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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen

Status:
Natur­schutz­ge­biet

Fläche:

256,5 ha (149 ha auf Karlsruher Gemar­kung)

Besteht:

teilweise seit 1940, gesamt seit 27.07.1984


Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Naturschutzgebiet "Weingartener Moor - Bruchwald Grötzingen"

 

Kurzbe­schrei­­­­­­­bung, Schutz­wür­­­­­­­dig­keit:

  • Großflä­chi­ges Waldgebiet mit hohen Grund­was­ser­stän­den in der Kinzig-Murg-Rinne.
  • Grund­was­ser­be­ein­flus­s­ter, zeitweise überstau­ter Bruchwald- und Sumpfwald, in seiner Größe und naturnahen Ausprägung einmalig in Südwest­deutsch­land.
  • Mosaik verschie­de­ner Wälder nasser bis frischer Standorte. Von Schwar­zer­len-Bruchwald auf den tiefer­ge­le­ge­nen besonders nassen bzw. zeitweise überstau­ten Stellen, über Trauben­kir­schen-Erlen-Eschenwald und Waldziest-Hainbuchen-Stielei­chen-Wald an nassen Stellen bis zum Hainbuchen-Stielei­chen­wald frischer Standorte.
  • An der tiefsten Stelle des Gebiets (auf Weingar­te­ner Gemarkung) befindet sich ein Niedermoor mit offenen Wasser­flä­chen an Stelle eines ehemaligen Torfsti­ches, mit Röhrichten und Rieden.
  • Am Rand des Schutz­ge­bie­tes liegt ein Baggersee.
  • Das Gebiet ist Rückzugs­ort für zahlrei­che gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Insbe­son­dere für Amphibien gilt es als Gebiet von europäi­schem Rang.

Belas­tun­­­­gen:

  • Zerschnei­dung des Gebietes durch Bahnlinie.
  • Hohe Amphi­bi­en­ver­luste bei Wanderung über verkehrs­rei­che B3; inzwischen entschärft durch dauer­haf­tes Amphi­bien­leit­sys­tem mit Tunneln unter der Straße.
  • Ausstrah­lung der Badeak­ti­vi­tä­ten an einem Baggersee in der Nähe des Schutz­ge­bie­tes.
  • Belastung des Moores mit Nährstof­fen durch den Werren­häus­les­gra­ben.

Bemer­­­­­kun­­­­­gen:

  • Im Kernbe­reich des Moores befindet sich ein Bohlenweg mit einer Aussichts­platt­form.
  • Nähere Infor­ma­tio­nen über das Schutz­ge­biet geben die Faltblät­ter "Natur­schutz­ge­biet Weingar­te­ner Moor-Bruchwald Grötzin­gen" des Regie­rungs­prä­si­di­ums Karlsruhe, Re. 56 und der Natur­füh­rer "Bruch­wald" des Umwelt- und Arbeits­schut­zes der Stadt Karlsruhe, dort erhältlich.