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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Feststellung der Vaterschaft

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Soweit zum Zeitpunkt der Geburt eines Kindes die Eltern nicht ­ver­hei­ra­tet sind, ist nach den Bestim­mun­gen des bürger­li­chen Rechts die Vater­schaft erst dann rechts­wirk­sam festge­stellt, wenn der Vater durch eine Urkunde die Vater­schaft anerkennt, oder wenn dies durch ein gericht­li­ches Verfahren entschie­den wird.

Nur so erwirbt das Kind gegenüber seinem Vater Un­ter­halts­an­sprü­che sowie Erb- und Renten­an­sprü­che. Falls Un­ter­halts­vor­schuss oder andere Sozial­leis­tun­gen beantrag­t wer­den müssen, ist es ebenfalls notwendig, dass die Vater­schaft zu dem Kind festge­stellt wird.

Die Kenntnis der eigenen Abstammung ist für die persön­li­che ­Ent­wick­lung eines jeden Menschen von großer Bedeutung. Es ist des­halb ratsam, die Vater­schaft sofort nach der Geburt des Kindes feststel­len zu lassen. Eine späte­re Va­ter­schafts­fest­stel­lung könnte streitig werden und der Un­ter­halt für die Vergan­gen­heit verloren sein.

Der Vater eines Kindes kann beim Jugendamt kostenlos seine Va­ter­schaft anerkennen. Diese Anerken­nung erfolgt in einer öf­fent­li­chen Urkunde.

Die Vater­schafts­an­er­ken­nung ist auch schon vor Geburt des Kindes mög­lich. Sie wird erst wirksam, wenn die Mutter des Kindes e­ben­falls in öffent­li­cher Urkunde zustimmt. Wenn der Vater des Kindes nicht bereit ist, freiwillig seine Vater­schaft an­zu­er­ken­nen, muss beim Famili­en­ge­richt ein Antrag auf Fest­stel­lung der Vater­schaft einge­reicht werden. Sofern eine ­Bei­stand­schaft einge­rich­tet ist, wird in diesem Verfahren das Kind vom Jugendamt vertreten.

Weiterführende Informationen

Das Kindschaftsrecht