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Karlsruhe: Zoologischer Stadtgarten

Ein Zoo mit Naturschutzauftrag

Kleiner Panda


In vielen Teilen der Welt ist das Zusam­men­spiel von Pflanzen, Tieren und Menschen in Schieflage geraten. Denn die fein verwobenen Abhän­gig­kei­ten in der Natur sind auf vielerlei Ebenen aus dem Lot geraten. Die Rolle als Verbün­de­ter und Vermittler im Natur- und Arten­schutz gewinnt angesichts Umwelt­zer­stö­rung und schwin­den­der biolo­gi­scher Vielfalt für Zoos zunehmend an Bedeutung. Der Zoolo­gi­sche Stadt­gar­ten Karlsruhe engagiert sich sowohl im nahen Umland als auch bei weltweiten Projekten für den Erhalt von Lebens­räu­men und bedrohten Tierarten. Als Mitglied der WAZA (World Associa­tion of Zoos and Aquaria, Weltz­oo­ge­mein­schaft) orientiert sich der Zoo Karlsruhe in seinem Wirken an den Zielen der Weltna­tur­schutz­stra­te­gie.

Besuche­rin­nen und Besucher sollen sich nicht nur vom Alltagsstress erholen, sondern für Umwelt­an­lie­gen sensi­bi­li­siert werden. Ziel ist, sie zu motiviert, sich für den Schutz von Wildtieren und ihren Lebens­räu­men einzu­set­zen. Aufgabe der Zoopäd­ago­gik ist damit nicht nur, biolo­gi­sche Kenntnisse über Tiere zu vermitteln. Sie soll darüber hinaus gezielt den Fokus auf die Gefährdung der unter­schied­li­chen Tiere und Lebens­räu­me legen. Die Forschung soll so ausge­rich­tet sein, dass sie der Wieder­ein­bür­ge­rung und Umsiedlung von Tieren sowie ihrem Schutz in der freien Wildbahn dienen kann. Das heißt unter anderem auch: Die gemein­sa­men Zucht­pro­gramme für bedrohte Tierarten sollen mit Schutz­be­stre­bun­gen für diese Arten in der freien Natur verbunden werden.

In Zoos werden Zoobe­stände von gefähr­de­ten Tierarten aufgebaut und solange gesund erhalten, bis eine Wieder­an­sied­lung in natür­li­chen Biotopen möglich ist. Eine große Zahl lokal oder vollstän­dig ausge­rot­te­ter Tierarten - von der Feldgrille und der Pazifi­schen Baumschne­cke bis hin zum Mexika­ni­schen Wolf - konnte so wieder in ihrer ursprüng­li­chen Heimat einge­bür­gert werden. Mit Säbelan­ti­lo­pen (erstmals 1995), Przewals­kip­fer­den (erstmals 1998) oder auch dem Wisent hat sich der Zoolo­gi­sche Stadt­gar­ten Karlsruhe bereits mehrfach erfolg­reich an Auswil­de­rungs­pro­jek­ten beteiligt.

 

Ziele der Weltnaturschutzstrategie

  • Schaffung von artge­rech­ten Lebens­räu­men für Tiere
  • Nachhal­tige Infor­ma­tion der Bevöl­ke­rung über die Belange des Natur- und Arten­schut­zes
  • Einbindung der Besuche­rin­nen und Besucher aller Alter­s­stu­fen in das Wissen um Tiere und deren notwen­di­gen Schutz
  • Unter­stüt­zung bedrohter Tierarten in ihren Lebens­räu­men
  • Weltweite Betei­li­gung an der Schulung der Bevöl­ke­rung vor Ort in den Schutz­ge­bie­ten
 
 

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