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Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz

Ökostrombezug der Stadtverwaltung Karlsruhe


 


 


 

Über die beste­hen­den Ansätze zur Energie­ein­spa­rung hinaus setzt die Stadt­ver­wal­tung Karlsruhe auch konsequent auf Ökostrom. Seit Juli 2015 bezieht sie ausschließ­lich Strom aus erneu­er­ba­ren Energien. Und das nicht nur für ihre eigenen rund 950 Gebäude und Liegen­schaf­ten, sondern auch für die öffent­li­che Straßen­be­leuch­tung und das Klärwerk. Damit setzt die Stadt eine wichtige Maßnahme des Klima­schutz­kon­zepts und einen mehrheit­li­chen Beschluss des Gemein­de­rats um, der die damit verbun­de­nen Mehrkosten genehmigte.

"Wir gehen mit gutem Beispiel voran und möchten unserer Vorbildrolle in einem klimaak­ti­ven Karlsruhe weiter Nachdruck verleihen", so Umwelt­bür­ger­meis­ter Klaus Stapf beim offizi­el­len "Start­schuss" im Neubau der Ganzta­ges­be­treu­ung des Fichte-Gymnasiums am 1. Juli 2015. "Besonders wichtig ist mir, dass wir einen hochwer­ti­gen Ökostrom beziehen, der auch nachweis­lich zum weiteren Ausbau erneu­er­ba­rer Energien beiträgt." Der einge­kaufte Strom entspricht deshalb den anspruchs­vol­len Kriterien des ok-power-Gütesie­gels, das unter anderem vom Ökoin­sti­tut in Freiburg getragen wird. Es fordert von den Ökostro­man­bie­tern gezielt den Bau von Neuanlagen.


Bei einem jährlichen Strom­bedarf von derzeit rund 51 Millionen Kilowatt­stun­den muss die Stadt einen Aufschlag von 0,2 Cent pro Kilowatt­stunde für den Ökostrom inves­tie­ren. Das entspricht circa einem Prozent der tatsäch­li­chen Bezugs­kos­ten. Im Gegenzug trägt der Ökostrom­bezug zu einer jährli­chen CO2-Einsparung von umgerech­net 23.500 Tonnen bei. Stapf: "Die Umstellung auf erneu­er­ba­ren Strom ist also kein 'symbo­li­sches Feigen­blatt', sondern eine sinnvolle Ergänzung unserer Klima­schutz­be­mü­hun­gen".

Strate­gi­scher Partner für die Ökostrom­beschaf­fung sind die Stadtwerke Karlsruhe, die auch bislang schon den Stromein­kauf für die Stadt­ver­wal­tung über die EEX-Strombörse abwickeln. "Wir haben die Stadt aktiv bei der Entschei­dungs­fin­dung unter­stützt und freuen uns natürlich sehr über diesen großen neuen Ökostrom­kun­den", so Roland Schwarz, Geschäfts­feld­lei­ter für den Vertrieb bei den Stadt­wer­ken. "Die Stadt hilft uns mit ihrer Vorbild­funk­tion, auch bei anderen Kunden die Entschei­dung für den Einsatz ökolo­gi­scher Strom­pro­dukte voran­zu­brin­gen."

Um die Nutze­rin­nen und Nutzer städti­scher Einrich­tun­gen auf die umwelt­freund­li­che Energie­ver­sor­gung aufmerksam zu machen, werden in ausge­wähl­ten Gebäuden zukünftig Hinweis­schil­der über die indivi­du­ell erzielte CO2-Einspa­rung infor­mie­ren. Den Anfang macht der Neubau der Ganzta­ges­be­treu­ung des Fichte-Gymnasiums, wo Bürger­meis­ter Klaus Stapf und Roland Schwarz gemeinsam mit Schul­lei­te­rin Ingeborg Kraus die erste Hinweis­ta­fel präsen­tier­ten.

Für Direktorin Kraus eine gute Wahl: "Das Gebäude ist besonders energie­spa­rend konzipiert und deckt einen Teil seines Strom­bedarfs über eine eigene Photo­vol­taik­an­lage auf dem Dach des Rückge­bäu­des ab. Beim Wettbewerb 'Sonne in die Schule' der Stadt­wer­ke Karlsruhe im Jahr 2011 erhielten wir einen Teil unserer Photo­vol­tai­k­ele­mente als Preis. Außerdem gibt es Schüler-Arbeits­kreise, die die Schul­ge­mein­schaft neben anderen Umwelt­the­men über sinnvolles Lüften und Energie­spa­ren informiert."

Auftakt für den Ökostrom­bezug: Roland Schwarz, Bürger­meis­ter Klaus Stapf und Fichte-Schul­lei­te­rin Ingeborg Kraus bei der Präsen­ta­tion des Infoschilds


Bericht in der StadtZeitung vom 17.07.2015 (PDF, 272 KB)

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