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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Häufig gestellte Fragen zum Naturschutz

Schutzgebiete


Warum ist der "Alte Flugplatz" besonders schüt­zens­wer­t?

Durch langjäh­rige extensive Nutzung, d. h. gelegent­­li­che Mahd und Beweidung hat sich auf dem Alten Flugplatz eine Vegetation und Pflanzen- und Tierwelt etablieren können, die an den mageren Sandstan­d­ort angepasst ist. In derartiger Größe ist diese unbebaute und ungenutz­te Magerrasen- und Sandra­­sen­flä­che einzig­ar­tig.

Informationen zum Naturschutzgebiet "Alter Flugplatz"

Was bedeutet NATURA 2000?
Unter der Bezeichnung Natura 2000 soll in Europa ein Netz besonderer Schutzgebiete entstehen. Die Vogelschutzgebiete basieren auf der Vogelschutzrichtlinie (1979), die FFH-Gebiete auf der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (1992) zum Schutz besonderer Arten und/oder Lebensräume.

Artenschutz


Wie erkenne ich eine Hohe Ambrosie und was muss ich beachten?

DieHohe Ambrosie ist eine 30 - 100 cm hohe einjährige, reich verzweigte Pflanze. Ihre Blätter sind doppelt fieder­­spal­tig und anliegend behaart, die hängenden Blüten­köpfe bilden gelbgrüne dichte Trauben. Die Pflanze kann Allergien hervor­­ru­­fen. Gefundene Pflanzen sollten heraus­­ge­ris­­sen und in einem verschlos­­se­­nen Plasti­k­­sack im Restmüll entsorgt werden. Mund- und Handschutz sind empfeh­lens­wert.

Informationen zur "Hohen Ambrosie"

Gibt es auf Karlsruher Gemarkung Ochsen­frösche?

In den Jahren 2007 und 2008 wurde jeweils nur ein Einzeltier der Gattung Rana cates­­bei­ana (Ochsen­frosch) in Karlsruhe im Baggersee Neureut gesichtet. Umwelt- und Arbeits­­schutz bittet die Bürger und Bürge­rin­nen, Beobach­tun­­gen von außer­ge­wöhn­lich großen Fröschen zu melden. Weitere Infor­­ma­tio­­nen gibt es auch in unserem "Umwelt­wis­­sen A-Z".

Umweltwissen A bis Z


Natur erleben


Gibt es regel­mä­­ßige Führungen durch die Karls­ru­her Natur?
Bis 2015 gibt es die Natura 2000 - Kampagne, in deren Rahmen jährlich ein Schutz­­ge­­biet detail­­lier­ter vorge­­stellt wird. Diese konzen­trier­ten Veran­­stal­tun­­gen und weitere Einzel­­ver­­an­­stal­tun­­gen sind dem städti­­schen Termin­­ka­len­­der oder dem Natura 2000 Programm zu entnehmen.
Welche Aktionen gibt es am Gewäs­­­ser?

Der Umwelt- und Arbeits­­­schutz organi­­­siert jährlich zwei Veran­­­stal­tun­­­gen an den stadtnahen Flüssen - Alb und Pfinz. Beide Veran­­­stal­tun­­­gen - der Albak­ti­­­ons­­­tag und der Pfinz­ak­ti­­­ons­­­tag - finden in den Sommer­­­mo­na­ten statt. Die genauen Termine können dem Veran­­­stal­tungs­­­­­ka­len­­­der der Stadt Karlsruhe entnommen werden.

Wozu dient der "Alb-Rucksack" (Entdeckerrucksack) und wo kann ich ihn ausleihen?

Es handelt sich um einen Rucksack der einfache Gerätschaften, wie Lupe, Pinzette, Unterwasserbeobachtungsrohr, Stoppuhr u.a. enthält, mit deren Hilfe man auf eine Entdeckertour an und in der Alb gehen kann. Junge und alte Forscher können damit Tiere und Pflanzen aufspüren und untersuchen und physikalische Phänomene wie Strömung erleben.

Der Alb-Rucksack kann insbesondere von Lehrern (Schulklassen) gegen Vorlage des Personalausweises und 20 € als Pfand ausgeliehen werden. Reservierung wird empfohlen.


Hier kann der Alb-Rucksack ausgeliehen werden:

Naturschutzzentrum Karlsruhe- Rappenwört

Dienstag - Freitag: 12:00 - 18:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 11:00 - 18:00 Uhr
Ab Oktober bis März nur bis 17 Uhr geöffnet.
Reservierung unter: 0721-950470

Tiefbauamt
Kornweg 20 (Albsiedlung)

Montag -Donnerstag: 7.00 - 16.00 Uhr
Freitag: 7.00 - 12.00 Uhr

Reservierung unter: 0721-133-6694 oder 133-6697

Darf man in Karlsruher Baggerseen baden?

Das Baden in allen Karlsruher Baggerseen und öffent­­li­chen Gewässern ist gemäß Rechts­­ver­­ord­­nung der Stadt Karlsruhe vom 15.05.1979, zuletzt geändert am 09.07.2002, verboten!

Rechtsverordnung der Stadt Karlsruhe über das Baden


Publikationen


Was ist unter dem EU-LIFE-Natur-Projekt "Leben­­di­­ge Rheinauen bei Karlsruhe" zu verste­hen?

LIFE ist ein Finan­­zie­rungs­­in­stru­­ment der EU zur Förde­rung von europaweit gefähr­­de­ten Arten und Lebens­r­­säu­­men. Das LIFE-Projekt "Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe" ist das größte Natur­­schutz­pro­jekt im Regie­rungs­­prä­­si­­dium Karlsruhe.

Informationen zum Projekt "Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe"


Sonstige Fragen

Ich habe ein Hornis­­­­sen­­­­nest. Was kann ich tun?

Hornissen stehen unter Natur­­­­schutz. Als Insek­ten­­­­jä­­­­ger erfüllen sie eine wichtige Funktion bei der Regulie­rung von Fliegen, Raupen oder Spinnen. Sollte sich ein Hornis­­­­sen­­­­staat am Haus angesie­­­­delt haben, so überle­gen Sie zunächst, ob die Tiere wirklich eine Gefahr darstellen: Hornissen sind gutmütiger, als gemein­hin angenommen wird. Der Umwelt- und Arbeit­­­­schutz berät Sie gerne. Lässt sich ein Nest nicht halten, greifen Sie auf keinen Fall zur Selbst­hilfe. Es muss ein qualif­­­­zier­ter Umsiedler hinzu­­­­ge­­­­zo­­­­gen werden. Infor­­­­ma­tio­­­­nen zum Thema gibt es auch in unserer Rubrik "Umwelt­wis­­­­sen A - Z".

Umweltwissen A bis Z

Ich will einen Baum fällen. Darf man das einfach so oder was ist zu beach­ten?

Bäume mit einem Stamm­um­fang von mindestens 40 cm unter­­­­lie­­­­gen der Baumschutz­­­­sat­­­­zung der Stadt Karlsruhe. Prüfen Sie zunächst, ob ihr Baum unter die Baumschutz­­­­sat­­­­zung fällt. Das Garten­­­­bau­amt berät (Tel. 133-6753). Grund­­­­sätz­­­­lich dürfen Bäume nur in der Zeit vom 01.10. bis 01.03. gefällt werden. Die Dienst­­s­tel­le Umwelt- und Arbeits­­­schutz prüft in begrün­­­­de­ten Fällen, ob der fragliche Baum von geschütz­ten Tierarten besie­­del­t ist (z. B. Fleder­mäuse, Vögel). Eichen werden in jedem Falle vom Umwelt- und Arbeits­­schutz auf ein etwaiges Vorkommen des Großen Eichbocks überprüft. Ein Fällantrag ist beim Garten­­­­bau­amt zu stellen.

Satzung der Stadt Karlsruhe zum Schutz von Grünbeständen (Baumschutzsatzung)

Dürfen Gartenabfälle einfach so verbrannt werden?

Nein: Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist im Innenbereich bzw. innerhalb geschlossener Bebauung grundsätzlich untersagt. Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist nur unter strengen Bedingungen erlaubt und in der Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen genau festgelegt.

Ich habe ein verletztes Wildtier gefunden. Was kann ich tun? Wie verhalte ich mich?

Sollten Sie, insbe­­­son­­­dere im Straßen­raum, ein verletz­tes Wildtier finden, benach­rich­ti­­­gen Sie sicher­heits­­­hal­­­ber den zustän­­­di­­­gen Polizei­­­pos­ten. Dieser ruft gegebe­­­nen­falls das Tiertaxi zu Hilfe. Verge­wis­­­sern Sie sich jedoch vorher, ob das Tier wirklich verletzt ist oder sich nur nieder­­­ge­las­­­sen hat. Hände weg von größeren, wehrhaften Tieren. Ein wütender Schwan ist ein ernst zu nehmender Gegner. Funde können auch beim Umwelt­te­le­­­fon (Tel. 133-1002) gemeldet werden. Kleinere Tiere (Vögel) können beim Karlsruher Tierheim in der Hermann-Schneider-Allee oder bei privaten Tierschutz­or­­­ga­­­ni­sa­tio­­­nen gemeldet oder abgege­­ben werden. Haben Sie eine Fledermaus gefunden, wenden Sie sich bitte an den Umwelt- und Arbeits­­­schutz (Tel. 133-3101). Hilfreiche Infor­­ma­tio­­nen dazu finden Sie auch in dem Merkblatt "Wildtiere erobern die Stadt" unter www.karlsruhe.de in der Rubrik "Natur- und Umwelt­­schutz/Na­tur­­schutz/­­Pu­b­li­­ka­tio­­nen".