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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen

Kontakt

 

Zur Geltend­ma­chung von Unter­halts­an­sprü­chen für ein minder­jäh­ri­ges Kind kann eine Beistand­schaft beantragt werden. Die Interessen des Kindes werden dann in diesem Bereich fachkundig durch eine Mitar­bei­te­rin oder einen Mitar­bei­ter des Jugend­am­tes vertreten.

Ab Volljäh­rig­keit können Unter­halts­an­sprü­che nur noch in eigenem Namen geltend gemacht werden. Auch für diese Fälle besteht die Möglich­keit einer fachkun­di­gen Beratung und Unter­stüt­zung durch die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter des Jugend­am­tes. Die Einrich­tung einer Beistand­schaft und die rechtliche Vertretung durch das Jugendamt ist in diesen Fällen allerdings nicht möglich.

Sofern der unter­halts­pflich­tige Elternteil bereit ist, seine Unter­halts­ver­pflich­tung freiwil­lig anzuer­ken­nen, kann er hierüber eine Urkunde in öffent­li­cher Form erstellen lassen. Eine solche Unter­halts­ur­kunde kann beim Jugendamt aufge­nom­men werden. Andern­falls müssen die Ansprüche auf gericht­li­chem Wege geltend gemacht werden.

Soweit Eltern eines Kindes nicht verhei­ra­tet sind und das Kind von einem Elternteil alleine betreut wird, kann der betreuende Elternteil gegenüber dem anderen Eltern­teil einen Anspruch auf Betreu­ungs­un­ter­halt haben. Die Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen sind in § 1615 l BGB geregelt. Auch eine solche Unter­halts­ver­pflich­tung kann beim Jugendamt in einer öffent­li­chen Urkunde freiwillig anerkannt werden. Eine gericht­li­che Vertretung durch das Jugendamt ist in diesen Fällen jedoch nicht möglich.

Weiterführende Informationen

Das Kindschaftsrecht

 
 

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