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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Gewinner Preisverleihung 2016

Kategorie "Naturschutz": Grundschule Wolfartsweier

Bildquelle: Umwelt- und Arbeitsschutz

Die Grund­schule Wolfarts­weier ist eine kleine, zweizü­gi­ge ­Grund­schule mit rund 160 Schüle­rin­nen und Schülern am Ortsran­d von Wolfarts­weier, am Fuße der Vorber­g­zone gelegen in über­wie­gend ländlich geprägter Umgebung.

Seit sechs Jahren ist ein Bauwagen das Forschungs­la­bor der AG "Na­tur­for­scher", in der natur­in­ter­es­sierte Schüler ein breites ­bio­lo­gi­sches Grund­wis­sen vermittelt bekommen. Dabei wird ­ex­pli­zit darauf geachtet, dass die Kinder wissen­schaft­lich an das Thema heran­ge­führt werden, weniger spiele­risch. So bekom­men ­sie Grund­kennt­nisse zu Tiergrup­pen und deren Lebens­räu­men ­ver­mit­telt, die sie vor Ort selbst fangen oder beobachten. Die Kinder lernen so auch Tiere zu bestimmen - sogar ein eigener ­Be­stim­mungs­schlüs­sel wurde von ihnen entwickelt. Auch Ökolo­gie und Schutz der Tier- und Pflan­zen­ar­ten sind wichtige Inhalte.

In diesem Jahr wurden auf dem Schul­ge­lände Hochbeete angelegt. Daneben gibt es eine "Natur­wie­se", die noch mit heimischen, alten Apfel­sor­ten bepflanzt werden soll. Hier befinden sich auch Wild­bie­nen­nist­hil­fen und eine Kräuter­spi­rale, die bei Pro­jekt­ta­gen entstanden sind. Zudem gibt es ein kleines "­Spitz­maus­ho­tel", einen Stein­hau­fen, der der Ansiedlung von Mäusen dienen soll.

In der Nähe der Schule befindet sich das Biotop der Na­tur­for­scher, eine naturnahe Fläche, die bereits vor ungefähr 40 Jahren von der Schule auf städti­schem Gelände angelegt wurde. Die Kinder lernen diesen Lebensraum sowie seine Bewohner kennen und schätzen - durch lauschen, beobachten und keschern. Durch die Pflege des Biotopes bekommen sie auch einen Bezug zum Schutz und Erhalt des Lebens­rau­mes.

Kategorie "Naturschutz": Europäische Schule

Bildquelle: Umwelt- und Arbeitsschutz

Die Europäi­sche Schule ist direkt am Hardt­wald­rand gelegen und ver­fügt über ein vielseitig struk­tu­rier­tes und großes ­Schul­ge­lände. Hier haben sich die Schüle­rin­nen und Schüler mit ihren Lehrern mehrere Räume geschaffen, in denen sie gärtnern, mit Pflanzen gestalten, Natur beobachten und basteln können.

Im Innenhof werden Blumen-, Gemüse- und Kräuter­beete saisonal ­be­pflanzt und von den Schülern bewirt­schaf­tet und gepflegt. Ein großer Bereich wurde als "Biotop" angelegt mit Teich, Kräu­ter­spi­rale, Wildbie­nen­ho­tels, Nisthilfen, Trocken­mau­ern und Wild­blu­men­bee­ten. Auch eine Werkstatt zum Basteln mit Na­tur­ma­te­ria­lien und Handwerken wurde errichtet, beispiels­wei­se ­zum Bauen von Nistkästen, die hier und dort an den Bäumen hän­gen.

In diese Naturräume wird auch viel Unterricht verlagert. Die Natur kann erkundet und durch Experi­mente noch besser verstan­den wer­den. Oft werden gezielt mehrere Fächer inter­dis­zi­pli­när ­ver­ei­nigt, beispiels­weise beim Bau eines Tipis: Die Konstruk­tion ­des Tipis wurde geplant, in Modellen erprobt und optimiert. Stan­gen­höl­zer wurden von den Kindern aus dem Wald gesucht, verar­bei­tet, ausge­mes­sen, der Bedarf für die Bespan­nung ­be­rech­net. Und dann wurde das Tipi mit Hilfe der Lehrer gebaut und bespannt.

Kategorie "Gesundheit": Gutenbergschule

Bildquelle: Umwelt- und Arbeitsschutz

Die Guten­berg­schule in der westlichen Innenstadt hat als zen­tra­les Thema das soziale Lernen und harmo­ni­sche Mitein­an­der. Dies spiegelt sich sowohl in den Einrich­tun­gen der Klassen­zim­mer und Flure wider als auch in der Gestaltung des Außen­ge­län­des o­der zahlrei­cher Koope­ra­tio­nen mit externen Partnern wie Kran­ken­kas­sen, Polizei oder Verbänden. Mit Unter­stüt­zung der lo­ka­len Wirtschaft konnten Gesund­heits­för­der­li­che Angebote wie der bewegungs­freund­li­che Pausenhof realisiert werden, großes Ei­ge­nen­ga­ge­ment führte zu einer hausei­ge­nen Fahrrad­werk­statt mit Ver­leih.

Die Schule ist Starter­schule beim Landes­pro­gram­m ­Stark.Stärker.WIR (SSW). In diesem Rahmen finden sich ­Kon­flikt­lö­se­stra­te­gien für die Schul­klas­sen und pädago­gi­sche ­Maß­nah­men seitens der Lehrkräfte. Auch der bewusste Umgang mit den digitalen Medien wird in diesem Rahmen eingeübt.

Allein­stel­lungs­merk­mal ist die Partner­schaft mit dem Po­li­zeisport­ver­eins PSV mit "Boxen gegen Gewalt" und einem ei­ge­nen Übungsraum an der Schule. Dieser steht nach Abspra­che auch anderen Schulen zur Verfügung.

Kategorie "Umwelt & Faire Welt": St. Dominikus-Gymnasium

Bildquelle: St. Dominikus-Gymnasium

Das St. Dominikus-Mädchen­gym­na­sium engagiert sich schon seit vie­len Jahren aktiv für den Umwelt- und Klima­schutz und ist Preis­trä­ger der Grünen Pyramide 2014 in der Katego­rie Kli­ma­schutz.

Im Rahmen dieses Engage­ments hat sich die Schule neben der er­folg­rei­chen Umsetzung zahlrei­cher Klima­schutz­ak­ti­vi­tä­ten in den letzten Jahren zunehmend auch anderen umwelt­re­le­van­ten A­spek­ten des schuli­schen Handelns gewidmet. Dazu gehört das Thema umwelt- und sozial gerechte Beschaf­fung.

Bereits seit vier Jahren gibt es an der Schule einen selbst ­ge­führ­ten Fairtrade-Shop, in dem alle Schüle­rin­nen einkau­fen ­kön­nen. 2014 führte eine 8. Klasse im Rahmen des Geo­gra­phie­un­ter­richts die Aktion "Domi macht grün" durch, bei der innerhalb einer Woche an jedem Tag ein anderer ­öko­lo­gisch-fairer Schwer­punkt gesetzt wurde. Von fairem Handel ­über ökologisch herge­stellte Kosmetik bis zu einer Tausch­bör­se ­stand die ganze Schule eine Woche lang unter diesen Vorzeichen. Zu Fasching 2015 fand ein Projekttag unter dem Motto "Fair zu Fa­sching" statt. Vom Kochen "Römisch und fair" über Filme zu Fair­trade mit anschlie­ßen­der Diskussion bis hin zu Recher­chen ­der Oberstu­fen­schü­le­rin­nen zu fair produ­zier­ter Kleidung war für alle Jahrgangs­stu­fen viel geboten. Eine Link-Liste zu Fairer ­Klei­dung steht mittler­weile auf der Schul-Webseite. Im Mai 2015 er­hielt das St. Dominikus Gymnasium als erste Karlsruher Schule den Titel "Fairtrade-Schule" der gleich­na­mi­gen bundes­wei­ten ­Kam­pa­gne.

Die Zweitplatzierten

Auch wenn es in diesem Jahr nicht für den ersten Platz gereicht hat: das Engagement und die Vielzahl der Aktivi­tä­ten waren bei allen Bewerbern beein­dru­ckend. Wir danken allen Zweit­plat­zier­ten ­für ihre Arbeit und ihre Bewer­bung!

  • Fichte-Gymnasium (Kategorie Natur­schutz)
  • Schule am Lustgarten (Kategorie Gesund­heit)
  • Element-i-Schule (Kategorie Umwelt & Faire Welt)