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Karlsruhe: Zoologischer Stadtgarten

Die Umnutzung und der Umbau des Tullabades in ein Exotenhaus

Impressionen von der Baustelle Exotenhaus

Raumgerüst in der großen Halle

Raumgerüst in der großen Halle


Noch erkennt man die Umkleideräume des Tullabades

Noch erkennt man die Umkleideräume des Tullabades


Der Keller Ost nach dem Ausbau der Bädertechnik

Der Keller Ost nach dem Ausbau der Bädertechnik


Erste Felsstrukturen in der großen Halle

Erste Felsstrukturen in der großen Halle


Abbruch unter der Tribüne der großen Halle

Abbruch unter der Tribüne der großen Halle


Die Uferlandschaft in der großen Halle wächst

Die Uferlandschaft in der großen Halle wächst


 

Die Umnutzung des Tullabades in ein Exotenhaus
Das Tullabad wurde nach einem Entwurf des damaligen städti­schen Hochbau­am­tes unter der Leitung von Oberbaurat Helmut Stephan gebaut und 1955 als damals modernstes deutsches Hallenbad in Betrieb genommen. Es markierte in der Nachkriegs­zeit eine völlig neue Phase in der Geschichte der Hallen­ba­dar­chi­tek­tur und ist heute ein "Kultur­denk­mal von besonderer Bedeutung". Es wurde 2008 geschlos­sen und dem angren­zen­den Zoolo­gi­schen Stadt­gar­ten zur weiteren Nutzung übergeben. Voraus­ge­gan­gen war ein Wettbewerb zur Erwei­te­rung des Karlsruher Zoos und in diesem Zusam­men­hang auch der Umnutzung des ehema­li­gen Tullabades in ein Exotenhaus. Das Tullabad ist benannt nach Johann Gottfried Tulla, einem badischen Ingenieur, der im 19. Jahrhun­dert die Rhein­be­gra­di­gung durch­führte.

Im Exotenhaus lebt Tulla über die Themen Ufer und Fluss weiter. Wo sich einst Badegäste tummelten, hat der Zoo sein Konzept der Uferland­schaft umgesetzt. Die gesamte Planung wurde mit dem Denkmalamt abgestimmt, vor allem bezüglich Fassaden und Foyer. Im Foyer des Exoten­hau­ses im früheren großen Kassen­häus­chen sind in einer künst­le­ri­schen Ausein­an­der­set­zung die Themen "Schwimm­sport im Tullabad" und Johann Gottfied Tulla darge­stellt. Der Thematik Tullabad-Tulla | Mensch am Rhein | Natur am Rhein widmet sich eine Präsen­ta­tion im Foyer. Dieses Thema soll in einer ergän­zen­den Ausstel­lung weiter vertieft werden Koope­ra­ti­ons­part­ner ist hier das KIT. Als Einstieg in die künftige, dauerhafte Präsenz des KIT ist bereits zur Eröffnung eine kleine, infor­ma­tive Ausstel­lung im Keller­ge­schoss zu sehen (im Raum "Aktuelle Ausstel­lung"). Sie soll Gäste auf die Themen einstimmen, die künftig Bausteine der pädago­gi­schen Aktivi­tä­ten im Sinne des Natur-, Arten-, Umwelt - und Klima­schut­zes sein werden.

Der Umbau des Tullabades in ein Exotenhaus
Im Exotenhaus sind folgende Funktionen unter­ge­bracht:

  • große Halle und kleine Halle für die Tierprä­sen­ta­tion
  • Flächen für Tierhal­tung sowie Aufent­halts­be­rei­che für das Tierpfle­ger­team
  • die Abteilung für Zoopäd­ago­gik mit Unter­richts­räu­men
  • Restau­ra­tion/Er­leb­nis­ga­stro­no­mie

Zwischen Oktober 2012 und Juni 2015 wurde das Gebäude bei Gesamt­kos­ten von rund 21 Millionen Euro umgebaut. Darin enthalten sind auch die Ausstat­tun­gen für die Tierhal­tung.

Projekt­lei­tung: Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

  • Architekt:Archi­tek­tur­büro: Stendal, Bach/Schwarz­brunn/Z­abries (Stendal)
  • Archi­tek­ten und Ingenieure für Stadt-, Landschafts- und Freiraum­pla­nung Kreiken­baum und Heinemann (Bremen)

Einzela­spekte der Bauaus­füh­rung:

  • Fassade: Erneuerung der Glasfassa­den als Aluminium Pfosten-Riegel-Konstruk­tion mit Vogel­schutz­ver­gla­sung, teilweise Wärme­dämm­ver­bund­sys­tem oder Innen­däm­mung (Ostfassa­de),
  • Dach: Erneuerung des Dachauf­baus und der obersten Dachtrag­schale der großen Halle und Einbau von drei Folien­kis­seno­ber­lich­tern, Dämmung und Abdich­tung aller Dachflä­chen.
  • Innen­aus­bau: Nicht tragende Trennwände in Ständer­bau­weise mit Gipskar­ton­be­klei­dung, Boden­be­lä­ge Fliesen oder Linoleum, abgehängte Decken, in den Hallen Kunst­fel­sland­schaft mit Gehegen, Galerie und Aufzügen.
  • Technik: Fernwär­me­an­schluss, Beheizung der Hallen über die Lüftung mit Wärme­rück­ge­win­nung, sonst statische Heizkörper, flächen­de­ckende Brand­mel­de­an­lage, Rauch- und Wärme­ab­zugs- Anlagen, Abwas­ser­he­be­an­la­gen, Aquari­en­tech­nik
  • Netto­ge­schoss­flä­che: 6.240 Quadrat­me­ter, Brutto­ge­schoss­flä­che: 8.400 Quadrat­me­ter, Brutto­rau­min­halt: 35.200 Kubikmeter.

Tierhal­tungs- und Pfleger­be­rei­che befinden sich im Wesent­li­chen im "Backstage-Bereich" hinter der Tribüne - im Erd- und Oberge­schoss, die zentrale Futter­kü­che im Unter­ge­schoss. Die Zoopäd­ago­gik erhält eigene Räumlich­kei­ten.