Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Hochfrequenzanlagen


 


 


 

Zum Schutz der Bevöl­ke­rung vor gesund­heits­schäd­li­chen Wirkungen elektro­ma­gne­ti­scher Felder gilt in Deutsch­land seit 1997 die Verordnung über elektro­ma­gni­sche Felder. In der 26. BImSchV werden Grenzwerte u. a. für den Betrieb von ortsfesten Sende­an­la­gen (z. B. für Mobilfunk) festgelegt. Basis für die Grenzwerte sind Empfeh­lun­gen der Inter­na­tio­na­len Kommission zum Schutz vor nichtio­ni­sie­ren­den Strahlen (ICNIRP), der Weltge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) sowie der Deutschen Strah­len­schutz­kom­mis­sion (SSK).

Die 26.BImSchV enthält Anfor­de­run­gen an die Errich­tung und den Betrieb ortsfester Sende­an­la­gen. Handys sind keine ortsfesten Anlagen und fallen somit nicht unter den Anwen­dungs­be­reich.

Zur Anzeige nach §7 der 26. BImSchV benötigt der Betreiber der Sende­an­lage eine Stand­ort­be­schei­ni­gung der Bundes­netz­agen­tur (BNetzA). Diese Beschei­ni­gung wird von der BNetzA nur erteilt, wenn sicher­ge­stellt ist, dass die betref­fen­de Basis­sta­tion die gültigen Grenzwerte einhält.

Unter Berück­sich­ti­gung der bereits vor Ort vorhan­de­nen Feldstär­ken (Rundfunk-, Fernseh­sen­der usw.) wird von der BNetzA ein stand­ort­be­zo­ge­ner Sicher­heits­ab­stand festgelegt. Innerhalb des Sicher­heits­ab­stan­des muss ein nicht nur vorüber­ge­hen­der Aufenthalt von Menschen ausge­schlos­sen sein. Ist die Einhaltung der Grenz­wer­te bzw. des Sicher­heits­ab­stan­des nicht möglich, verweigert die BNetzA die erfor­der­li­che Stanort­be­schei­ni­gung; der Betrieb der Sende­an­la­ge ist somit nicht möglich.

Aufgrund gestie­ge­ner öffent­li­cher Nachfrage hat die BNetzA 2004 im Internet eine karto­gra­phi­sche Datenbank für die Öffent­lich­keit freige­ge­ben. In dieser so genannten EMF-Datenbank sind alle in Betrieb befind­li­chen Standorte, für die eine Stand­ort­be­schei­ni­gung erteilt wurde sowie alle im Rahmen des Messpro­gramms der BNetzA durch­ge­führ­ten Messungen elektro­ma­gne­ti­scher Felder erfasst. In der Datenbank können relevante Daten der regis­trier­ten Sende­an­la­gen sowie evtl. vorlie­gende Messer­geb­nis­se hierzu abgerufen werden.

Zugang zur kartographischen EMF-Datenbank der Bundes­netz­agen­tur