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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Lärmkartierung

Die EU-Umgebungs­lärm­richt­li­nie 2002/49/EG ist Basis der Lärmmin­de­rungs­pla­nung auf nationaler Ebene und wurde mit dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Umgebungs­lärm­richt­li­nie in deutsches Recht überführt. Nach § 47c des Bundes-Immis­si­ons­schutz­ge­set­zes sind von der zustän­di­gen Behörde u.a. Lärmkarten zu erstellen, die den Mindest­an­for­de­run­gen des Anhangs IV der EU-Umgebungs­lärm­richt­li­nie entspre­chen. Gemäß dieser Richtlinie wurde sodann im Jahr 2007 die Lärmkar­tie­rung für den Ballungs­raum Karlsruhe für die Lärmarten

  • Straßen­ver­kehr,
  • Schie­nen­ver­kehr (Stra­ßen­bah­nen) sowie
  • Industrie und Gewerbe

durch­ge­führt. Die Lärmkar­tie­rung für die Schie­nen­stre­cken der Deutschen Bahn wurde vom Eisen­bahn­bun­des­amt vorge­nom­men und im Jahr 2010 veröf­fent­licht. Die Lärmkarten für den Straßen­ver­kehr wurden 2012 aktua­li­siert.

Aktua­li­sie­rung der Lärmkarten 2014

Für die Fortschrei­bung des Lärmak­ti­ons­plans wurden 2014 die Lärmkarten für den Straßen­ver­kehrs­lärm nochmals aktua­li­siert. Es wurde ein komplett neues Daten­mo­dell erstellt, in dem alle einflie­ßen­den Parameter nach dem aktuells­ten Stand erneuert wurden. Dies umfasst das Gebäu­de­mo­dell, das der baulichen Entwick­lung der letzten 8 Jahre angepasst wurde, die Verkehrs­zah­len wurden aktua­li­siert, ebenso andere Parameter, wie die zulässigen Höchst­ge­schwin­dig­kei­ten sowie die Fahrbahn­be­läge. Als Beson­der­heit wurde die digitale 3D-Model­lie­rung verwendet, mit der eine bessere Darstel­lung der Abschirm­wir­kung von Gebäuden möglich wurde.

Die Ergebnisse der Lärmkar­tie­rung für den Ballungs­raum Karlsruhe werden über die Landes­an­stalt für Umwelt, Messungen und Natur­schutz Baden-Württem­berg (LUBW) an das Bundes­mi­nis­te­rium für Umwelt, Natur­schutz und Reaktor­si­cher­heit weiter­ge­ge­ben und anschlie­ßend an die Kommission übermit­telt.

Lärmkar­tie­rung des Eisenbahn-Bundes­amts 2014

Die Lärmkar­tie­rung an Schie­nen­we­gen des Bundes wurde durch das Eisenbahn-Bundesamt ebenfalls aktua­li­siert und im Jahr 2014 erstellt. In dieser zweiten Aktua­li­sie­rung wurden Ballungs­räume mit mehr als 100.000 Einwohnern bzw. Haupt­ei­sen­bahn­stre­cken mit einem Verkehrs­auf­kom­men von über 30.000 Zügen pro Jahr kartiert. Lärmaus­wir­kun­gen, die von Schie­nen­we­gen privater Infra­struk­tur­be­trei­ber ausgehen, sind in den Ergeb­nis­dar­stel­lun­gen jedoch nicht enthalten.

Zuständig für Aufstel­lung eines bundes­wei­ten Lärmak­ti­ons­plans für die Haupt­ei­sen­bahn­stre­cken des Bundes mit Maßnahmen ist seit dem 1. Januar 2015 das Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Den ersten bundes­wei­ten Lärmak­ti­ons­plan wird das EBA bis Mitte des Jahres 2016 erstellen und veröf­fent­li­chen.

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