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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Der Karlsruher Wald

Stadtwald Fränkle



Der Wald bildet zusammen mit den Parks, Grünan­la­gen und Klein­gär­ten einen wesent­li­chen und unver­zicht­ba­ren Teil der "­Grü­nen Lunge" unserer Stadt. Die Karlsruher Wälder spiegeln die land­schaft­li­che Vielfalt wider: sie reichen vom Rhein über den Hardt­rücken, die Kinzig-Murg-Rinne bis in das Vorland von Schwarz­wald und Pfinzgau. Praktisch alle einhei­mi­schen Baumar­ten und einige schon sehr lange hier behei­ma­tete Baumarten aus an­de­ren Ländern gedeihen dank der geolo­gi­schen, geogra­phi­schen und klima­ti­schen Situation. Vorteil der zerstreu­ten Lage ist, dass alle Karls­ru­he­rin­nen und Karlsruher den Wald quasi vor Ihrer Haustür haben.

Die Entwick­lung der Waldfläche seit 1715

Karlsruhe wurde 1715 auf einer Lichtung im Hardtwald gegründet. Viele Flächen­aus­deh­nun­gen der Stadt gingen daher auf Kosten des Waldes. Seit 1780 hat sich der Waldanteil an der Ge­mar­kungs­flä­che beinahe halbiert. Die flächen­mä­ßig größten Wald­ver­luste entstanden im letzten Jahrhun­dert nach 1945.

Besonders großflä­chige Waldver­luste gab es zwischen 1945 und 1970. Wohnungs­bau (zum Beispiel Waldstadt, Nordstadt mit der Erz­ber­ger­straße, Bergwald­sied­lung), Indus­trie­an­sied­lun­gen (Öl­raf­fi­ne­ri­en), Verkehrs- und Versor­gungs­in­fra­struk­tur, Kies­gru­ben und Deponien benötigten in diesem Zeitraum etwa 1.400 ha Waldfläche (Quelle: R. Hammer: Waldflä­chen­ent­wick­lung und Wal­der­hal­tungs­po­li­tik in Ballungs­räu­men, Univer­si­tät Freiburg i.Br., 1985). Demge­gen­über fanden nur klein­flä­chig ­Neu­auf­fors­tun­gen statt.

Mit Beginn der Umwelt­be­we­gung vor etwa 40 Jahren wächst auch das Be­wusst­sein für die immense Bedeutung des Waldes. Mit zu­neh­men­dem Wohlstand ändern sich zudem die Ansprüche an die Pflege und Bewirt­schaf­tung des Waldes. Großflä­chige Umwand­lun­gen von Wald bleiben seither aus. Durch die Einge­mein­dun­gen vor allem der Bergdörfer ist die Stadt­wald­flä­che wieder angewach­sen.


Daten zum Stadtwald Karlsruhe

  • Fläche 2.250 ha
  • 19 Distrikte, 146 Abtei­lun­gen davon
  • FFH-Gebiete 1.276 Hektar
  • Immis­si­ons­schutz­wald 1.925 Hektar
  • Erholungs­wald laut Waldfunk­tio­nenk­ar­tie­rung 1.602 Hektar
  • Gesetz­li­cher Erholungs­wald 867 Hektar
  • Wasser­schutz­wald 1.214 Hektar
  • Sichtschutz­wald 29 Hektar
  • Landschafts­schutz­ge­biete 1.741 Hektar
  • Natur­schutz­ge­biete 387 Hektar
  • Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH, Natura 2000) 1.233 Hektar
  • Vogel­schutz­ge­biete (Natura 2000) 444 Hektar
  • Waldbio­tope 292 Hektar
  • Schonwald 324 Hektar
  • Bannwald 4 Hektar
  • Holzvorrat 653.300 Kubikmeter oder 331 Kubikmeter je Hektar
  • Jährlich nachhaltig nutzbare Holzmenge: 14.600 Kubik­me­ter o­der 7,4 Kubikmeter je Hektar

Baumarten im Stadtwald