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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Ausbildung zur Forstwirtin/ zum Forstwirt beim Forstamt

"Aaaach­tu­u­ung" - der Warnruf ist weit zu hören und durch­bricht ­die Stille des Karlsruher Waldes.

Die Auszu­bil­den­den des Karlsruher Forstamtes sind mit der Fäl­lung von mit Borken­kä­fer befallenen Fichten beschäf­tigt. Und da heißt es "Vorsicht!" - "wir wollen uns und na­tür­lich auch die Waldbe­su­chen­den nicht gefährden, wenn ein ton­nen­schwe­rer Baum zu Fall gebracht wird", so Ausbil­dungs­lei­ter ­Frank Weber.

Die Arbeit mit der Motorsäge ist eine der Haupt­auf­ga­ben einer ­Forst­wir­tin / eines Forst­wir­tes. "Aber das ist noch längst nicht al­les", betont Annika Laser, Auszu­bil­dende im 2. Ausbil­dungs­jahr, und verweist auf vielsei­tige Tätig­kei­ten, die das Berufsbild Forst­wir­tin/­Forst­wirt auszeich­nen.

"Das Holz das wir ernten ist allge­gen­wär­tig und ein großar­ti­ger Roh­stoff in vielen Bereichen wie der Papier-, Möbel- oder ­Bau­in­dus­trie", erläutert Lukas Lohrbächer, Auszu­bil­den­der im 1. Lehrjahr.

Bis zur sogenann­ten Holzernte, der Fällung von Bäumen mit der Mo­tor­säge, bedarf es zunächst einer intensiven Pflege der jungen ­Pflan­zen bis zum statt­li­chen Baum. "Die Pflege­ar­bei­ten werden in erster Linie mit Sensen oder motor­be­trie­be­nen Freischnei­dern ­durch­ge­führt, da der Konkur­renz­druck durch den Begleit­wuchs wie Gräser, Farne, Sträucher oder auch bestimmte Baumarten in den ersten Jahren die jungen Forst­pflan­zen im Wachstum hindern", so Leonard Willimsky, Auszu­bil­den­der im 3. Lehrjahr.

Die Arbeit mit Maschinen, wie beispiels­wei­se ­Holz­be­ar­bei­tungs­ma­schi­nen, deren Funkti­ons­weise, Wartung, Instand­set­zung und Pflege sind Ausbil­dungs­in­halte und werden in der betriebs­ei­ge­nen Werkstatt am Betriebs­hof ­Gröt­zin­gen vertieft. Gerade beim Bau und der Un­ter­hal­tung von Erholungs­ein­rich­tun­gen wie Bänken, Sitz­gar­ni­tu­ren, Spiel­plät­zen und Sport­pfa­den sind Maschinen wie Band­schlei­fer, Bohr-und Hobel­ma­schi­nen und Oberfräsen ständig im Einsatz.

Einen weiteren Schwer­punkt in der Ausbildung bilden die prak­ti­schen Natur­schutz­ar­bei­ten. In Koope­ra­tion mit der Fach­kraft für Waldöko­lo­gie im Forstamt oder dem Umweltamt werden Pro­jekte zu Pflege­ar­bei­ten an Waldrän­dern, Gewässern, Mager­ra­sen und Feldge­höl­zen geplant und umgesetzt.

"Klettern machte mir schon als Kind einen riesen Spaß" erzähl­t An­nika mit leuch­ten­den Augen und unter­streicht damit die Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten als Forst­wir­tin. Sie hat bereits in der Ausbildung den Lehrgang "Seil­klet­ter­tech­nik" (SKT) an einer ­Baum­klet­ter­schule absolviert und ist damit im Bereich der Baum­pflege bestens quali­fi­ziert.

Ausbil­dungs­ab­lauf Forst­wir­tin / Forstwirt

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie findet im Wechsel zwischen ­dem Ausbil­dungs­be­trieb und der überbe­trieb­li­chen Ausbildung mit Be­rufs­schule am Forst­li­chen Ausbil­dungs­zen­trum Mattenhof in Gen­gen­bach statt.

Dort treffen sich die berufs­schul­pflich­ti­gen Auszu­bil­den­den drei- bis viermal pro Jahr zu drei- bis fünfwö­chi­gen Un­ter­richts­blö­cken. Die Unter­brin­gung erfolgt im Internat.

Die Mindest­vor­aus­set­zung für die Ausbildung ist der Haupt­schul­ab­schluss.

Weiter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten:

  • Staatlich geprüf­te(r) Forst­ma­schi­nen­füh­re­rin / Forst­ma­schi­nen­füh­rer
  • Forst­wirt­schafts­meis­te­rin / Forst­wirt­schafts­meis­ter
  • Staatlich geprüf­te(r) Forst­tech­ni­ke­rin / Forst­tech­ni­ker
  • Facha­grar­wir­tin / Facha­grar­wirt für Baumpflege und Baumsa­nie­rung
  • Forst­li­ches Studium

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