Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Wasserspiele auf dem Kronenplatz

Standort:
Kronen­platz

Baujahr:

2002

Künstler:
Herbert Dreiseitl

Wasser­qua­li­tät:
Umwälz­an­lage,
Kein Trink­was­ser

Denkmal­schutz:
nein

 

Wasserspiele auf dem Kronenplatz

 

Bei den Wasser­spie­len auf dem Kronen­platz handelt es sich um keinen „gewöhn­li­chen“ Brunnen. Die Wasser­an­lage ist vielmehr ein moderner Erleb­nis­brun­nen, der das Element Wasser für jedermann mit allen Sinnen erlebbar macht.

Bauphase / Künstler

Nach der Errichtung des Narren­brun­nens im Jahr 1997 gab es im städti­schen Garten­bau­amt bereits erste Planungen für eine weitere Aufwertung des Kronen­plat­zes durch die Errichtung von Wasser­spie­len. Der Kronen­platz hatte lange Zeit ein Schat­ten­da­sein geführt. Durch eine umfang­rei­che Wasser­an­lage sollte seine Attrak­ti­vi­tät für die Bevöl­ke­rung gesteigert werden.

Der Künstler Herbert Dreiseitl vom Atelier Dreiseitl aus Überlingen entwi­ckelte die Wasser­spiele auf Grundlage der Vorent­würfe des städti­schen Garten­bau­am­tes. Das Büro Dreiseitl hatte auch schon die Wasser­spiele auf dem Potsdamer Platz in Berlin entworfen und ist bekannt für seine kreativen Wasser­an­la­gen. Die Projekt­lei­tung und Bauüber­wa­chung für die Wasser­an­lage auf dem Kronen­platz übernahm das Garten­bau­amt.

Der Bau des Brunnens begann am 01. Oktober 2001. Nach sechs­mo­na­ti­ger Bauzeit konnte die Anlage am 10. April 2002 eingeweiht und in Betrieb genommen werden.


Architektur des Brunnens

Für die moderne Wasser­an­lage nutzte man den Höhen­un­ter­schied zwischen der Brücken­rampe der Zährin­ger­straße und dem darun­ter­lie­gen­den Kronen­platz aus.
Das Wasser fällt an vier Wasser­wän­den von der höher liegenden Zährin­ger­straße herab. Die bis zu vier Meter hohen Wände besitzen jeweils eine unter­schied­li­che Oberflä­chen­struk­tu­rie­rung, wodurch abwechs­lungs­rei­che Wasser­bil­der erzeugt werden. Auch die Wasser­menge verändert sich rhythmisch, was ebenfalls inter­essante Aspekte für den Beobachter entstehen lässt.

Das Wasser landet in vier flachen, geschwun­ge­nen Wasser­be­cken, deren Höhe nur ca. 10 Zentimeter beträgt. Von dort fließt das Wasser ein leichtes Gefälle hinab, unter einem Fußgän­ger­steg hindurch und weiter über geneigte Kaskaden in eine Rinne, von der es wieder dem Kreislauf zugeführt wird. Auf den Kaskaden sind feste und bewegliche Struk­tu­r­ele­mente in Form von "Wellen­tel­lern" und "Stör­stei­nen" angebracht. Diese Elemente beein­flus­sen je nach Anordnung und Stellung die Fließ­rich­tung des Wassers, was wiederum inter­essan­te Wasser­strö­mun­gen hervorruft.

Die gesamte Becken­land­schaft hat eine Fläche von insgesamt 340 Quadrat­me­tern.


Sonstiges Wissenswertes

Die Wasser­an­lage auf dem Kronen­platz, deren größter Teil auf einer Tiefgarage liegt, ist begeh- und bespielbar, was vor allem den Kindern viel Freude macht. Durch das Spielen in den flachen Wasser­be­cken und die Verän­de­rung der beweg­li­chen Elemente lernen sie das Element Wasser spiele­risch kennen. Aber auch die erwach­se­nen Besucher des Kronen­plat­zes haben Freude am Betrachten der Wasser­spiele, die immer wieder wechseln­de Bilder bieten. Bei Dunkelheit wird der Brunnen durch dezente Licht­ef­fekte in Szene gesetzt.

Die Wasser­spiele auf dem Kronen­platz sind in der Regel täglich von 8 bis 22 Uhr in Betrieb.