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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Stadtumbaugebiet Alter Schlachthof

Plan des Gebiets


Abgrenzung

Das Stadt­um­bau­ge­biet wird im Norden begrenzt durch die Durla­cher Al­lee, im Osten durch einen 20 Meter breiten Streifen des Vieh­ho­fes entlang der Schlacht­haus­straße, im Süden durch das Gas­werks­ge­lände der Stadtwerke Karlsruhe und im Westen durch den Otto-Dullenkopf-Park (ehem. Ostaue­park).

Das Gebiet; Ziele und Maßnahmen des Stadt­um­baus

Der ehemalige Schlacht­hof­be­reich mit ca. 3,5 ha ist das erste ­Ge­biet in Karlsruhe welches bereits im Jahre 2007 in das Bun­d/­Län­der­pro­gramm des sogenann­ten "Stadt­um­bau West" (SUW) ­Pro­gramm aufge­nom­men wurde. Das Gebiet ist zunächst bis 31.12.2021 vom Gemein­de­rat beschlos­sen. Der Förder­zeit­raum endet am 30.04. 2020. Der Förder­rah­men für die Stadt beträgt 4,3 Mio. Euro. Eigen­tü­me­rin des Areals ist die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadt­ent­wick­lungs-KG. Diese erhält von der Stadt im Rahmen der Städte­bau­för­de­rung Zuschüsse für die Umbau­maß­nah­men.

Geschicht­li­che Entwick­lung

Der ehemalige Schlacht­hof (im Wesent­li­chen das Gebiet westlich ­der Schlacht­haus­stra­ße) war bereits seit 1885/86 im dorti­gen ­Be­reich, am Rande der heutigen Oststadt, angesie­delt. Zuvor gab es Vorgän­ger­stand­orte im Stadt­ge­biet am heutigen Ludwig­s­platz und in der Leopold­straße. Das Areal hat mit der endgül­ti­gen Ein­stel­lung des Schlacht­be­trie­bes bereits vor Jahren einen er­heb­li­chen Funkti­ons­ver­lust erfahren. Auch die auf dem Gebiet an­ge­sie­del­ten verar­bei­ten­den Betriebe haben sich sukzessive aus dem Gebiet zurück­ge­zo­gen; andere Betriebe wurden verlagert oder ganz aufgegeben. Das Areal drohte zu veröden. Im Laufe der über 100-jährigen Nutzungs­dauer des Areals und der Gebäude ergeben ­sich heute die Erfor­der­nisse zu umfang­rei­chen Umbau-, Instand­set­zungs- und Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men der heute ­größ­ten­teils auch unter Denkmal­schutz stehenden Gebäude und die An­pas­sung an die heutigen Standards gesunder Arbeits­ver­hält­nis­se ­so­wie die energe­ti­sche Sanierung der Gebäude. Das Areal war bisher fast vollstän­dig versiegelt.

Ziele des Stadt­um­baus

Die mit der Funktion als Schlacht­hof verbundene Abschot­tung wird heute zugunsten einer optimier­ten Einbindung des Gebietes in das Gefüge der Oststadt und der Gesamt­stadt aufgegeben. Bereits heute verläuft die Anbindung über die neue Strecken­füh­rung der Stra­ßen­bahn­trasse in der Schlacht­haus­straße an den Ostring. Die neue Erschlie­ßungs­straße von der Durlacher Allee aus über den Be­reich des ehemaligen Schlacht­ho­fes ist herge­stellt. Auch die Öff­nung zum benach­bar­ten Otto-Dullenkopf-Park ist geschaffen. Erfor­der­li­che Stell­plätze auf dem Areal sind ebenfalls angelegt. Die Gebäude werden sukzessive und mit Blick auf denk­mal­schutz­recht­li­che Aspekte moder­ni­siert und durch eine neue ­Nut­zung wieder­be­lebt. Dabei sind heute die meisten Gebäu­de ­be­reits mit einer neuen Nutzung belegt. Das Areal ist i in erster Linie Nutzern aus dem breiten Spektrum kultu­raf­fi­nen ­Ge­wer­bes, der Kreativ- und Kultur­schaf­fen­den vorbe­hal­ten. So sind z. B. das ehemalige Schwein­stall­ge­bäude, der ehema­li­ge ­Groß­vieh­stall, die ehemalige Kaldau­nen­wä­sche, das ehema­li­ge ­Di­rek­ti­ons­ge­bäude und weitere kleinere Gebäude wie das heuti­ge ­Film­haus bereits seit längerer Zeit an neue Nutzer überge­ben wor­den (u. a. Filmschaf­fende, Medien­de­si­gner, Künstler, Archi­tek­tur­bü­ros). Für den Um- und Ausbau des ehema­li­gen Schwein­stall­ge­bäu­des erhielt ein Büro bereits einen Ar­chi­tek­tur­preis. Andere Gebäude, wie z. B. die ehema­li­gen ­Kühl­häu­ser oder das Remisen­ge­bäude sind ebenfalls bereits um­ge­baut und mit neuen Nutzern belegt. Auch die ehema­li­ge ­Groß­markt­halle steht kurz vor dem Abschluss der Umbau-/Sanie­rungs­phase. Ein weiteres Gebäude auf dem Areal wird durch das "Substage" genutzt.

Mit dem weitern Stadtumbau des ehemaligen Schlacht­ho­fes ergib­t ­sich die einzig­ar­tige Entwick­lungs­mög­lich­keit dieses Areals zum ersten Kreativ­park Karlsruhes.

Bereich ehemaliger Viehhof

Auch der benach­barte Bereich zum SUW Gebiet, der ehema­li­ge Vieh­hof (liegt größten­teils nicht im SUW Bereich) bietet ein er­heb­li­ches Entwick­lungs­po­ten­tial. Die dort zuletz­t vor­herr­schen­den Nutzungen wie Autohaus, Autore­pa­ra­tur­werk­stät­ten und Lager­ge­bäude, wurden schritt­weise aufgegeben und die Gebäu­de ­sind heute größten­teils bereits zurück­ge­baut worden. Andere ­Ge­bäude, wie z. B. die ehemaligen Schwei­ne­markt­halle oder das durch das "Tollhaus" genutzte Gebäude konnten aber erhal­ten wer­den. In der ehemaligen, zwischen­zeit­lich umgebau­ten Schwei­ne­markt­halle, etablierte sich eine innova­ti­ve ­Start-up-Gründer­struk­tur. Dort dienen ausge­diente Seecon­tai­ner, die in das Gebäude verbracht wurden, als Büro- und Be­triebs-/Funk­ti­ons­räume für innovative Firmen­grün­der im Bereich ­des Kreativ­ge­wer­bes. Hier ist ebenfalls eine weitere, spannen­de ­Ent­wick­lung­per­spek­tive dieses ehemaligen Viehhof­be­rei­ches zu er­war­ten. Daneben sind heute auch große Bereiche des Areals, z.B. entlang der Durlacher Allee bereits neu bebaut worden.

 

Bei Fragen wenden Sie sich an

Stadt­pla­nungs­amt
Bereich General­pla­nung und Stadt­sa­nie­rung
Telefon 0721 133-6111
Telefax 0721 133-6109
E-Mail:
bereich.gs@stpla.karlsruhe.de

 
 
 

Ehemalige Kaldaunenwäsche, Stadtarchiv Karlsruhe 8_PBS_oXIVa_2166

Ehemalige Kaldaunenwäsche, Stadtarchiv Karlsruhe 8_PBS_oXIVa_2166


Decke der Kaldaunenwäsche

Decke der Kaldaunenwäsche


Alter Schweinestall

Alter Schweinestall


Umbau der Stallung

Umbau der Stallung


Ehemalige Kühlhäuser

Ehemalige Kühlhäuser