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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Neureuter Feldflur

 

Kurzbe­schrei­bung:

Das Landschafts­schutz­ge­biet "Neureuter Feldflur" liegt im Nord­wes­ten der Stadt Karlsruhe. Das etwa 81 ha große ­Schutz­ge­biet grenzt überwie­gend an Wohnbe­bau­ung. Es umfasst eine für den Naturraum typische Offen­land­flä­che und stellt somit ei­nen charak­te­ris­ti­schen Teil der Kultur­land­schaft dar. Auf den ty­pi­schen Sandstand­orten - zum Teil auf einer Binnendüne - haben sich Sand- und Sandma­ger­ra­sen mit seltenen und gefähr­de­ten ­Pflan­zen­ar­ten entwickelt. Diese werden ergänzt durch den Hei­de­see mit seinen steilen Sandbö­schun­gen und U­fer­schilf­röh­rich­ten sowie zahlrei­chen, das Gebiet randlich ­glie­dern­den Gehölz­strei­fen und flächigen Feldge­höl­zen. Das Mosaik verschie­de­ner Bioto­pty­pen bietet vielen Pflanzen- und Tier­ar­ten Lebensraum.

Die Neureuter Feldflur besitzt eine hohe Bedeutung für den Bio­top­ver­bund, insbe­son­dere für das südlich angren­zen­de Na­tur­schutz­ge­biet "Alter Flugplatz Karlsruhe" sowie die im Osten an­gren­zen­den flächen­haf­ten Natur­denk­male am Grünen Weg.

Das Gebiet nimmt aufgrund seiner Lage und reizvollen Landschaft als Erholungs­raum einen hohen Stellen­wert ein.

Schutz­be­dürf­tig­keit:

Aufgrund der Lage im Stadt­rand­be­reich, der guten Infra­struk­tur und dem aktuell hohen Bedarf an städti­schem Wohnraum ist das Gebiet akut von Wohnbe­bau­ung bedroht, was dem landes­wei­ten Trend ent­spricht. Schon eine Bebauung von Gebiets­tei­len könnte zum Ver­lust von wertvollen Biotopen führen und die ökolo­gi­schen ­Funk­tio­nen für den Biotop­ver­bund und das Lokalklima stark ein­schrän­ken. Intensive Bebauung könnte darüber hinaus die Er­ho­lungs­nut­zung so inten­si­vie­ren, dass eine Beein­träch­ti­gung ­der Schutz­gü­ter zu erwarten wäre. Die derzeitige Abgrenzung des Schutz­ge­bie­tes berück­sich­tigt die aktuellen Wohnbau­flä­chen gemäß ­Flä­chen­nut­zungs­plan 2030 sowie an der Rembrandt­straße einen 45m-breiten Entwick­lungs­strei­fen, dessen Umfang als verträg­lich ­für das Landschafts­schutz­ge­biet und dessen Schutz­gü­ter angese­hen wird.

Die derzeitige landwirt­schaft­li­che Nutzung ist an die na­tür­li­chen Gegeben­hei­ten angepasst und trägt zu einem großen ­Teil zur aktuellen Wertigkeit des Gebietes bei. Der vorge­se­he­ne ­Flä­chen­schutz muss somit die landwirt­schaft­li­che Nutzung auch lang­fris­tig sichern und vor der Inten­si­vie­rung der Frei­zei­tein­rich­tun­gen und -nutzungen bewahren. Hierzu gehör­t auch die Gefahr der Etablie­rung von Freizeit­gär­ten mit Zäunen und Anpflan­zun­gen etc.

Die Neureuter Feldflur sichert auch einen großen ­Land­schafts­be­reich vor Zerschnei­dung durch neue In­fra­struk­tur­maß­nah­men wie Straßen.