Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Klimaschutzkampagne

Photovoltaik

An einem wolken­lo­sen Sommertag liefert die Sonne rund 1 Kilowat­t ­Ener­gie pro Quadrat­me­ter Dachfläche. Mit Photo­vol­taik-Modulen (PV) oder Solar­kol­lek­to­ren können wir diese kostenlose, umwelt­freund­li­che Energie für unseren Strom- und Wärme­be­dar­f ­nut­zen. Neben der Geothermie bietet die solare Stromer­zeu­gung das mit Abstand größte erneu­er­bare Erzeu­gungs­po­ten­zial in Karls­ruhe. Das Karlsruher Solar­ka­tas­ter weist rund 60 Prozent ­der Gebäude als geeignet für Aufdach-Photo­vol­taik­an­la­gen aus. Wären alle geeigneten Dächer belegt, könnten mit einer ­Mo­dul­flä­che von etwa 6,4 Millionen m2 rund 800 Gigawatt­stun­den Solarstrom erzeugt werden und dadurch­ ­jähr­lich ca. 442.000 Tonnen CO2 einge­spart werden. Dies entspricht rund der Hälfte des heuti­gen ­Karls­ru­her Strom­ver­brauchs!

Die sonnige Kraft liegt auf vielen Dächern also zum Greifen ­nahe: zuver­läs­sig, CO2-frei und wirtschaft­lich attraktiv. Wir müssen sie nur viel ­kon­se­quen­ter nutzen. Denn bislang werden erst rund 2,1 Prozent ­des Strom­ver­brauchs in der Stadt durch lokale PV-Erzeu­gungs­an­la­gen gedeckt. Ein wichtiges Klima­schutz­ziel ist es deshalb, bis 2030 die Photo­vol­tai­k­nut­zung im Stadt­ge­biet um ein Vielfaches zu steigern.

Der Weg zur eigenen Solar­an­lage ist dabei einfacher als gedacht. In Karlsruhe erleich­tern vielfäl­tige Beratungs-, Infor­ma­ti­ons- und weiter­füh­rende Angebote die notwen­di­gen Schritte:

"Sonne trifft Dach" - Das Karls­ru­her ­So­lar­ka­tas­ter
Eine schnelle Orien­tie­rung und Erstein­schät­zung, welche Dächer ­sich im Stadt­ge­biet für die Nutzung von Photo­vol­taik und So­lar­ther­mie eignen, ermöglicht das Karlsruher Solar­ka­tas­ter.

Sonne trifft Dach

Beratungs­an­ge­bote der KEK
Kosten­lose Erstbe­ra­tun­gen für Bürge­rin­nen und Bürger zur So­lar­nut­zung bietet die Karlsruher Energie- und Kli­ma­schutz­agen­tur (KEK) im Rahmen des Photo­vol­taik-Netzwerks ­Mitt­lerer Oberrhein und in den Karlsruher Energie­quar­tie­ren. Das Leis­tungs­spek­trum umfasst zusätz­li­che ­In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen und Online-Seminare. Ebenso können ­In­for­ma­ti­ons- und Anschau­ungs­ma­te­ria­lien genutzt werden (Leit­fä­den, Inter­net­clips, Balkon­mo­dul, Solar-Powerbank, Solar ­Cam­ping-Modul etc.).

Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg – Region Mittlerer Oberrhein

Informationsseite der KEK zum Regionalen Photovoltaik-Netzwerk Mittlerer Oberrhein

Karlsruher Energiequartiere

YouTube-Kanal der KEK mit Clips zu PV-Nutzungsmöglichkeiten

Wer etwas tiefer einsteigen möchte und eine persön­li­che Beratung ­bei sich zu Hause wünscht, kann geförderte Energie-Checks in An­spruch nehmen, die in Koope­ra­tion mit der Verbrau­cher­zen­tra­le ­an­ge­bo­ten werden. Dazu gehören unter anderem der "Eignungs-Check ­So­lar" und ein "Solar­wärme-Check" (Kosten­punkt je 30 Euro).

Energie-Checks von Verbraucherzentrale und KEK

Photo­vol­taik­an­lage mieten statt kaufen
Auch Hausei­gen­tü­mer, die nicht selbst inves­tie­ren möchten, können sich eine PV-Anlage leisten. Das Pacht­mo­dell "Mein ­So­lar­dach" der Stadtwerke Karlsruhe kombiniert eine weitge­hen­d u­n­ab­hän­gige Strom­ver­sor­gung mit einer günstigen Anschaf­fung. Die Haus­ei­gen­tü­mer stellen dazu ihre Dachfläche zur Verfügung. Die Stadt­werke übernehmen gegen eine Pacht­ge­bühr die Finan­zie­rung, Instal­la­tion und laufende Wartung der Anlage.

Mein Solardach für Privatkunden der Stadtwerke Karlsruhe

Mein Solardach für gewerbliche Kunden der Stadtwerke Karlsruhe

PV-Strom aus der Nachbar­schaft
Mieter­strom­mo­delle eröffnen vor allem in Mehrfa­mi­li­en­ge­bäu­den eine inter­essante Option, um vor Ort erzeugten Solarstrom direk­t ­lo­kal zu nutzen. Die Stadtwerke Karlsruhe haben dafür mit ihrem "­Com­mu­ni­ty­Strom" ein passendes Angebot entwickelt, von dem sowohl Gebäu­de­be­sit­zer als auch Mietende profi­tie­ren ­kön­nen.
Eine großan­ge­legte Mieter­strom-Initiative hat zudem die städ­ti­sche Wohnungs­bau­ge­sell­schaft Volks­woh­nung gestartet, die ab 2020 jährlich 30 bis 40 Dächer von Bestands­ge­bäu­den mit Pho­to­vol­taik­an­la­gen ausrüsten wird. Von den hier gesam­mel­ten Er­fah­run­gen sollen auch weitere Wohnungs­bau­ge­sell­schaf­ten und Ak­teure der Wohnungs­wirt­schaft profi­tie­ren.

CommunityStrom der Stadtwerke Karlsruhe

100-Dächer-Programm der Volkswohnung

Angebote für Betriebe und Unter­neh­men
Gewerb­lich genutzte Gebäude haben meist große Dachflä­chen zu bieten, die sich für eine Solar­nut­zung geradezu aufdrängen. Viele der bereits genannten Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten stehen ­des­halb auch Unter­neh­men zur Verfügung. Kleine und mittel­große Un­ter­neh­men (KMU) können im Rahmen der kosten­freien Erstbe­ra­tung ­durch die Regionale Kompe­tenz­stelle für Energie­ef­fi­zi­enz (KEFF) un­ter anderem ihr Solar­po­ten­zial beleuchten lassen. Darüber­ hin­aus bieten die Stadtwerke Karlsruhe indivi­du­el­le ­Pho­to­vol­tai­k­lö­sun­gen für Gewerbe- und Indus­trie­dä­cher an.

KEFF-Check Energie (Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur)

Individuelle Photovoltaik-Lösungen für Gewerbe- und Industriedächer (Stadtwerke Karlsruhe)

Photo­vol­taik als Thema für Bil­dungs­ein­rich­tun­gen
Speziell für Schulen und Kinder­ta­ges­stät­ten besteht die Mög­lich­keit, kostenfrei über die KEK Projekt­tage oder spezi­el­le Un­ter­richts­ein­hei­ten zur Solar­ener­gie­nut­zung zu buchen. Workshops für Studie­rende (z.B. "Wie kann PV sexy werden?") sind e­ben­falls über die KEK reali­sier­bar. Schul­klas­sen ab Stufe 8 können auf Einladung der Stadtwerke den "Ener­gie­berg" im Rhein­ha­fen besuchen und dort die große Frei­flä­chen-Photo­vol­taik­an­lage näher erkunden.

Bildungsangebote der KEK für Schulen und Kindertagesstätten

Schüler auf den Energieberg (Stadtwerke Karlsruhe)

PV-Ausbau bei der Stadt­ver­wal­tung
Auch die Stadt­ver­wal­tung selbst investiert gezielt in die Er­zeu­gung von sauberem Solarstrom und plant eine deutli­che In­ten­si­vie­rung des Zubaus im Zuge der klima­neu­tra­len Verwal­tung 2040.

Informationsseite des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft zur PV-Nutzung auf städtischen Dächern

Angebote externer Einrich­tun­gen und bürger­schaft­li­ches En­ga­ge­ment
Neben städti­schen Akteuren engagieren sich auch exter­ne Ein­rich­tun­gen und Bürger­in­itia­ti­ven für den Photo­vol­tai­k­aus­bau und die Energie­wende, wie folgende Beispiele zeigen:

„Klimaschutz gemeinsam wagen“ – Selbstexperiment „Energie vom eigenen Dach“ (KIT)

Faktor2-Initiative von Fossil Free Karlsruhe

Energietransformation im Dialog - Vom Reallabor zum Karlsruher Transformationszentrum