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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Gewässererlebnispfad Alb

Der Gewäs­se­rer­leb­nis­pfad wurde am 22. März 2004 angelegt. Er soll in erster Linie Spazier­gän­ger ansprechen, die unerwar­tet und unvor­be­rei­tet auf den Pfad stoßen und solche Menschen, die sich -ohne intensive Vorkennt­nisse zu haben- mit dem Thema ­be­schäf­ti­gen wollen.

Tafeln mit einfachen Texten sollen die Aufmerk­sam­keit wecken und erste Infor­ma­tio­nen zum Thema geben. Nur wenige Tafeln geben abstrakte Infor­ma­tio­nen, etwa über die Wasser­rah­men­richt­li­nie der Europäi­schen Union. Die meisten stehen in Verbin­dun­gen mit Einrich­tun­gen und Geräten die zum aktiven Handeln und Begreifen führen sollen. In diesem Zusam­men­hang geben die Tafeln kurze Hinweise zum Thema und Anregungen für Beobach­tun­gen und einfach Versuche.

Damit verbunden ist die Erwartung, dass vor allem bei Kindern der "Spiel­trieb" angespro­chen und verstärkt wird und sie so zum aktiven Erleben des Gewässers angeregt werden. Gleich­zei­tig sollen dadurch die Aktivi­tä­ten auf bestimmte Punkte konzen­triert werden um die Belastung des Biotops Alb auf den übrigen Strecken gering zu halten.

Denjenigen, die sich stärker in das Thema vertiefen wollen, steht eine Broschüre mit weiter­ge­hen­den Infor­ma­tio­nen zur Verfügung.

Broschüre Gewässererlebnispfad 2004 (PDF, 695 KB)

Für den Gewäs­se­rer­leb­nis­pfad gilt in besonderer Weise die Anfor­de­rung, kein statis­ti­sches, fertiges Produkt zu sein, sondern einem offenen Prozess zu unter­lie­gen, der zu Verän­de­run­gen führen kann. Deshalb wurden auch keine gediegenen, besonders reprä­sen­ta­tive und teure Materia­lien verwendet, sonder eher einfache, zweck­mä­ßige, preiswerte Materia­lien. Dadurch soll der Verän­de­rungs­pro­zess möglichst wenig durch finan­zi­elle Aspekte behindert werden. Im Zuge der sukzes­si­ven Optimie­rung des Pfades sollte das Beseitigen bezie­hungs­weise Austau­schen -etwa von Tafeln- ebenso möglich sein wie der Ersatz nach Zerstörung.

Das gleiche Prinzip spiegelt sich auch in der oben erwähnten Broschüre wieder. Um die schnelle und preiswerte Aktua­li­sie­rung zu gewähr­leis­ten wurde nur das äußere Blatt (= Vorder- und Rückseite) bunt bedruckt. Alle anderen Seiten der Broschüre sind schwarz/weiß und können leicht kopiert und mit dem Deckblatt zusam­men­ge­hef­tet werden.

Weil die Anfor­de­run­gen eines offenen, verän­der­ba­ren Lehrpfades eher ungewöhn­lich ist, wurde die Bevöl­ke­rung im Vorfeld durch eine plakative Tafel darüber informiert.

Der Gewäs­se­rer­leb­nis­pfad wird einer Baustelle ähneln, bei der es über längere Zeit immer wieder Verän­de­run­gen geben kann.

Die einzelnen Stationen des Gewäs­se­rer­leb­nis­pfa­des bauen nicht zwingend aufein­an­der auf, sondern können unabhängig vonein­an­der erkundet werden. Man kann sie aber auch nachein­an­der abgehen, sozusagen als Pfad.

An beiden Enden stehen drehbare Tafeln, die sowohl Begrüßung als auch Abschied bedeuten können.

 



Verlauf des Pfades (Ausschnitt)


Tafeln entlang des Pfades

Tafeln entlang des Pfades



Kunst aus Kinderhand entlang des Pfades:

Kinder malen Tiere der Alb



Kinder malen Tiere der Alb



Kinder malen Tiere der Alb


 

Wir beginnen am Südende und bewegen uns strom­ab­wärts:

  • Die Eingangs­ta­fel behandelt das Thema: Karlsruhe und die Alb
  • Nach 100 Metern gelangen wir zur Station: Sinne Zentrales Element ist eine Furt aus Tritt­stei­nen, auf denen man die Alb bei niedrigen und mittleren Wasser­stän­den überqueren kann. Daneben befindet sich ein Ohr aus Holz in das Rohre münden, die in unter­schied­li­cher Höhe über dem Boden enden. Je nach Wasser­stand kann man die Geräusche des Wassers über die Flusssohle, knapp unter der Oberfläche oder außerhalb des Wassers hören. Eine dreitei­lige Tafel­bas­tion komplet­tiert die Station.Auf dem Weg zur nächsten Station passiert man eine Doppel­ta­fel, die sich mit den Themen "Rena­tu­rie­rung der Alb" und "Euro­päi­sche Wasser­rah­men­richt­li­nie" ausein­an­der­setzt.
  • Station Tiere in der Alb Die Station besteht aus einem schwenk­ba­ren Galgen, an dem ein Eimer befestigt ist. Daneben sind an einem kurzen Ständer eine Metall­schale und darüber in einem Rahmen zwei Lupen höhen­ver­stell­bar befestigt. Nebenan steht eine Drehtafel auf der typische Kleintiere der Albsohle abgebildet sind. Etwas abseits steht eine Tafel die erläutert, was man an der Station tun kann. Die Idee ist, im flachen Wasser -etwa unter Steinen- Klein­tie­re zu suchen, sie in den Eimer abzustrei­fen, den Eimer in die Schale zu entleeren und mit Hilfe der Lupen die Tiere zu beobachten. Auf der Drehtafel kann man das gefundene Tier suchen und etwas darüber erfahren.
  • Station Mühlen Nach 400 Metern stößt man auf einen wenige Meter langen Sandstrand an der Alb. Hier mündet eine Wasser­rinne. Diese verläuft über 20 Meter zu einer Wasser­spi­rale mit der man aus einem Wasser­be­cken Wasser befördern kann. Das Wasser treibt zunächst ein Mühlrad an und fließt dann über die Rinne zum Strand, wo es verschie­dene Strömungs­bil­der formt. Zwei Tafeln erläutern Wasser­füh­rung und Strömung der Alb und die Mühlen­tra­di­tion an der Alb.
  • Station Strömung Auf der nächsten Brücke ist eine Tafel angebracht. Im Flussbett sind große Steine einge­bracht worden. Die Tafel erläutert welche Strömungsphä­no­mene man an den Steinen beobachten kann. Zu dieser Station mit dem Thema Strömung gehört auch ein Steg, der sogenann­te Baumelsteg, der sich etwa 50 Meter fluss­ab­wärts befindet. Dort kann man die Beine in das Wasser baumeln lassen und die Strömung fühlen. Ein paar hundert Meter weiter kommen wir zum Ende des Pfades (gleich­zei­tig auch der Anfang). Hier stehen Drehtafeln die die Bedeutung der Alb für die Region erläutern und die Sponsoren nennen. Eine weitere Drehtafel verab­schie­det (oder begrüßt) den Besucher.