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Karlsruhe: Zoologischer Stadtgarten

Kropfgazellen

Persische Kropfgazelle


Anfang der 1960er Jahre kamen die ersten Persi­schen Kropf­ga­zel­len nach Karlsruhe und bezogen ihr Domizil in einem Gehege am Fuße des Lauter­bergs in der Nähe der Kasse am Haupt­bahn­hof. Heute ist Karlsruhe bekannt für seine heraus­ra­gen­den Erfolge bei der Haltung und Zucht dieser in europäi­schen Zoos selten gezeigten, asiati­schen Antilo­pen­art. Hier leben die meisten Kropf­ga­zel­len in Europa, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind: eine Gruppe aus erwach­se­nen Weibchen mit Jungtieren im Innenstadt-Zoo und eine Gruppe aus männlichen Tieren verschie­de­nen Alters im Tierpark Oberwald, der Dependance des Karlsruher Zoos.

Zur Paarungs­zeit im Dezember / Januar wird aus der kleinen Bockgruppe im Tierpark Oberwald ein "Zuchtbock für die kommende Saison" ausgewählt und in die Weibchen­gruppe im inner­städ­ti­schen Zoo integriert. Nach kurzer Einge­wöh­nung im neuen Gehege treibt der Bock unermüd­lich seine Weibchen und beginnt, diese zu decken. Nach der Paarungs­zeit wird der Bock wieder in den Oberwald umgesetzt. Auf diese Weise kann er während der Geburt- und Aufzuchts­phase nicht als Störfaktor im Zoogehege auftreten. Die Jungen, die dann ab Ende Juni geboren werden, folgen - nach kurzer "Ablie­ge­pha­se" - bald ihren Müttern, werden schnell selbstän­dig und nehmen nach wenigen Wochen zusätzlich zur Mutter­milch auch feste Kost zu sich.

Seit 1960 - das Jahr der ersten Kropf­ga­zel­len-Geburten in Karlsruhe - wurden hier mehrere Hundert Kitze geboren, von denen etwa 50 % erfolg­reich aufgezogen werden konnten. Die Tradition der Haltung von Persischen Kropf­ga­zel­len im Zoo Karlsruhe, der europaweit die Zucht koordi­niert, wird fortge­führt werden. Geplant sind weitläu­fige, neue Gehege im nördlichen Bereich des Stadt­gar­tens, die im Rahmen des neuen Zookon­zep­tes in den kommenden Jahren realisiert werden sollen.

Allgemeine Infor­ma­tio­nen zu Kropfgazellen (Verband der Zoologischen Gärten e.V.)

 

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