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Karlsruhe: Klimaschutzkampagne

Fördermöglichkeiten beim Klimaschutz



 


 


 

Egal, ob Sie Ihr Eigenheim zum Energie­spar-Haus umwandeln, eine ­So­lar­an­lage instal­lie­ren oder Erdwärme nutzen wollen. Zahlrei­che ­För­der­pro­gramme von Bund, Land, Kommunen und Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men unter­stüt­zen Sie bei Ihrem Vor­ha­ben. Meistens handelt es sich um Zuschüsse zur Finan­zie­rung o­der ein zinsver­bil­lig­tes Darlehen. Auch vertie­fen­de ­Ener­gie­be­ra­tun­gen für Eigen­heim­be­sit­zer und Haushalte werden ­durch eine Förderung stark vergüns­tigt oder sogar kosten­los ­an­ge­bo­ten.

Die "Förder­land­schaft" befindet sich in einem ständigen Wandel. Die folgenden Hinweise sind deshalb nur als erster Einstieg in das Thema gedacht. Für die meisten Förder­pro­gramme gilt, dass Sie erst mit der Umsetzung anfangen sollten, wenn Sie die För­der­zu­sage in der Tasche haben. Um alle Förder­mög­lich­kei­ten ­sys­te­ma­tisch abklopfen zu können, ist ein Gespräch mit einer ­Ener­gie­be­ra­te­rin oder einem Energie­be­ra­ter zu empfehlen. Für einige Förder­töpfe ist ein vorheriges Energie­gut­ach­ten ohnehin ­zwin­gende Voraus­set­zung.

Gut zu wissen: Ein Großteil der Förder­pro­gramme auf Bundes­ebene, die über die KfW-Bank oder das Bundesamt für Wirtschaft und Aus­fuhr­kon­trolle (BAFA) laufen, sind seit 2021 in der neuen Bundes­för­de­rung für effiziente Gebäude (BEG) zusam­men­ge­fasst, die allerdings stufen­weise in Kraft tritt. Grund­sätz­lich gehen damit zahlreiche Verein­fa­chun­gen einher, zudem wurden die Förder­sätze teilweise nochmals deutlich ­ver­bes­sert und sind damit äußerst attraktiv. Alternativ zur In­an­spruch­nahme dieser Förder­pro­gramme besteht die Möglich­keit, ener­ge­ti­sche Moder­ni­sie­rungs­kos­ten von der Steuer abzusetzen. Über drei Jahre hinweg können Gebäu­de­ei­gen­tü­me­rin­nen und -eigentümer 20 Prozent der Kosten abschrei­ben (maximal 40.000 Euro pro Gebäude).


Fördermöglichkeiten in Karlsruhe

Die Stadtwerke Karlsruhe fördern seit vielen Jahren Maßnah­men ­zum Energie­spa­ren und den Einsatz erneu­er­ba­rer Energien. Die ak­tu­el­len Förder­pro­gramme umfassen unter anderem ­Fern­wär­me­an­schlüsse und Brenn­stoff­zel­len­hei­zun­gen. Ebenso wird der Kauf von Elektro­fahr­zeu­gen und -zweirädern bezuschusst. Eine ­Kom­bi­na­tion mit Bundes- und Landes­för­der­mit­teln ist möglich.

Förderprogramme der Stadtwerke Karlsruhe


Mit dem Förder­pro­gramm "Klima­Bo­nus Karlsruhe" steht - in Nach­folge des zuvor gültigen Bonus-Programms für Alt­bau­sa­nie­run­gen - seit Ende April 2021 ein neuer Förder­topf ­mit einem Finanz­vo­lu­men von jährlich zwei Millionen Euro zur Ver­fü­gung. Die Stadt Karlsruhe ist damit in der Lage, vermehr­t ­An­reize zu schaffen, um Inves­ti­tio­nen zur energe­ti­schen Sa­nie­rung von Wohnge­bäu­den anzustoßen. Bezuschusst werden ein­zelne Sanie­rungs­maß­nah­men an der Gebäu­dehülle (zum Beispiel ­Däm­mung, Tausch von Fenstern oder Türen) und der Umstieg von Ein­zelö­fen auf eine Zentral­hei­zung mit Erneu­er­ba­ren Energien. Wird mit dem energe­ti­schen Sanie­rungs­vor­ha­ben ein KfW-Effizi­enz­haus-Standard erreicht, gibt es einen pauscha­len ­För­der­zu­schuss abhängig von der Effizi­enz­stufe. Ein weite­rer ­Bo­nus ist möglich, wenn bei diesen Maßnahmen umwelt­freund­li­che ­Dämm­stoffe Anwendung finden. Darüber hinaus sind Zuschüsse für die Instal­la­tion von Photo­vol­taik­anla-gen inklu­si­ve ­Bo­nus­för­de­rung für innovative PVT-Module vorgesehen.

Förderprogramm KlimaBonus Karlsruhe


In ausge­wie­se­nen Sanie­rungs­ge­bie­ten der Stadt besteht die Mög­lich­keit, einen Zuschuss für Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men (k­eine Instand­hal­tun­gen) in Wohnungen oder Gebäuden zu erhalten. Darunter fallen auch energie­be­zo­gene Maßnahmen wie etwa der Aus­tausch veralteter Heizungs­sys­teme oder der Einbau ­mo­der­ner, energie­spa­ren­der Fenster. Der Mo­der­ni­sie­rungs­zu­schuss beträgt bis zu 35 Prozent, bei er­hal­tens­wer­ten Gebäude oder Denkmal­schutz­sta­tus sogar bis zu 50 Prozent.

Förderung für private Modernisierung in Sanierungsgebieten

Einkom­mens­schwa­che Haushalte können mit dem Stromspar-Check der Karls­ru­her Energie- und Klima­schutz­agen­tur (KEK) eine kosten­lo­se Vor-Ort-Beratung in Anspruch nehmen. Die teilneh­men­den Haushal­te er­hal­ten nicht nur indivi­du­elle Anregungen, wie und wo sie Ener­gie einsparen können, sondern auch ein Set mit prakti­schen Strom­spar­hel­fern (LED-Lampen, abschalt­bare Steck­do­sen­leis­ten etc.). Aufbauend auf einem durch­ge­führ­ten Stromspar-Check ­be­steht zudem die Möglich­keit, veraltete Kühlschränke gegen ­mo­derne, hochef­fi­zi­ente Geräte zu tauschen. Der Eigen­an­teil da­für beträgt nur 50 Euro.

Internetseite Stromspar-Check Karlsruhe

Internetseite Kühlgerätetausch


Fördermöglichkeiten in Baden-Württemberg

Mit der "Ener­gie­ef­fi­zi­enz­fi­nan­zie­rung - Sanieren" hat das baden-württem­ber­gi­sche Umwelt­mi­nis­te­rium ein neues ­För­der­pro­gramm aufgelegt. Dabei wird die bestehen-de KfW-Förderung des Bundes für Sanie­run­gen auf ambitio­nier­te Ef­fi­zi­enzstan-dards (KfW 55 und 70) mit Landes­mit­teln auf­ge­stockt. Die L-Bank wickelt das Förder­pro­gramm ab, Anträ­ge ­müs­sen über die Hausbank gestellt werden.

Energieeffizienzfinanzierung - Sanieren


Im Rahmen des Programms "Wohnen mit Zukunft: Erneu­er­ba­re ­Ener­gien" fördert das Land mit vergüns­ti­gen Darlehen den Einbau heiz­tech­ni­scher Anlagen auf Basis erneu­er­ba­rer Energien (­so­lar­ther­mi­sche Anlagen, Biomas­se­an­la­gen oder Wärme­pum­pen). Für die Antrag­stel­lung ist die L-Bank zuständig (Haus­bank­ver­fah­ren). Besonders attraktiv: Eine Kombi­na­tion des landes­ge­för­der­ten Dar­le­hens mit direkten Förder­zu­schüs­sen des Bundes über das BAFA (­siehe unten) ist kein Problem und damit förderun­schäd­lich.

Darlehensprogramm "Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien"


Wer eine Photo­vol­taik­an­lage instal­lie­ren und ergänzend dazu auch einen Batte­rie­spei­cher anschaffen möchte, kann über die L-Bank eine Förderung für den Strom­spei­cher beantragen. Die Förder­sum­me ­be­trägt 200 bzw. 300 Euro pro kWh nutzbarer Speicher­ka­pa­zi­tät. Wichtig: Die Förderung wird ausschließ­lich im Zusam­men­hang mit der Errichtung einer neuen PV-Anlage gewährt. Für den nach­träg­li­chen Kauf eines Batte­rie­spei­chers gibt es kein Geld.

Förderung netzdienlicher Photovoltaik-Batteriespeicher


Unter­schied­li­che Förder­mög­lich­kei­ten für gewerblich genutz­te Im­mo­bi­lien, Unter-nehmen, kirchliche Einrich­tun­gen, Kommunen und Ver­eine umfasst das Klima-schutz-Plus-Programm des Um­welt­mi­nis­te­ri­ums, das jedes Jahr mit einigen Änderungen neu auf­ge­legt wird. Zum Förde­r­um­fang gehören sowohl ­Ener­gie­dia-gnosen und Beratungs­pro­gramme, bestimmte inves­ti­ve ­Maß­nah­men oder die Durch­füh­rung von Energie­ef­fi­zi­enz-Netzwerken.

Förderprogramm Klimaschutz-Plus


Fördermöglichkeiten auf Bundesebene

Mit der Bundes­för­de­rung für effiziente Gebäu­de (­BEG) wird die energe­ti­sche Gebäu­de­för­de­rung des Bundes ab 2021 komplett neu aufgesetzt. Die BEG ersetzt die bislang ­be­ste­hen­den Programme zur Förderung von Energie­ef­fi­zi­enz und Er­neu­er­ba­ren Energien im Gebäu­de­be­reich - darunter das CO2-Gebäu­des­a­nie­rungs­pro­gramm, das Programm zur Hei­zungs­op­ti­mie­rung, das Anreiz­pro­gramm Energie­ef­fi­zi­enz und das Markt­an­reiz­pro­gramm zur Nutzung Erneu­er­ba­rer Energien im Wär­me­markt. Insgesamt umfasst die BEG drei Programm­teile, die je­weils verschie­dene Kredit- und Zuschuss­va­ri­an­ten um­fas­sen:
1. Bundes­för­de­rung für effiziente Gebäude - Wohnge­bäude (BEG WG)
2. Bundes­för­de­rung für effiziente Gebäude - Nicht­wohn­ge­bäu­de (­BEG NWG)
3. Bundes­för­de­rung für effiziente Gebäude - Einzel­maß­nah­men (BEG EM)

Bei den Programm­tei­len 1 und 2 geht es um die Kompletts­a­nie­rung zu (bzw. die Neuer­rich­tung von) besonders energie­ef­fi­zi­en­ten ­Ge­bäu­den nach den bewährten KfW-Effizi­enz­haus­stan­dards. Der Pro­gramm­teil 3 ist für Einzel­maß­nah­men gedacht, falls eine Sa­nie­rung nur schritt­weise angegangen werden kann.

Der besonders umfang­rei­che BEG-Programm­teil für Einzel­maß­nah­men in der Zuschuss­va­ri­ante wird über das Bun­des­amt für Wirtschaft und Ausfuhr­kon­trolle (BAFA) verwaltet und ist bereits im Januar 2021 gestartet. Geför­der­t wer­den hier sowohl für Wohnge­bäude als auch für Nicht­wohn­ge­bäu­de ­Maß­nah­men an der Gebäu­dehülle (Dämmung, Fenster und Türen), der Einbau effizi­en­ter Heizungs­an­la­gen und weiterer Anlagen­tech­ni­k ­so­wie Maßnahmen zur Heizungs­op­ti­mie­rung. Bestimmte Fachpla­nungs- und Baube­glei­tungs­leis­tun­gen sind ebenfalls zuschuss­fä­hig.

Übergreifende Informationen des BAFA zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Einzelmaßnahmenförderung des BAFA - Sanierung Wohngebäude

Einzelmaßnahmenförderung des BAFA - Sanierung Nichtwohngebäude


Die Kredit­va­ri­ante zur Einzel­maß­nah­men­för­de­rung sowie die wei­te­ren Programm­teile (BEG NWG und BEG WG als Zuschuss- und Kre­dit­va­ri­an­te) sind dagegen bei der bundes­ei­ge­nen KfW-Förderbank angesie­delt und starten erst zum 1. Juli 2021. Deshalb laufen die bisherigen Förder­pro­gramme der KfW für die energe­ti­sche Sanierung von Bestands­ge­bäu­den oder den Bau bzw. Kauf neuer Energie­spar­ge­bäude auch noch bis zum 30. Juni 2021 weiter. Ab dem 1. Juli 2021 können dann Anträge auf die neuen Förder­kre­dite und Zuschüsse der BEG gestellt werden.

Informationsseite der KfW zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Förderprogramme der KfW "Energetisch Sanieren"

Förderprogramm der KfW Energieeffizient Bauen


Wer erneu­er­bare Energien zur eigenen Strom- oder Wärme­er­zeu­gung ­nut­zen möchte, kann bei der KfW-Bank außerhalb der BEG-Förde­rung auf zinsgüns­tige Kredite zurück­grei­fen - hierzu gehört auch die För­de­rung von Batte­rie­spei­chern. Der Einbau innova­ti­ver­ ­Brenn­stoff­zel­len­sys­teme wird ebenfalls durch ein eigen-ständi­ge­s ­Zu­schuss-Förder­pro­gramm unter­stützt.

Förderprogramm der KfW Erneuerbare Energien - Standard

Förderprogramm der KfW Brennstoffzelle


Für die Antrag­stel­lung bestimmter Einzel­maß­nah­men sowie die För­der­be­an­tra­gung für KfW-Effizi­enz­ge­bäude ist die Einbin­dung ­zu­ge­las­se­ner Energie­be­ra­ter (Ener­gie­ef­fi­zi­enz-Experten) erfor­der­lich. Örtlich ansässige Energie­ef­fi­zi­enz-Experten lassen sich leicht ­über eine Datenbank des Bundes recher­chie­ren. Außerdem bietet die BAFA im Rahmen der Bundes­för­de­rung für Energie­be­ra­tung im Wohn­ge­bäu­de­be­reich auch weiterhin hohe Zuschüsse für die Er­stel­lung indivi­du­el­ler Energie­kon­zepte und Sanie­rungs­fahr­plä­ne an, wobei die Antrag­stel­lung hier direkt über die Energie­be­ra­ter er­folgt.

BAFA - Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude

Datenbank EnergieeffizienzExperten


Als weitere wichtige Förder­mög­lich­keit auf Bundes­ebene lässt sich die Bonus­för­de­rung für Elektro­fahr­zeuge nennen, um den Absatz neuer Elektro­fahr-zeuge in Deutsch­land zu steigern. Die Zu­schüsse sind über das BAFA zu beantragen. Ergänzend bietet die KfW derzeit noch Zuschüsse für die Instal­la­tion priva­ter La­de­sta­tio­nen (Wohn­ge­bäu­de) an.

BAFA-Förderung Elektromobilität

Förderprogramm der KfW Ladestationen für Elektroautos

Die unabhän­gige Energie­be­ra­tung der Verbrau­cher­zen­tra­len hilft bei allen Fragen zum Energie­ver­brauch in den eigenen vier Wänden. Es gibt verschie­dene Beratungs­bau­steine, die aufgrund einer Bundes­för­de­rung stark vergüns­tigt angeboten werden können. Für einkom­mens­schwa­che Haushalte mit entspre­chen­dem Nachweis sind die Beratungs­an­ge­bote kostenfrei. In Karlsruhe werden die Vor-Ort-Energie­checks in Koope­ra­tion mit der KEK Karlsruher Energie- und Klima­schutz­agen­tur angeboten.

Übersichtsseite Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverbands

Energiechecks für zu Hause in Karlsruhe (Verbraucherzentrale und KEK)


Förderratgeber und Übersichten

Einen guten und regelmäßig aktua­li­sier­ten Überblick über die wich­tigs­ten Förder­pro­gramme für Privat­per­so­nen, Unter­neh­men und Öf­fent­li­che Einrich­tun­gen bietet das Portal von co2online:

Zur Fördermittelportal von co2online


Der Förder­mit­tel­kom­pass der Energie­agen­tur Rheinland-Pfalz ­fin­det bundesweit Förder­mög­lich­kei­ten des Bundes, des Landes­ ­so­wie der Kommunen und Energie­ver­sor­ger.

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