Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Landschaftspflege

Mit Landschafts­pflege werden Maßnahmen zum Schutz und zur Entwick­lung von Natur und Landschaft bezeichnet. Im Vorder­grund steht dabei das aktive Handeln des Menschen, um bestimmte Zustände in der Landschaft zu erzielen. Als Leitbild gilt oftmals die reich­hal­tig geglie­derte, struk­tur­rei­che Kultur­land­schaft mit Landschafts­ele­men­ten wie Hecken, Bäumen, Wiesen usw.

Neben diesen allge­mei­nen Zielen sind für jeden Landschaft­s­typ, je nach Naturraum, Standort und histo­ri­scher Entwick­lung, charak­te­ris­ti­sche Ziele für die Landschaft­s­ent­wick­lung zu formu­lie­ren, um uniforme Landschafts­bil­der zu vermeiden. Nicht in jede Landschaft passen zum Beispiel Hecken und Feldge­höl­ze gleicher­ma­ßen.

Die Pflege von Landschafts­ele­men­ten wie Hecken, Feldge­höl­zen, Heide- und Riedflä­chen als Teile einer naturnahen Landschaft wird bei der Landschafts­pfle­ge ebenso betrieben wie die extensive Nutzung von landwirt­schaft­li­chen Flächen (Streu­obst­wie­sen, Wiesen, Acker­bra­chen). Hierbei wird zum Beispiel das Instrument des Vertrags­na­tur­schut­zes angewandt (Förde­run­gen z.B. über die Landschafts­pfle­ge­richt­li­nie).

Viele Maßnahmen im Rahmen der Landschafts­pflege haben zum Ziel, bestimmte Entwick­lungs­sta­dien zu erhalten oder wieder­her­zu­stel­len (Steuerung der natür­li­chen Sukzes­sion). Nur so können Lebens­räume für Arten offener Standorte erhalten werden, beispiels­weise durch die Entbu­schung von Sandrasen und Orchi­de­en­wie­sen. Sehr oft werden Landschafts­pfle­ge­maß­nah­men dann notwendig, wenn die frühere landwirt­schaft­li­che Nutzung ausbleibt, Flächen brach fallen, verbuschen und wieder bewalden, wodurch bestimmte Arten ihren Lebensraum verlieren, wie wärme­lie­bende oder konkur­renz­schwa­che Arten.

Rekul­ti­vie­run­gen bzw. Renatu­rie­run­gen von Landschafts­be­ein­träch­ti­gun­gen, beispiels­weise bei Abbau­stät­ten (Stein­brü­che, Kiesgru­ben) oder Eingrif­fen ins Landschafts­bild, zählen, ebenso wie Maßnahmen im Rahmen des Biotop­ver­bun­des, zu den Aufga­ben­be­rei­chen der Landschafts­pflege.

Landschaftspflegerichtlinie (LPR) (PDF, 179 KB)

Antrag auf Zuwendung nach LPR (PDF, 44 KB)

Verwendungsnachweis für eine Zuwendung nach LPR (PDF, 29 KB)

Die Landschafts­pfle­richt­li­nie stellt in diesem Zusam­men­hang ein Förder­in­stru­ment dar. Inter­es­sen­ten sollten vor dem Ausfüllen eines Antrages nähere Infor­ma­tio­nen beim Umwelt- und Arbeits­schutz einholen (Tel. 0721 133 3123 oder 0721 133 3122).

Da nicht für alle schüt­zens­wer­ten Gebiete Förder­mit­tel zur Verfügung stehen, sind ergän­zen­de Konzepte erfor­der­lich, wie etwa Beweidungs- oder Prozess­schutz, bei dem Eingriffe in Biotope seltener statt­fin­den oder ganz aufgegeben werden (Wildnis, Bannwald). Darüber hinaus gilt es, mit der Landwirt­schaft gemeinsam finan­zier­bare Bewirt­schaf­tun­gen zu entwickeln (Pilot­pro­jekt Wetters­bach).

Auf lokaler Ebene bietet es sich an, die Bevöl­ke­rung in den Biotop­schutz und die Biotopp­flege aktiv einzu­be­zie­hen, so zum Beispiel in Form von Paten­schaf­ten.

 

Pflegeeinsatz Alter Flugplatz

Pflegeeinsatz Alter Flugplatz


Eichenforstung

Eichenforstung


Pflegeeinsatz Fritschlach

Pflegeeinsatz Fritschlach


Pflegeeinsatz Knittelberg

Pflegeeinsatz Knittelberg


Pflegeeinsatz Rosengarten

Pflegeeinsatz Rosengarten


Pflegeeinsatz Rüppurrer Wiesen

Pflegeeinsatz Rüppurrer Wiesen


Pflegeeinsatz Südliche Hardt

Pflegeeinsatz Südliche Hardt