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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Lärmaktionsplan (LAP)

Für die Aufstel­lung des Lärmak­ti­ons­pla­nes sind die Gemeinden nach Bunde­sim­mis­si­ons­schutz­ge­setz BlmSchG § 47e zuständig und verpflich­tet. Ziele und Aufgaben des Aktions­pla­nes sind, Strategien und Maßnahmen zur Lärmmin­de­rung und Lärmver­mei­dung hochbe­las­te­ter Bereiche zu entwickeln sowie bisher ruhige Gebiete vor Lärmzu­nah­men zu schützen.

Mit dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Umgebungs­lärm­richt­li­nie wurde das Bundes- Immis­si­ons­schutz­ge­setz (BlmSchG) geändert und § 47 zur Lärmmin­de­rungs­pla­nung modifi­ziert. Nach § 47d haben betroffene Gemeinden Lärmmin­de­rungs­plä­ne aufzu­stel­len.

Lärmak­ti­ons­pläne müssen den Mindest­an­for­de­run­gen der EU-Richtlinie genügen und sind der EU-Kommission in einheit­li­chem Daten­for­mat zu übermit­teln.

Die Stadt Karlsruhe ist Ballungs­raum und berück­sich­tigt zur Aufstel­lung des Lärmak­ti­ons­pla­nes bereits in der 1. Stufe Straßen mit mehr als 4.000 Kfz/24 h, sämtliche Straßen­bahn­li­nien und Industrie und Gewerbe. Das Maßnah­men­pa­ket wurde im Jahre 2009 beschlos­sen und wird seither abgear­bei­tet.

Da die Lärmkar­tie­run­gen des Schie­nen­ver­kehrs (Schie­nen­wege des Bundes), die vom Eisen­bahn­bun­des­amt (EBA) zu erstellen sind, seiner­seits nicht zur Verfügung standen, wurde diese Lärmquel­len­gruppe zunächst ausge­klam­mert. Zwischen­zeit­lich ist durch eine Geset­zes­än­de­rung die Bahn für die Lärmsa­nie­rung des Schie­nen­net­zes selbst zuständig. In Karlsruhe sind Lärmschutz­wände an verschie­de­nen Strecken­ab­schnit­ten vorgesehen.

2012 wurden die Lärmkarten für Straßen­ver­kehr überar­bei­tet. Dabei wurden auch die zwischen­zeit­lich errich­te­ten Lärmschutz­wände und -wälle und sonstige Maßnahmen mit lärmmin­dern­der Wirkung berück­sich­tigt.

 
 

Aktualisierung des Lärmaktionsplans

Mit Schreiben des Minis­te­ri­ums für Verkehr und Infra­struk­tur (MVI) vom 12. April 2013 ist die Stadt Karlsruhe aufge­for­dert, ihren beste­hen­den Lärmak­ti­ons­plan zu überprüfen, zu überar­bei­ten und neue Maßnahmen aufzu­stel­len. Dabei wurden die Lärmkar­ten für die Lärmquelle Straßen­ver­kehr nochmals aktua­li­siert. Die zwischen­zeit­lich errich­te­ten Lärmschutz­wände und -wälle und sonstige Maßnahmen mit lärmmin­dern­der Wirkung wurden dabei berück­sich­tigt.

Die neuen Lärmkarten können Sie in unserem Webstadt­plan anschauen.


Zum Webstadtplan


Die Festlegung von Maßnahmen in den Plänen sind in das Ermessen der Gemeinden gestellt, sollten aber auch unter Berück­sich­ti­gung der Belastung durch mehrere Lärmquel­len insbe­son­dere auf die Priori­tä­ten eingehen, die sich gegebe­nen­falls aus der Überschrei­tung relevan­ter Beurtei­lungs­werte ergeben.

Fortschreibung Lärmaktionsplan 2016

Auf Basis der aktua­li­sier­ten Lärmkarten wurden für die Fort­schrei­bung des Lärmak­ti­ons­pla­nes neue Vorschläge zur Lärm­min­de­rung erarbeitet. Im Juli 2016 wurde die Fortschrei­bung ­des Lärmak­ti­ons­pla­nes mit seinem Maßnah­men­kon­zept vom Ge­mein­de­rat beschlos­sen. Die entwi­ckel­ten Maßnahmen können Sie auf der nachfol­gen­den Seite anschauen:

Maßnahmen

Die Zusam­men­fas­sung des Lärmak­ti­ons­pla­nes, welcher auch an die EU-Kommission übermit­telt wird, können Sie hier entnehmen:


Lärmaktionsplan Stand 07/2016 (PDF, 258 KB)

Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat den Teil B des Lär­mak­ti­ons­pla­nes 2018 veröf­fent­licht. Damit legt es nun die voll­stän­dige, gemeinsam mit der Öffent­lich­keit erstell­te ­Be­stands­auf­nahme zur Lärmbe­las­tung an Haupt­ei­sen­bahn­stre­cken vor. Der Plan informiert, welche Ziele bei der Lärmre­du­zie­rung ­be­reits erreicht wurden, wo es noch laut ist und was dagegen ­ge­tan wird.

Die Lärmak­ti­ons­pla­nung des EBA fand in zwei Phasen statt: In der ersten Phase wurde auf Grundlage von errech­ne­ten Lärmkarten und mit Hilfe einer Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung, an der ca. 38.000 Bür­ge­rin­nen und Bürger teilnahmen, gezeigt, wo Menschen von Schie­nen­lärm betroffen sind. Gleich­zei­tig hat das EBA vor­ge­stellt, wo und wie Bahnlärm bereits erfolg­reich bekämpft wird.

In einer zweiten Betei­li­gungs­phase Anfang 2018 haben mehr als 5.000 Inter­es­sierte das Verfahren des EBA bei der Lär­mak­ti­ons­pla­nung bewertet. Dabei gaben knapp 40% der Ant­wor­ten­den an, dass sie durch den Lärmak­ti­ons­plan ­In­for­ma­tio­nen über die Lärmsi­tua­tion an ihrem Wohnort erhal­ten ha­ben. Dieses und weitere Ergebnisse werden in Teil B des Lär­mak­ti­ons­pla­nes vorge­stellt.

Die Teile A und B ergeben zusammen den vollstän­di­gen Lär­mak­ti­ons­plan für die Haupt­ei­sen­bahn­stre­cken des Bundes. Damit ist die Lärmak­ti­ons­pla­nung der Runde 3 des Eisenbahn-Bundes­am­tes ­ab­ge­schlos­sen. Die Dokumente können unter dem folgenden Link ­ab­ge­ru­fen werden:

Eisenbahn-Bundesamt (EBA)

Weitere Infor­ma­tio­nen erhalten Sie im Internet unter folgen­der ­Adresse: www.laermak­ti­ons­pla­nung-schiene.de

Auf Wunsch verschickt das EBA auch eine kostenlose Druck­ver­sion ­per Post.

Fragen können Sie an das Eisenbahn-Bundesamt unter lap@eba.bund.de oder postalisch an fol­gende Adresse richten:

Eisenbahn-Bundesamt
Lärmak­ti­ons­pla­nung
Heine­mann­straße 6
53175 Bonn