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Karlsruhe: AllerleiRauh

Information für Erwachsene über Prävention

Weiterführende Informationen

 

Wie können Eltern und pädagogische Fachkräfte Kinder vor sexueller Gewalt schützen?

Für viele Eltern und pädago­gi­sche Fachkräfte ist es ein dringender Wunsch, Kinder vor sexuellen Übergrif­fen zu schützen, indem sie wirksame vorbeu­gende Maßnahmen ergreifen.

Wichtig: Der beste Schutz besteht nicht darin, ein Kind lückenlos zu beauf­sich­ti­gen, sondern in der Förderung seiner Selbst­stän­dig­keit und seiner Fähigkeit, heikle Situa­tio­nen eigen­stän­dig zu meistern und sich bei Bedarf Hilfe zu holen. Dieses Ziel lässt sich am besten erreichen durch eine Erzie­hungs­hal­tung, die Kinder stärkt und damit sexueller Gewalt vorbeugt. Spezielle Präven­ti­ons­pro­gramme für Kinder sind eher eine zusätz­li­che Anrei­che­rung und Anregung, als dass sie den Schutz vor sexueller Gewalt alleine garan­tie­ren könnten.

Im alltäg­li­chen Umgang mit einem Kind eröffnen sich durch das pädago­gi­sche Handeln viele Möglich­kei­ten sexueller Gewalt vorzu­beu­gen. Von besonderer Wichtig­keit ist es, Kindern zu vermitteln, dass sie ein Recht auf körper­li­che Selbst­be­stim­mung haben. Dies geschieht, indem im Alltag die persön­li­chen und körper­li­chen Grenzen von Kindern respek­tiert werden und ihnen erlaubt wird, sich gegen unerwünschte Berüh­run­gen abzugren­zen.

Begegnen die Eltern dem Kind aufmerksam, inter­es­siert und zugewandt, trägt dies auch zur Prävention bei: die Vertrau­ens­be­zie­hung zwischen Eltern und Kind wird gefestigt und das kindliche Selbst­be­wusst­sein gestärkt. Gehen Erwachsene im Alltag achtsam und respekt­voll mit kindli­chen Gefühlen um, fördert das die kindliche Intuition. Diese Intuition hilft den Kindern dann wiederum dabei, schwie­ri­ge Situa­tio­nen richtig einzu­schät­zen.

Eine Sexual­er­zie­hung, die die Neugier des Kindes befrie­digt und ihm zu einer Sprache verhilft, mit der es sexuelle Vorgänge benennen kann, ist ebenfalls hilfreich. Auch die sachliche, alters­ge­mäße Infor­ma­tion über die Gefähr­dung durch sexuelle Gewalt und die Möglich­kei­ten sich dagegen zu wehren und Hilfe zu holen, ist ein wichtiges Element wirkungs­vol­ler Prävention.