Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Zoologischer Stadtgarten

Kleiner Onkel

Kleiner Onkel

Im Karlsruher Zoo ist die tierische Pippi-Langstrumpf-Familie nun komplett. Nach Rosalinda, dem Papagei, der damals tatsäch­lich im Film mit dabei war und vergan­ge­nes Jahr ins Badische kam, ist nun auch der Kleine Onkel in Karlsruhe eingezogen. Herr Nillson, der Affe aus der Villa Kunterbunt, ist durch seine Verwandten, die Toten­kop­fäff­chen im Exotenhaus, vertreten.
Tierpfle­ger Robert Scholz hat am Donnerstag den Kleinen Onkel aus Hamburg abgeholt. Am Freitag­vor­mit­tag wurde das Pony mit den chark­te­ris­ti­schen schwarzen Flecken der Öffent­lich­keit im Zoo vorge­stellt.
Pippi Langstrumpf begleitet seit Ende der 1960er Jahre Genera­tio­nen von Kindern. Vier Spielfilme und eine 21-teilige TV-Serie haben bleibenden Eindruck hinter­las­sen. Auch die Kinder heute lieben immer noch "ihre" Pippi. "Die Geschichte von Astrid Lindgren ist wunderbar. Eine Hauptrolle spielen neben der Protago­nis­tin aber auch immer die Tiere", erläutert Karlsruhes Zoodi­rek­tor Dr. Matthias Reinschmidt: "Und hier im Zoo merken wir, wie beliebt diese Tiere sind. Es gibt keine Führung, bei der Rosalinda ausge­las­sen werden darf."

Kleiner Onkel

Einen Kleinen Onkel in den Zoolo­gi­schen Stadt­gar­ten Karlsruhe zu holen, war dennoch nicht ganz einfach. "Es gibt kaum Tiere, die solch eine Musterung haben. Zumal wir haupt­säch­lich nach Ponys Ausschau gehalten haben. Das ist für die Kinder schöner", erzählt der Zoochef von der schwie­ri­gen Suche. "Wer ein solches Tier hat, gibt es nicht her. Oder die Preise dafür sind ziemlich hoch."
Dass es dennoch geklappt hat, ist Robert Scholz und den Zoofreun­den zu verdanken. Der Tierpfle­ger hörte sich intensiv um, wer einen Kleinen Onkel abzugeben hätte. Bei einem Zirkus wurde er fündig. Den Kauf haben dann die Zoofreunde möglich gemacht, die das Tier bezahlt haben. Da das Pony im Zirkus das Reisen gewöhnt war, hat dem kleinen Hengst auch die Fahrt nach Karlsruhe nichts ausgemacht. "Er ist einfach selbst in den Trans­por­ter und große Kiste darin geklettert. Auch auf der Fahrt war er komplett ruhig", berichtet Scholz.

Am frühen Abend im Zoo angekommen, war bei den Ponys des Zoos die Aufregung gleich groß. Der Gang in den Stall wurde genau von den Pony-Damen verfolgt. Auch bei der Vorstel­lung im Zoo war das Interesse am Kleinen Onkel riesig. Neben den ganzen Medien-Vertretern von Fernsehen, Radio, Zeitungen und Internet ließen sich auch viele Zoobe­su­cher den ersten Blick auf das außer­ge­wöhn­li­che Pony nicht nehmen. Zu viel wurde es dem Mini-Hengst allerdings nicht. Viele Zuschauer war er ja auch schon aus dem Zirkus. Und zu einem Mädchen hat sich der Kleine Onkel bei der Vorstel­lung besonders hingezogen gefühlt: Die sechs­jäh­rige Kassandra kam als Pippi Langstrumpf verkleidet.