Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Radverkehr

Verkehrsregeln und Verkehrszeichen für Fahrradfahrende

Sicheres Radfahren in Karlsruhe



Sicheres Radfahren in Karlsruhe

  • Passen Sie Ihre Geschwin­dig­keit den Verhält­nis­sen an.

  • Nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrs­teil­neh­mende.

  • Befahren Sie Radwege nicht in falscher Richtung, das gehört zu den Haupt­un­fall­ur­sa­chen.
    Das Rechts­fahr­ge­bot gilt auch für Radwege.

  • Fahren Sie nicht auf Gehwegen. Dies ist nur für Kinder bis zu 10 Jahren und bei bis zu 8-Jährigen für eine sie beglei­ten­de ­Per­son erlaubt.

  • Vermeiden Sie das Fahren im Toten Winkel von LKW, bleiben ­sie hinter den LKW und schlängeln Sie sich nicht zwischen Fahr­zeu­gen und Bordstein hindurch.

  • Fahren Sie bei Dunkelheit mit Licht.

  • Radeln Sie nicht unter Alkohol- oder Drogen­ein­fluss. Sie ge­fähr­den sich und andere und können den Führer­schein verlieren.

  • Hände weg vom Handy während des Fahrrad­fah­rens.

  • Tragen Sie keine Kopfhörer beim Radfahren. Sie können Ihre Um­ge­bung sonst nicht ausrei­chend wahrnehmen.

  • Fahren Sie nicht bei Rot, das ist gefährlich und kann teuer wer­den. Seien Sie ein Vorbild.

  • Tragen Sie einen Fahrrad­helm, denn dadurch kann bei Unfäl­len ­die Schwere von Kopfver­let­zun­gen reduziert werden. Benutzen Sie einen Helm, der Ihnen passt und leicht einzu­stel­len ist. Nach spä­tes­tens 5 Jahren sollte er aufgrund der Materia­ler­mü­dung ­durch einen Neuen ersetzt werden.



Grundregeln

Die Teilnahme am Straßen­ver­kehr erfordert ständige Vorsicht und ge­gen­sei­tige Rücksicht. Jeder Verkehrs­teil­neh­mende hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr als nach den Umständen unver­meid­bar, behindert oder beläs­tig­t wird.



Straßenbenutzung

Grund­sätz­lich gilt in Deutsch­land für alle Verkehrs­teil­neh­men­de das Rechts­fahr­ge­bot. Um sich selbst zu schützen ist jedoch ein aus­rei­chen­der Sicher­heits­ab­stand zum rechten Fahrbahn­ran­d ­be­zie­hungs­weise zu der vorhan­de­nen Parkierung einzu­hal­ten.

Auto­fah­rende müssen beim Überholen von Radfah­ren­den einen ­Si­cher­heits­ab­stand von 1,5 Metern innerorts und von 2 Metern au­ßer­orts zum Radfah­ren­den einhalten.

Das Neben­ein­an­der­fah­ren von Radfah­ren­den ist grund­sätz­lich ­ge­stat­tet. Wenn andere Verkehrs­teil­neh­mende behindert werden, muss hinter­ein­an­der gefahren werden.



Kinder auf Gehwegen

Kinder bis zum vollen­de­ten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollen­de­ten ­zehn­ten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwe­ge ­be­nut­zen.

Ist ein baulich von der Fahr­bahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen abweichend von Satz 1 auch jüngere Kinder diesen Radweg benutzen.

Soweit ein Kind bis zum vollen­de­ten achten Lebensjahr von einer geeig­ne­ten Auf­sichts­per­son begleitet wird, darf diese Aufsichts­per­son für die Dauer der Begleitung den Gehweg ebenfalls mit dem Fahrra­d ­be­nut­zen; eine Aufsichts­per­son ist insbe­son­dere geeignet, wenn diese mindestens 16 Jahre alt ist.

Auf zu Fuß Gehende ist be­son­dere Rücksicht zu nehmen. Der Fußgän­ger­ver­kehr darf weder ­ge­fähr­det noch behindert werden. Soweit erfor­der­lich, muss die Ge­schwin­dig­keit an den Fußgän­ger­ver­kehr angepasst werden.

Vor dem Überque­ren ei­ner Fahrbahn müssen die Kinder und die sie beglei­ten­de Auf­sichts­per­son absteigen.



Radwe­ge­be­nut­zungs­pflicht


Radwegebenutzungspflicht

Diese blauen Schilder mit weißen Symbolen "Fahrrad" - auch ­kom­bi­niert mit "Fußgän­ger" begründen die Be­nut­zungs­pflicht.

Diese Wege müssen vom Radverkehr benutzt werden.

"Andere", nicht benut­zungs­pflich­tige, Radwege dürfen wahlwei­se ­be­nutzt werden. Diese Radwege sind baulich angelegt und nach außen für die Verkehrs­teil­neh­men­den erkennbar, zum Beispiel bei as­phal­tier­ten Radwegen neben Gehweg­plat­ten, unter­schied­li­cher Farbe von Radweg- und Gehweg­plat­ten oder durch­ge­zo­ge­ne ­Mit­tel­mar­kie­rung.

Diese Radwege sind nicht speziell beschil­dert.

Innerhalb von Tempo-30-Zonen dürfen Radwege nicht ­be­nut­zungs­pflich­tig ausge­wie­sen werden.



Radweg (Zeichen 237 StVO)

Dieses Schild bezeichnet reine Radwege.
Radfah­rende müssen diese Wege benutzen, für alle anderen Verkehrs­teil­neh­men­den ist der reine Radweg verboten.
Sie sind zumeist als Einrich­tungs­rad­wege angelegt, nur in Ausnah­me­fäl­len als Zweirich­tungs­rad­wege.



Gemein­sa­mer Fuß- und Radweg (Zeichen 240 StVO)

Sonderweg für zu Fuß Gehende und Radfah­rende. Im Unter­schied zum getrennten Fuß- und Radweg weist dieses Zeichen auf die gemeinsame Nutzung durch zu Fuß Gehende und Radfah­rende hin.

Für Radfah­rende gilt: Bitte Rücksicht auf zu Fuß Gehende nehmen!



Getrennter Fuß- und Radweg (Zeichen 241 StVO)

Sonderweg für zu Fuß Gehende und Radfah­rende. Die Trennung der beiden Wege kann durch eine weiße Linie oder einen farblich/­bau­lich vonein­an­der abgesetz­ten Belag erfolgen.

Am Verkehrs­zei­chen lässt sich ablesen, welche Wegseite für den Radverkehr bestimmt ist. Radfah­rende dürfen weder auf der Fußver­kehrs­seite, noch auf der Straße fahren. Anderer­seits ist die Radspur für andere Verkehrs­teil­neh­mende verboten.



Weitere Verkehrsangebote für Radfahrende


Sonderweg Fußgänger mit Zusatz­zei­chen
"Radfahrer frei" (Zeichen 239 mit 1022-10 StVO)

Fußwege, die zusätzlich zum Zeichen "Fußgän­ger" (Z 239) auch mit dem Zeichen "Radfahrer frei" beschil­dert sind, dürfen mit dem Fahrrad befahren werden.
Radfah­rende müssen jedoch besondere Rücksicht auf die zu Fuß Gehenden nehmen und dürfen nur mit Schritt­ge­schwin­dig­keit fahren.

Solche Wege stellen ein Angebot für Radfah­rende dar, es besteht aber keine Benut­zungs­pflicht.



Radfahr­strei­fen (Zeichen 237 StVO)

Das blaue Verkehrs­zei­chen mit weißem Fahrrad­sym­bol kennzeich­net auch Radfahr­strei­fen.
Darunter versteht man einen auf der Fahrbahn markierten, für den Radverkehr vorge­se­he­nen Teil der Straße.
Zur Verdeut­li­chung ist das Symbol oft auch als Piktogramm auf dem Radfahr­strei­fen, der zusätzlich rot eingelegt sein kann, markiert.


Schutz­strei­fen

Der Schutz­strei­fen ist ein mittels einer Leitlinie (unter­bro­chene Fahrbahn­mar­kie­rung) von der Fahrbahn abmar­kier­ter Teil der Straße für den Radverkehr.

Im Unter­schied zum Radfahr­strei­fen sind Schutz­strei­fen nicht speziell beschil­dert und dürfen von breiteren Fahrzeugen mitbenutzt werden.

Schutz­strei­fen befinden sich immer am rechten Fahrbahn­rand und aus dem Rechts­fahr­ge­bot entsteht somit die Benut­zungs­pflicht im Strecken­ver­lauf.

Sowohl auf Radfahr­strei­fen als auch auf Schutz­strei­fen gilt ein generelles Haltverbot.



Aufge­wei­te­ter Radauf­stell­strei­fen

Für den Radverkehr kann an Licht­si­gnal­an­la­gen eine zweite Haltlinie mit einer Aufstell­flä­che vor dem Kraft­fahr­zeug­ver­kehr markiert werden. Die vorge­zo­gene Aufstell­flä­che bietet dem Radverkehr eine sichere Möglich­keit, sich während der Rotphase der Licht­si­gnal­an­lage vor dem Kraft­fahr­zeug­ver­kehr aufzu­stel­len. Hierdurch entstehen gute Sicht­be­zie­hun­gen und es wird Konflikten mit links abbie­gen­dem Radverkehr und gleich­zei­tig geradeaus fahrendem Kraft­fahr­zeug­ver­kehr weitest­ge­hend entgegen gewirkt.



Radschnell­wege (Zeichen 350.1 und 350.2 StVO)

Das Verkehrs­zei­chen Radschnell­wege dient der Kennzeich­nung der Radschnell­wege unabhängig von der Fahrbahn­be­schaf­fen­heit.
Solche Wege stellen ein Angebot für Radfah­rende dar, es besteht aber keine Benut­zungs­pflicht.


Einbahn­straße, Radfahrer in beiden Richtungen frei (Zeichen 220 mit 1000-32 StVO) 

Innerhalb von Tempo-30-Zonen können Einbahn­stra­ßen unter bestimmten Voraus­set­zun­gen für Radfah­rende in beide Fahrtrich­tun­gen freige­ge­ben werden.

Erkennbar ist dies an den zusätzlich zur Beschil­de­rung "Einbahn­stra­ße" (am Beginn der Straße) und "Verbot der Einfahrt" (am Ende der Straße) angebrach­ten Zusatz­zei­chen "Radfahrer in beiden Richtun­gen" bzw. "Radfahrer frei". An gleich­be­rech­tig­ten Kreuzungen oder Einmün­dun­gen gilt Rechts-vor-Links.

 

Einbahn­straße, Radfahrer in beiden Richtungen frei (Zeichen 267 mit 1022-10 StVO) 

Einbahn­stra­ßen, die zusätzlich zur Beschil­de­rung "Einbahn­stra­ße" (am Beginn der Straße) und "Verbot der Einfahrt" (am Ende der Straße) mit den Zusatz­zei­chen "Radfahrer in beiden Richtun­gen" bezie­hungs­weise "Radfahrer frei" ausge­stat­tet sind, dürfen vom Radverkehr in beide Richtungen befahren werden.

 


Fahrrad­straße (Zeichen 244 StVO)

Der Beginn und das Ende von Fahrrad­stra­ßen ist mit den Verkehrs­zei­chen 244 und 244a beschil­dert.

Auf Fahrrad­stra­ßen gelten die Vorschrif­ten über die Benutzung von Fahrbahnen.
Abweichend davon gilt:
Andere Fahrzeug­füh­rende als Radfah­rende dürfen Fahrrad­stra­ßen nur benutzen, soweit dies durch Zusatz­schild zugelassen ist
Alle Fahrzeuge dürfen nicht schneller als mit einer Geschwin­dig­keit von 30 km/h fahren
Radfah­rende dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraft­fahr­zeug­füh­rende die Geschwin­dig­keit weiter verringern
Radfah­rende dürfen auch neben­ein­an­der fahren.



Fahrrad­zone (Zeichen 244.3 und 244.4 StVO)

Hier orien­tie­ren sich die Regelungen an den Regeln für Fahrrad­stra­ßen: Für den Fahrver­kehr gilt eine Höchst­ge­schwin­dig­keit von 30 km/h. Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden.  Auch Elektro­kleinst­fahr­zeuge können hier fahren.


Tempo-30-Zone (Zeichen 274.1-50 StVO)

In Tempo-30-Zonen gibt es keine benut­zungs­pflich­ti­gen, mit Zeichen 237, 240, 241 StVO speziell ausge­wie­se­nen Radwege. Die Radfah­ren­den fahren hier in der Regel zusammen mit dem Kraft­fahr­zeug­ver­kehr auf der Fahrbahn. In manchen Tempo-30-Zonen sind aus früheren Zeiten noch "andere, nicht benut­zungs­pflich­tige Radwege" vorhanden.



Verkehrs­be­ru­higte Bereiche (Zeichen 325 StVO)

Verkehrs­be­ru­higte Bereiche stehen allen Verkehrs­teil­neh­men­den zur Verfügung.
Innerhalb dieser Bereiche dürfen zu Fuß Gehende die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen; auch Kinder­spiele sind erlaubt. Der Fahrzeug- und Radverkehr muss Schritt­ge­schwin­dig­keit einhalten (4 bis 7 km/h).
Fahrzeug­füh­rende dürfen die zu Fuß Gehenden nicht gefährden oder behindern; wenn nötig, müssen sie warten. Zu Fuß Gehende dürfen den Fahrver­kehr jedoch nicht unnötig behindern. 
 


Grünpfeil für den Radverkehr (Zeichen 271 StVO)

Radfah­rende, die aus einem Radfahr­strei­fen oder baulich angelegten Radweg heraus rechts abbiegen wollen, können, wenn das Grünpfeil­schild angebracht ist, unter Beachtung der bevor­rech­tig­ten Verkehre rechts abbiegen. Dafür wurde ein geson­der­ter Grünpfeil, der allein für Radfah­rende gilt, eingeführt.



Fußgän­ger­über­wege

An Fußgän­ger­über­we­gen ("Zebra­strei­fen") hat der Verkehr auf der Fahrbahn den zu Fuß Gehenden, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermög­li­chen.

Diese gesetz­li­che Festlegung gilt nicht für Radfah­rende. Der Fußgän­ger­über­weg darf zwar mit dem Fahrrad befahren werden - der oben genannte Vorrang steht ihnen jedoch nicht zu.

Nur Radfah­rende, die ihr Fahrrad schieben, gelten in dieser Situation als zu Fuß Gehende.



Überhol­ver­bot von einspu­ri­gen Fahrzeugen (Zeichen 277.1 und 281.1 StVO)

Mehrspu­rige Fahrzeuge dürfen hier weder ein- noch mehrspu­rige Fahrzeuge überholen.

Quelle: DVR | Verkehrszeichen in der StVO