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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Die Hardtebene

Geolo­­­gi­­­scher Untergrund und Morpho­lo­­­gie

Sand und Kies unter entkalkten Braunerden geringe Höhen­un­ter­schiede, Binnen­dü­nen, Hochge­sta­de

Vegetation

Kiefern­wald mit Laubhol­zun­ter­bau, bodensau­rer Eichenwald, Eichen-Buchenwald, bachbe­glei­ten­der Auenwald, blüten­rei­che Vegetation trockener Ödländer, Sand-/Mager­ra­sen, Streu­obst­grund­stücke, Obstbaum­rei­hen, Äcker

Gewässer

Baggerseen, Albtal, Pfinz­ent­las­tungs­ka­nal

Gehölz­struk­tu­ren außerhalb des Waldes

Einzel­bäume, Alleen, Feldge­hölze, vereinzelt Streuobst

Gebiete der Hardtebene

  • Hardtwald und Oberreuter Hardt - ausge­dehn­te Kiefern-, Eichen- und Buchen­wäl­der mit blüten­rei­chen Säumen und trocken Böden
  • Alter Flugplatz - großflä­chige Magerasen und Sandrasen am Rande der Karlsruher Bebauung
  • Neureuter Heide - trockene und blüten­rei­che Wiesen und Acker­flä­chen mit einzelnen Feldge­höl­zen

Borstgras

 

Beweidung auf dem Alten Flugplatz

 

Silbergras

 

Charak­te­ris­ti­­scher Biotoptyp der Hardtebene: Sandrasen

Die Biotope der Hardtebene zeichnen sich durch den sandigen Untergrund, ein entkalktes und dadurch saures Boden­mi­lieu, geringe Nährstoff­ver­füg­bar­keit, sowie Trocken­heit aus, da der Sand, der den Haupt­be­stand­teil des Bodens bildet, nicht in der Lage ist größere Wasser­men­gen zu speichern oder Nährstoffe zu binden. Des Weiteren wärmt er sich rasch auf und die Tempe­ra­tu­ren können in kurzen Zeiträumen stark schwanken.

Ganz charak­te­ris­tisch für diesen Naturraum sind beispiels­weise Sandrasen. Dies sind nieder­wüch­si­ge lückige Rasen, die von Spezia­lis­ten besiedelt sind, die an die schwie­ri­gen Lebens­be­din­gun­gen angepasst sind - die Tiere und Pflanzen, die hier leben sind wahre Hunger­künst­ler, Wasser­spa­rer und Wärme­lieb­ha­ber.

Sie bilden sich z.B. auf Binnen­dü­nen oder Flugsand­de­cken. Eine charak­te­ris­ti­sche Pflan­zen­art ist beispiels­weise das Silbergras.

Die Tierwelt ist so reich­hal­tig wie selten, da sie an diesen speziellen Lebensraum gebunden ist- oft sind dies Arten die ihre Haupt­ver­brei­tung im Mittel­meer­ge­biet oder in den Steppen­ge­bie­ten Südost­eu­ro­pas haben.

Das wohl am leich­tes­ten zu entde­ckende Tier ist das Wildka­nin­chen, welches durch seine ausge­dehn­ten Höhlen­bau­ten den Boden stets auflockert und offen hält. Bedeutend sind die offenen Sandböden insbe­son­dere für Bienen, Wespen, und Hummel. Auch Käfer und Spinnen sind reichlich vertreten.

Der größte und ausge­präg­teste Sandrasen in Karlsruhe befindet sich auf dem Alten Flugplatz.