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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Hilfe zur Pflege

Ambulante (einschl. Haushalts­hil­­­­fe) und statio­näre Hilfe zur Pflege

Kontakt

 

Bedarf

Wenn Sie aufgrund einer körper­li­chen, geistigen oder seeli­schen Er­kran­kung oder Behin­de­rung Hilfe bei den Verrich­tun­gen des täg­li­chen Lebens (z. B. Körper­pflege, Ernährung, Ankleiden, Haus­halts­füh­rung) benötigen, haben Sie unter Umständen Anspruch auf Hilfe zur Pflege oder Haushalts­hilfe.

Die Hilfe zur Pflege wird bei Personen, die gesetz­lich pfle­ge­ver­si­chert sind, ergänzend zu den Leistungen der ge­setz­li­chen Pflege­ver­si­che­rung gewährt, das bedeutet, es können nur Kosten übernommen werden, die durch die gesetz­li­che Pfle­ge­ver­si­che­rung nicht gedeckt sind.
Wenn Sie pflege­ver­si­chert sind, wenden Sie sich bitte zunächst an die Pflege­kasse Ihrer Kranken­kasse, da die dorti­gen ­Leis­tun­gen der Sozial­hilfe vorgehen.
Wenn Sie nicht pflege­ver­si­chert sind, werden die Pflege­kos­ten vom Sozialamt übernommen.

Ob und in welcher Höhe ein Leistungs­an­spruch besteht, wird in­di­vi­du­ell geprüft und hängt von Ihrem Einkommen und Vermö­gen ab.

Dabei gilt für den Einsatz Ihres Einkommens folgendes

a) bei ambulanter Hilfe

Es wird für Sie eine indivi­du­elle Einkom­mens­grenze ermittelt. Je nachdem ob Ihr Einkommen diese Grenze unter- oder überschrei­tet, müssen Sie sich an den Kosten der Pflege­leis­tun­gen beteiligen.

b) bei statio­närer Hilfe

Allein­ste­hende pflege­be­dürf­tige Menschen müssen in der Regel Ihr ge­sam­tes Einkommen für die Pflege­kos­ten einsetzen, erhal­ten da­für aber einen Barbetrag (Taschen­geld) für die persön­li­chen ­Be­dürf­nisse im Heim.
Bestimmte Einkünfte sind vom Einkom­men­sein­satz ausge­nom­men. Hierzu gehören zum Beispiel die Grundrente nach dem Bun­des­ver­sor­gungs­ge­setz oder Leistungen für Kinder­zie­hung für Frauen, die vor dem 1. Januar 1921 geboren sind.

Wenn bei Ehepaaren ein Partner im Haushalt bleibt, erfolgt eine in­di­vi­du­elle Prüfung des Eigen­an­teils der für die Heimpfle­ge­kos­ten einzu­set­zen ist. Auch hier erhält der E­he­part­ner im Heim einen Barbetrag zur persön­li­chen Verfügung.

Für den Vermö­gen­sein­satz gilt eine Freigrenze von 5.000 Euro für jede Allein­ste­hende Person.

Voraus­set­zun­gen

Es muss bei Ihnen ein erheb­li­ches oder höheres Maß an Pfle­ge­be­dürf­tig­keit auf Dauer (für mindestens sechs Monate) vor­lie­gen.
Das Maß der Pflege­be­dürf­tig­keit bei gesetz­lich Pfle­ge­ver­si­cher­ten wird über Ihre Pflege­kasse, bei nicht ­ge­setz­lich Pflege­ver­si­cher­ten über das Sozialamt vom Me­di­zi­ni­schen Dienst der Kranken­ver­si­che­rung festge­stellt.
Wenn Sie bei ambulanter Pflege Pflege­sach­leis­tun­gen durch einen Pfle­ge­dienst beantragen, wird außerdem der erfor­der­li­che Pfleg­auf­wand auf der Grundlage eines Kosten­vor­an­schla­ges des Pfle­ge­diens­tes durch eine vom Sozialamt beauf­tragte Gutach­te­rin in Absprache mit dem Pflege­dienst festge­stellt.

Verfah­rensab­lauf

Um Sozial­hil­fe­leis­tun­gen erhalten zu können, müssen Sie dem So­zi­al­amt so früh wie möglich mitteilen, dass eventuell ein Hil­fe­be­darf besteht, da Sozial­hil­fe­leis­tun­gen nicht rückwir­ken­d ­ge­währt werden können sondern frühestens ab dem Zeitpunkt der Kennt­nis des Hilfe­be­darfs.

a) für Ambulante Hilfe zur Pflege

Hierzu können Sie bei der Anlauf­stelle (unter Kontakt­da­ten) des So­zi­al­am­tes einen Antrag abholen. Sie erhalten dabei genau­e ­In­for­ma­tio­nen über die vorzu­le­gen­den Unterlagen sowie den Namen, Tele­fon­num­mer und die Zimmer­num­mer der sachbe­ar­bei­ten­den Person, mit der Sie dann einen Vorspra­che­ter­min verein­ba­ren können.

b) für stationäre Hilfe zur Pflege

Hierfür ist zur Antrags­prü­fung ein Termin bei der Pfle­ge­heim­be­ra­tung der Stadt Karlsruhe erfor­der­lich. Die er­for­der­li­chen Antrags­un­ter­la­gen werden Ihnen dann dort nach er­folg­ter Prüfung ausge­hän­digt. Sie erhalten dabei genau­e ­In­for­ma­tio­nen über die vorzu­le­gen­den Unterlagen, sowie den Namen, Telefon­num­mer und Zimmer­num­mer der sachbe­ar­bei­ten­den ­Per­son, mit der Sie dann einen Vorspra­che­ter­min verein­ba­ren ­kön­nen.

Kontakt­da­ten der Pflege­heim­be­ra­tung:
Sozial- und Jugend­be­hörde, Abteilung ST
Kaise­r­al­lee 4, 76133 Karlsruhe
Tel. 0721 133-5055 / oder -5085