Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Ideen- und Realisierungswettbewerb Bahnhofplatz Karlsruhe

Luftbild


Die Verkehrs­be­triebe Karlsruhe planen den barrie­re­frei­en Ausbau der Halte­stelle Bahnhof­platz für Straßen- und Stadt­bah­nen. Bahnsteige und Gleise müssen in ihrer Lage und Höhe entspre­chend angepasst werden. Eine Verla­ge­rung der Bushal­te­stel­len vom Bahnhof­platz in die Victor-Gollancz-Straße wird notwendig. Auslöser für die anstehende Umplanung ist das Behin­der­ten­gleich­stel­lungs­ge­setz von 2002. Dieses fordert die Barrie­re­frei­heit auch im öffent­li­chen Perso­nen­nah­ver­kehr ein. Das Gesetz war der Anlass für Planungen bei den Verkehrs­be­trie­ben Karlsruhe in Zusam­men­ar­beit mit dem Stadt­pla­nungs­amt mit dem Ziel, durch Umgestal­tung der Halte­stel­len für Bahnen und Busse den barrie­re­freien Umstieg von Niederflur- zu Zweisys­tem­fahr­zeu­gen auf dem Bahnhof­platz sicher­zu­stel­len.

Um hochwer­tige Gestal­tungs­ent­würfe zu erhalten, wurde Ende 2008 nach Abstimmung mit der Verkehrs­pla­nung ein Ideen- und Reali­sie­rungs­wett­be­werb für Archi­tek­ten, Stadt­pla­ner und Landschafts­pla­ner europaweit ausgelobt. Im Reali­sie­rungs­teil war Aufga­ben­stel­lung, Konzepte für die Gestaltung der zukünftig breiteren und höheren Bahnsteige mit größeren Überda­chun­gen auf dem Bahnhof­platz sowie die Gestaltung der Bushal­te­stel­len in der Victor-Gollancz-Straße zu entwickeln. Da diese Umbauten auf dem Bahnhof­platz nicht isoliert betrachtet und betrieben werden können, waren im Ideenteil Konzepte für die Umgestal­tung des Gesamt­plat­zes gefragt.

Im Verfahren wurden aus 58 Bewer­bun­gen 30 Teilneh­mer ausgewählt. Sieben Teilnehmer sowie vier junge Büros waren gesetzt, die übrigen 19 Teilnehmer wurden ausgelost. Es gingen 23 Arbeiten bei den Verkehrs­be­trie­ben ein.

Am 13. Februar 2009 tagte das Preis­ge­richt, bestehend aus sieben Fach- und sechs Sachpreis­rich­tern unter Vorsitz von Prof. Kunibert Wachten (Dortmund). Für die Auslober nahmen Bürger­meis­ter Michael Obert und Dr. Walter Casazza, Geschäfts­füh­rer der VBK, am Preis­ge­richt teil.

Die Auslobung hatte es offen gelassen, ob ein großes Dach alle Halte­stel­len überdecken oder einzelne Bahnsteig­dä­cher den Wetter­schutz übernehmen sollen. Den hierzu erarbei­te­ten unter­schied­li­chen Lösungs­an­sät­zen galt zunächst die Diskussion des Preis­ge­richts. Nach Abwägung aller Aspekte entschied sich die Jury für die Arbeiten der drei Preis­trä­ger mit „kleinen“ Dachlö­sun­gen. Für diese Varianten spricht, dass sie besser in den wertvollen Stadtraum des Bahnhof­plat­zes integrier­bar sind. Auch bieten diese Lösungen einen guten Komfort bei hoher Funkti­ons­tüch­tig­keit.

Der mit 16.000 Euro dotierte erste Preis ging an das Büro terra.nova landschafts­ar­chi­tek­tur aus München. Mit dem zweiten Preis (13.000 Euro) wurde der Berliner Architekt Ulrich von Ey bedacht, den dritten Preis (10.000 Euro) errang die Arbeits­ge­mein­schaft Adler & Olesch Landschafts­ar­chi­tek­ten und Ingenieure aus Mainz zusammen mit AV1 Archi­tek­ten aus Kaisers­lau­tern.

Weiterhin vergab die Jury vier mit je 6.000 Euro dotierte Ankäufe, darunter auch an zwei Arbeiten mit großen, über alle Bahnsteige zusam­men­ge­fass­ten Dachlö­sun­gen. Neben dem Karlsruher Büro der Landschafts­ar­chi­tek­ten Bauer und Partner errangen Pool2-Archi­tek­ten aus Kassel, die Arbeits­ge­mein­schaft aus Club L94 Landschafts­ar­chi­tek­ten, Köln zusammen mit Netzwerkar­chi­tek­ten, Darmstadt sowie die Kasseler Arbeits­ge­mein­schaft des Landschafts­ar­chi­tek­ten Michael Triebs­wet­ter und des Stadt­pla­ners Volker Mohr die Ankäufe.
 
Bei Fragen wenden Sie sich an

Stadt­pla­nungs­amt
Telefon 0721 133-6101
Telefax 0721 133-6109
E-Mail: stpla@­karls­ruhe.de
 
 

Bahnhofplatz 1915

Bahnhofplatz 1915


Blick von Westen

Blick von Westen


Blick vom Zoo

Blick vom Zoo