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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Karlsruher Projektwettbewerb Nachhaltigkeit „Unsere Zukunft - Dein Projekt“

Die Stadt Karlsruhe ist mit ihrem Projekt­wett­be­wer­b Nach­hal­tig­keit für den "Jubi­lä­ums­preis für Städte und Gemein­den" no­mi­niert, den die Stiftung Deutscher Nachhal­tig­keits­preis ­an­läss­lich ihres zehnjäh­ri­gen Jubiläums gemeinsam mit der Al­li­anz Umwelt­stif­tung vergibt. Die finale Abstimmung findet am 8. Dezember 2017 statt.

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Insgesamt 19 Karlsruher Vereine und Initia­ti­ven haben sich mit ihren Projekten am Projekt­wett­be­werb Nachhal­tig­keit ­be­tei­ligt. Eine fünfköp­fige Jury hat daraus in der ersten Wett­be­werbs­stufe die fünf aussichts­reichs­ten Ideen ­aus­ge­wählt. Diese erhalten mit ihrer Nominie­rung bereits je­weils 5.000 Euro Preisgeld zu ihrer Umsetzung.

Die Entschei­dung über das Sieger­pro­jekt der zweiten Wett­be­werbs­stufe traf die Jury bei der Ab­schluss­ver­an­stal­tung am 24. Mai 2017 nach Präsen­ta­tion al­ler fünf nominier­ten Projek­ti­deen.

Das Projekt "Lasten­ra­di­ni­tia­tive Karls­ru­he" ­über­zeugte die Jury am meisten:

Lastenradinitiative Karlsruhe

Lastenradinitiative - Foto:voko

 

"Karlsruhe ist eine Fahrrad­stadt. Die Lasten­ra­di­ni­tia­ti­ve er­scheint uns deswegen als Projekt mit beson­de­rer ­Leucht­turm-Funktion und dem Potential, als Inspi­ra­ti­ons­quelle in die Stadt­ge­sell­schaft hinein­zu­wir­ken. Mit dem vermehr­ten ­Sicht­bar­wer­den von Lasten­rä­dern im Stadtraum hat diese ­Mo­bi­li­täts­form die Chance, als echte Entschei­dungs­al­ter­na­tive in Sachen Alltags­mo­bi­li­tät wahrge­nom­men zu werden. Entweder durch­ ­Be­tei­li­gung am Leihprin­zip oder sogar irgendwann mit dem Wechsel vom eigenen Auto zum Lastenrad. Chancen, mit Dienst­leis­tern zu koope­rie­ren und Lasten­rä­der dort ­be­kann­ter zu machen und gezielt für Trans­port­zwe­cke in der Stadt einzu­set­zen.

 

Der motori­sierte Indivi­dual­ver­kehr könnte so auf lange Sicht re­du­ziert werden, was sich in geringeren CO2-Emissionen und Lärm­re­duk­tion nieder­schlägt. Also ein Mehrgewinn für alle ­Stadt­be­woh­ner.
Mit der zweiten Förder­stufe kann das Projekt deutlich schnel­ler ausgebaut werden, was zu einer größeren Sicht­bar­keit ­führt und damit die gute Chance birgt, als Ent­schei­dungs­al­ter­na­tive wahrge­nom­men zu werden. Zwischen allen ­ge­för­der­ten Projekten sehen wir weiterhin gute Möglich­kei­ten, sich zu vernetzen und zu koope­rie­ren und dadurch einen ­Mehr­ge­winn zu generieren."


Colette Waitz - Mitglied der Jury

Das Projek­t "Las­ten­ra­di­ni­tia­ti­ve" erhält mit dieser Auszeich­nung weitere 10.000 Euro Preisgeld zur erwei­ter­ten Ausge­stal­tung und Um­set­zung, insgesamt somit 15.000 Euro.

Die weiteren Preis­trä­ger sind:

  • Die Bürger­stif­tung ­Karls­ruhe mit dem Projekt "Der Leihladen": "Ein Leihla­den verleiht gelegent­lich oder kurzfris­tig genutz­te ­Ge­gen­stände an lokale Nutzer. Die Gegen­stände sind gebrauch­te Klein­ge­räte aus den Bereichen Heimwerker, Haushalt, Kinder und Frei­zeit. […] Hinter dem Leihladen steckt die Idee von "Teilen ­statt Kaufen" […]"
  • Der SOZPÄDAL e. V. mit dem Projekt "Natur­gar­ten mit wohnungs­lo­sen ­Men­schen": "In der aktiven Projekt­phase möchten wir mit woh­nungs­lo­sen und ehemals wohnungs­lo­sen Menschen unser ­Gar­ten­grund­stück zu einem naturnahen Garten umgestal­ten. […] Der Garten soll zu einem Treffpunkt umgestal­tet werden, um sozial i­so­lierte Menschen mit sich selbst, mit anderen und mit der Natur in Kontakt zu bringen und durch Freude am Tun einen ­Aus­gleich vom oft entbeh­rungs­rei­chen Alltag zu schaffen […] Das an­ge­baute Obst und Gemüse wird in den Projekten des Vereins zur Ver­kö­s­ti­gung angeboten. […]"
  • Der Agenda 21 Karlsruhe e. V. mit dem "Ping!-Projekt":
    "Das Projekt macht sich zum Ziel, elektro­ni­sche Geräte in einer mög­lichst langen Nutzer­kette zu halten. Im Rahmen des Ping!-Projektes werden drei Ping!-Terminals und eine Ping!-Projekt Website und Social Media Kanäle einge­rich­tet. Durch diese Maßnahmen wird in zeitge­mä­ßer Art und Weise das Be­wusst­sein für den ressour­cen­scho­nen­den Umgang mit den Roh­stof­fen der Erde, speziell im Bereich der elektro­ni­schen Klein­ge­räte, geschärft. […]"
  • Der KITA Dra­chen­höhle der ProLiberis gGmbH mit dem Projek­t "­Ge­wächs­haus mit Regen­was­ser­be­wäs­se­rungs­sys­tem": "Die Pro­jek­ti­dee besteht darin, gemeinsam mit den Kita-Kindern nach­hal­tig Obst und Gemüse selbst anzubauen. Dazu soll in unserem Schre­ber­gar­ten ein Gewächs­haus mit einer Konstruk­tion ­für Wasser­ge­win­nung und -verteilung bzw. ein Bewäs­se­rungs­sys­tem ­für die Beete aufgebaut werden. […] Der Schre­ber­gar­ten wird ein­rich­tungs­über­grei­fend genutzt und könnte "Stadt­gärt­nern" mit Kin­dern aus mehreren Innenstadt-Kitas ermög­li­chen."

Impressionen der Abschlussveranstaltung am 24. Mai 2017 in der Karlsburg Durlach

Fotos: voko

Fotos: voko


 

Bericht in der Stadtzeitung am 2. Juni 2017

Der Wettbewerb

Die Stiftung Deutscher Nachhal­tig­keits­preis hat den langjäh­ri­gen Ein­satz der Stadt Karlsruhe für die Ziele einer nachhal­ti­gen ­Stadt­ent­wick­lung mit dem Titel "Deutsch­lands nachhal­tigs­te ­Groß­stadt 2015" gewürdigt.

Karlsruhe als nachhal­tige Stadt weiter­zu­ent­wi­ckeln bleibt aber auch über diese Ehrung hinaus eine dauer­haf­te ­Ge­mein­schafts­auf­gabe, die nur gelingen kann, wenn alle ­ge­sell­schaft­li­chen Kräfte aktiv daran mitwirken.

Das mit dem Gewinn des Deutschen Nachhal­tig­keits­prei­ses ­ver­bun­dene Preisgeld in Höhe von 35.000 Euro stellt Karls­ru­he da­her den in einer Vielzahl von Vereinen und gemein­nüt­zi­gen ­Or­ga­ni­sa­tio­nen engagier­ten Karlsruher Bürge­rin­nen und Bürgern ­zur Verfügung, die durch ihre kreativen Ideen und ihren dau­er­haf­ten Einsatz gelebte Nachhal­tig­keit in der Stadt­ge­mein­schaft erst möglich machen.

Gesucht wurden ihre konkreten Projek­ti­deen für mehr Nach­hal­tig­keit in der eigenen Stadt. Im September 2016 fiel der Start­schuss für den Karlsruher Projekt­wett­be­werb Nachhal­tig­keit "Un­sere Zukunft - Dein Projekt". Bis Dezember 2016 haben sich 19 ge­mein­nüt­zige Vereine und Einrich­tun­gen mit vielfäl­ti­gen und krea­ti­ven Projek­ti­deen beworben, die einen Beitrag zur nach­hal­ti­gen Entwick­lung für Karlsruhe leisten wollen. Eine Jury hat daraus die fünf aussichts­reichs­ten Projekte ausgewählt und für die zweite Wettbe­werbs­stufe nominiert.

Alle fünf nominier­ten Projekte erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro zu ihrer Projek­tum­set­zung. Bei der Ab­schluss­ver­an­stal­tung mit Präsen­ta­tion der Projekte am 24. Mai 2017 in der Karlsburg Durlach kürte die Jury aus ihren Reihen das überzeu­gendste Projekt, das zur weiteren Ausge­stal­tung und Um­set­zung nochmals 10.000 Euro erhält.

 
 

Fragen zum Projekt­wett­be­werb beant­wor­ten wir Ihnen gerne:

Stadt Karlsruhe
Umwelt- und Arbeits­schutz

Mark­gra­fen­str. 14
76131 Karlsruhe
Telefon: 0721 133-3101
Fax: 0721 133-3109