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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Sanierungsgebiet Innenstadt Ost

(Foto: Stadt Karlsruhe/Fränkle)

(Foto: Stadt Karlsruhe/Fränkle)



Am 20.03.2018 hat der Gemein­de­rat das Sanie­rungs­ge­biet Innenstadt Ost förmlich ­fest­ge­legt und als Satzung beschlos­sen. Das Gebiet umfasst ca. 30,4 ha.


Plan des Sanierungsgebiets



Die Sanie­rungs­maß­nahme Innenstadt Ost wird im umfas­sen­den Sa­nie­rungs­ver­fah­ren unter Anwendung der beson­de­ren sa­nie­rungs­recht­li­chen Vorschrif­ten (§§ 152 ff. BauGB) umgesetzt. Mit den damit verbun­de­nen sanie­rungs­recht­li­chen Instru­men­ta­ri­en wie der Kaufpreis­prü­fung und -geneh­mi­gung ist es möglich Boden- und Grund­stücks­preis-Speku­la­tion Einhalt zu gebieten und für eine ­Preis­sta­bi­li­tät Sorge zu tragen.

Mit der Erhebung von Aus­gleichs­be­trä­gen können eventuell entste­hen­de sa­nie­rungs­be­dingte Boden­wert­stei­ge­run­gen abgeschöpft und für die Fi­nan­zie­rung der Sanie­rungs­maß­nahme wieder einge­stellt werden. Dabei sind jedoch die Boden­wert­stei­ge­run­gen ausgehend von der U-Strab-Maßnahme und die Boden­wert­stei­ge­rung, welche sich über die Sanie­rungs­maß­nah­men ergeben, diffe­ren­ziert zu be­trach­ten.

Mit der sanie­rungs­recht­li­chen ­Ge­neh­mi­gungs­pflicht gemäß § 145 BauGB für ge­neh­mi­gungs­pflich­tige Vorhaben, Teilungen und Rechts­vor­gänge (§ 144 BauGB) kann die Stadt sicher­stel­len, dass die Entwick­lun­gen im Gebiet den Sanie­rungs­ziel­set­zun­gen entspre­chen.

Um weiteren negativen Entwick­lung im Quartier entgegen zu wirken, hat der Planungs­aus­schuss dem Gemein­de­rat empfohlen die Sa­nie­rungs­sat­zung unabhängig von einer Förder­zu­sage seitens des Mi­nis­te­ri­ums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungs­bau des Landes­ ­Ba­den-Württem­bergs zeitnah zu beschlie­ßen. Die erhoff­te ­Be­wil­li­gung von Städte­bau­för­der­mit­teln verzögert sich aufgrun­d ­der späten Regie­rungs­bil­dung und damit verbun­de­nen Bildung des Bun­des­haus­halts 2018.


Im Bereich der östlichen Kaiser­straße sind augen­schein­li­che ­städ­te­bau­li­che Missstände feststell­bar. Ein Trading-Down-Effekt hat Einzug gehalten. Billiglä­den, Leerstände und ausufern­de Wer­be­an­la­gen prägen das Erschei­nungs­bild in den Erd­ge­schoss­zo­nen. Auch die Oberge­schosse, die für Dienst­leis­tun­gen und auch Wohnen vorgesehen sind, sind ­min­der­ge­nutzt oder stehen zum Teil leer. Dieser Trend wird sich nach Umsetzung der Kombi­lö­sung nicht von allein umkehren, da zum einen sich der Einzel­han­del aufgrund der Konkurrenz der großen Ein­kaufs­zen­tren und zunehmend der Inter­ne­tan­bie­ter weiter rück­läu­fig entwickeln wird. Insbe­son­dere hat sich die zentra­le und attraktive Einkaufs­lage in Karlsruhe zwischen Fried­richs­platz, Ludwig­s­platz und Europa­platz etabliert. Zum an­de­ren besteht kein attrak­ti­ves Wohnungs­an­ge­bot für un­ter­schied­li­che Ansprüche und soziale Markt­seg­mente, das e­ben­falls zur Belebung der Innenstadt beitragen würde.
Das Gebiet ist in der Erfüllung der Aufgaben, die ihm nach ­sei­ner Lage und Funktion obliegen, erheb­lich ­be­ein­träch­tigt.

 

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Stadt­pla­nungs­amt
Bereich General­pla­nung und Stadt­sa­nie­rung
Telefon 0721 133-6111
Telefax 0721 133-6109
E-Mail:
bereich.gs@stpla.karlsruhe.de