Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Bunte Vielfalt in Vorgärten

 

In vielen Vorgärten nimmt der Trend zur "Verschot­te­rung" zu. Das hat negative Folgen für Natur und Umwelt, denn Kies und Schot­ter ­bie­ten den meisten Tieren und Pflanzen weder Nahrung noch Le­bens­raum. Aus diesem Grund wurde das Verbot von Schott­er­gär­ten im neu-en Natur­schutz­ge­setz von Baden-Württem­berg bekräftigt. Da jedoch ein Garten von der Be-reitschaft seiner Nutze­rin­nen und Nutzer lebt, sich mit dem lebendigen Grün ausein­an­derzu-setzen, es zu beobachten und zu pflegen, ist ein Verbot kein Garant für viel­fäl­tige, ökologisch hochwer­tige Grünflä­chen. Häufig fehlt ­ver­meint­lich die Zeit oder das gärtne­ri­sche Wissen, wie oft auch kleine Grünflä­chen sowohl insek­ten­freund­lich als auch optisch an­spre­chend gestaltet werden können.

Mittels eines finan­zi­el­len Zuschusses bis maximal 5.000 Euro sowie einem neuen Faltblatt, welches Wege auf­zeigt, wie man mit wenig Aufwand dauerhaft pflege­leichte, aber dennoch vielfäl­tige Garten­flä­chen anlegen kann, möchte die Stadt Karlsruhe die Umgestal­tung von Schott­er­gär­ten in blühen­de und vielfältig bepflanzte Vorgärten unter­stüt­zen.

Förder­ge­gen­stand:

Die Stadt Karlsruhe fördert im Interesse des Umwelt­schut­zes die Um­wand­lung von mit Schotter überdeck­ten privaten sowie ­ge­werb­li­chen Flächen in mit Stauden und Gehölzen bepflanz­te ­Grün­flä­chen.

Förde­r­um­fang:

Förder­fä­hig ist die Umgestal­tung von zur Bepflan­zung geeig­ne­ter ­Grün­flä­chen, welche zu 75% durch Schotter und gegebe­nen­falls ei­ner Trennfolie überdeckt sind. Die zu entsie­gelnde Fläche muss ­zu­sam­men­hän­gend mindestens 15 m² betragen.

Der Zuschuss für den Rückbau von Schot­ter­flä­chen beträgt 40 Euro/m² entsie­gel­ter Fläche und maximal 5000 Euro je Liegen­schaft. Voraus­set­zung für eine Förderung aus städti­schen Mitteln ist, dass die Schot­ter­flä­chen sowie etwaige Trenn­fo­lien oder -vliese voll­stän­dig beseitigt, das anstehende Erdreich aufge­lo­ckert und die Fläche anschlie­ßend flächen­de­ckend und dauerhaft mit Stauden und Gehölzen bepflanzt werden. Es sind überwie­gen­d in­sek­ten­freund­li­che Pflanzen zu verwenden. Die Neupflan­zung von Na­del­ge­höl­zen ist im Rahmen der Förderung nicht gestattet. Einfache Nachpflan­zun­gen oder pflanz­li­che Ergän­zun­gen werden ­nicht gefördert.

Die Umgestal­tungs­maß­nah­men können durch eine Fachfirma oder in Ei­gen­leis­tung erbracht werden.

Antrags­be­rech­tigte:

Anträge zur Förderung für Grund­stücke auf dem Gebiet der Stadt­ ­Karls­ruhe können private Grund­stücks­ei­gen­tü­me­rin­nen und -eigentümer sowie Eigen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten, Erbbau­be­rech­tige, Miete­rin­nen und Mieter mit schrift­li­chem Einver­ständ­nis der Ei­gen­tü­me­rin oder des Eigen­tü­mers sowie Gewer­be­trei­bende mit ma­xi­mal zehn Mitar­bei­ten­den stellen.

Die geförderte Maßnahme darf nicht Anlass für Mieter­hö­hun­gen ­sein. 

Zeitpunkt der Antrag­stel­lung:

Die Förderung kann nur vor der Umsetzung des "Rückbaus" beim ­Gar­ten­bau­amt beantragt werden. Eine Förderung ist aus­ge­schlos­sen, wenn ohne Zustimmung (Bewil­li­gungs­be­scheid) der Be­wil­li­gungs­stelle mit der Maßnah­men­aus­füh­rung begonnen wurde.

Vor Antrag­stel­lung ist ein gemein­sa­mer Vor-Ort-Termin mit dem Gar­ten­bau­amt zu verein­ba­ren.

Der Antrag besteht aus:

► Antrags­for­mu­lar

► mindestens zwei Fotos der versie­gel­ten Fläche

► maßstäb­li­che Skizze mit Angabe der wesent­li­chen Maße der zu ent­sie­geln­den Fläche

Been­di­gung der Maßnahme

Nach Beendigung der Maßnahme ist das Garten­bau­amt über die Fer­tig­stel­lung zu infor­mie­ren und nach erfolg­rei­chem ­Ab­nah­me­ter­min vor Ort erfolgt die Auszahlung des städti­schen Zu-schusses.

Rechts­an­spruch

Ein Rechts­an­spruch auf die Gewährung von Zuschüssen besteht auch bei Vorliegen der Voraus­set­zun­gen nicht. Die Prüfung der Anträ­ge ­so­wie deren Bewil­li­gun­gen erfolgt nach der Reihen­folge der An­trag­s­ein­gänge. Es zählt das Datum des Antrag­s­ein­gangs beim ­Gar­ten­bau­amt. Die Bewil­li­gung eines Zuschusses ersetzt etwai­ge not­wen­dige öffentlich- oder privat­recht­li­che Geneh­mi­gun­gen ­nicht.

In-Kraft-Treten

Die Förderung tritt am 1. November 2021 in Kraft. Sie ist vor­erst bis zum 31. Dezember 2021 befristet.

Bewil­li­gungs­stel­le

Stadt Karlsruhe
Garten­bau­amt
Lamm­straße 7a
67133 Karlsruhe
Tel. 0721 / 133-6754

gartentraeume@gba.karlsruhe.de

 

Nebem dem menschlichen Auge erfreuen mit Stauden bepflanzte Vorgärten auch die Tierwelt


 

Förderantrag Umwandlung "Schottergarten" (PDF, 146 KB)

Faltblatt "Bunte Vielfalt in Vorgärten" (PDF, 266 KB)