeweiligen Moduls ­di­rekt beim Kursträger fällig.

Sprach­mo­dul (100 Unter­richts­ein­hei­ten) kosten jeweils 195,00 €.

Orien­tie­rungs­kurs (100 Unter­richts­ein­hei­ten) kosten 195,00 €.

Gibt es Möglich­kei­ten der Kosten­be­frei­ung?

Bezie­hende von Arbeits­lo­sen­geld II und Sozial­hilfe können sich auf Antrag vom Kosten­bei­trag befreien lassen.

In besonders gelagerten Härte­fäl­len entschei­det das Bundes­am­t ­für Migration und Flücht­linge auf Antrag über eine ­Kos­ten­be­frei­ung. Der Antrag ist formlos unter Beifügung der Nach­weise beim Bundesamt für Migration und Flücht­linge zu stellen.

Welche Träger führen in Karlsruhe derzeit In­te­gra­ti­ons­kurse durch?

Siehe jeweils aktuelle Kursliste in der rechten Randspalte oben (Je­den Monat aktuell).

Ich habe Kinder und möchte einen Integra­ti­ons­kur­s ­be­su­chen.
Welche Möglich­kei­ten der Kinder­be­treu­ung gibt es in Karls­ru­he?

  • Falls Sie kurzfris­ti­ger eine Betreuung für Ihr Kind ­be­nö­ti­gen, besteht die Möglich­keit, über den Pflege­kin­der­dienst ­der Stadt Karlsruhe eine Tages­pfle­ge­per­son für die Kurszeit zu ver­mit­teln.
    Ansprech­part­ner nach Wohnsitz
    Kinder in Tages­pflege

Wo erhalte ich Antrags­for­mu­la­re?

Anträge auf Zulassung zu einem Integra­ti­ons­kurs sowie Anträ­ge auf Kosten­be­frei­ung erhalten Sie bei den Sprach­kurs­trä­gern, im Büro für Integra­tion oder direkt als Download beim Bundesamt für Mi­gra­tion und Flücht­linge,

Gibt es weitere Beratungs- und Be­glei­tungs­an­ge­bo­te?

Die Migra­ti­on­be­ra­tungs­stel­len für Erwachsene (MBE) und der Ju­gend­mi­gra­ti­ons­dienst (JMD) bieten Beratung und Begleitung für Neu­zu­ge­wan­derte in den ersten drei Jahren des Aufent­halts in Deutsch­land in allen Fragen der Integra­tion.
Das Beratungs­an­ge­bot kann in Krisen­si­tua­tio­nen auch von Aus­län­dern und Spätaus­sied­lern genutzt werden, die bereits län­ger als 3 Jahre hier leben.

MBE-Beratungsstellen (Stand: Juni 2015) (PDF, 77 KB)


Gibt es neben den Integra­ti­ons­kur­sen weitere Kursan­ge­bote in Karlsruhe?

Es gibt in Karlsruhe verschie­dene Angebote an Deutsch­kur­sen, Gesprächs­krei­sen und weiter­füh­ren­den Angeboten.

Diese "Karls­ru­her Kurse" haben zum Ziel, die bundes­wei­ten Integra­ti­ons­kurse auf lokaler Ebene, d. h. für Karlsruhe, zu ergänzen und den Zuwan­de­rin­nen und Zuwan­de­rern hierdurch die Integra­tion und das Einleben in Karlsruhe zu erleich­tern.
Infor­ma­tio­nen und Beratung zu den Angeboten erhalten Sie beim:

  • Sozial- und Jugend­be­hörde
    Büro für Integra­tion
    Telefon: 0721 133-5777