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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Grünsystem der Stadt Karlsruhe

In Anlehnung an den histo­ri­schen, fächer­för­mi­gen Stadt­grund­riß hat sich Karlsruhe vorwiegend entlang überge­ord­ne­ter Achsen entwickelt. Auch heute reichen die großflä­chi­gen Waldge­biete der nördlichen Hardt und des Oberwaldes bis unmit­tel­bar an das Stadt­zen­trum heran. Darüber hinaus sind weite Teile der städti­schen Gemarkung von Wäldern und Ackerland geprägt.

Die starke Verzahnung von Stadt­tei­len und Wald schafft ein überschau­ba­res "Karls­ru­her Maß" an Urbanität. Karlsruhe kann sich daher zu Recht eine Großstadt im Grünen nennen.

Innerhalb der dicht besie­del­ten Kernstadt bildet der historisch gewachsene Schloss­gar­ten das Rückgrat der öffent­li­chen Grünver­sor­gung. Durch die Sicherung vorhan­de­ner Grünräume, die bedarfs­ge­rechte Ergänzung und Neuanlage von Grünan­la­gen in vormals tristen Stadt­tei­len (Weststadt, Oststadt, Südstadt u. a.) sowie die Reali­sie­rung eines Grünflä­chen­ver­bun­des zwischen den einzelnen Freiräumen und zu der umgebenden Landschaft wurde eine gute Versorgung mit Erholungs­flä­chen erreicht. Gleich­zei­tig wurde die Stadt ökologisch und klimatisch aufge­wer­tet.


Grünsystem der Stadt Karlsruhe

Grünsystem der Stadt Karlsruhe


In diesem Netzwerk sind Kinder­spiel­plätze und Flächen mit speziellen Funktionen, wie Klein­gär­ten, Sport­an­la­gen, Friedhöfe und Freibäder einge­bun­den. Die stadt­ge­stal­te­ri­schen, ökolo­gi­schen und Erholungs­funk­tio­nen der öffent­li­chen Grünele­mente werden durch private Garten­an­la­gen, grüne Höfe, Fassaden- und Dachbe­grü­nun­gen unter­stützt und ergänzt (städ­ti­sches Förder­pro­gramm).

Zu den überge­ord­ne­ten Leitele­men­ten des Karls­ru­her Grünsys­tems zählen:

  • die zentrale Grünachse vom nördlichen Hardtwald über Schloss­gar­ten, Marktplatz, Fried­richs­platz, Nymphen­gar­ten, Festplatz, Stadt­gar­ten, Beiert­hei­mer Allee bis hin zum Albgrün;

  • die Flußaue der Alb, die von Süden kommend durch das westliche Stadt­ge­biet fließt und als durch­gän­gi­ge Fußver­bin­dung naturnahe, landschaft­lich geprägte Abschnitte und zahlreiche Spiel-, Sport- und Erholungs­ein­rich­tun­gen mitein­an­der verknüpft,

  • die Flußaue der Pfinz in den östlichen Stadt­tei­len Grötzingen und Durlach.

Weitere Bestand­teile des Grünsys­tems bilden die Trassen der zu Beginn dieses Jahrhun­derts aufge­ge­be­nen Bahnlinien durch die Hilda­pro­me­nade - Sonnen­straße und Beiert­hei­mer Allee. Nachdem der Haupt­bahn­hof im Jahre 1913 an den südlichen Innen­stadt­rand verlegt wurde, waren die Bahntras­sen frei zur Entwick­lung attrak­ti­ver Grünver­bin­dun­gen mit Baumalleen, Wiesen und Kinder­spiel­plät­zen.

Als Mittel­punkt stadt­teil­be­zo­ge­ner Grünsys­te­me werden Stadt­teil­parks angelegt.

Beispiele hierfür sind:

  • der Südstadt­grün­zug,
  • die Grünzüge West (Monin­ger­block, Nottingham-Anlage),
  • die Grünanlage auf der übertun­nel­ten Südtan­gen­te zwischen Beiertheim und Bulach,
  • Grünanlage "Drago­ner­ka­ser­ne",
  • Grünzug "Schmal­len" in Oberreut.
Ein weiteres wichtiges Teilstück des Karlsruher Grünsys­tems wird künftig die Parkanlage um das Schloss Gottesaue (Ostaue­park) und die daran anknüp­fen­den Grünzüge zur Stadtmitte, zur Oststadt und zur Südstadt sein. Mit dem ersten Bauab­schnitt des Ostaue­parks wurde 1999 begonnen.
 

Fragen zum Thema beant­wor­tet das Garten­bau­amt.