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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Warum ein Leitbild für Karlsruhe?

Turmberg

Aktuell passiert viel in Karlsruhe. Die Innenstadt gleicht in weiten Bereichen einer großen Baustelle. Das Verkehrs­sys­tem wird umgebaut, Problem­fel­der­wer­den entschärft und die Stadt rüstet sich für die Zukunft. Warum braucht es neben den zahlrei­chen Einzel­pla­nun­gen und dem Integrier­ten Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept (ISEK) 2020 nun noch ein "Räum­li­ches Leitbild"? Wie entsteht es? Und was ist überhaupt ein räumliches Leitbild?


Was ist ein Räumliches Leitbild?

In der Planungs­fachli­te­ra­tur wird ein Räumli­ches Leitbild definiert als "eine anschau­li­che, überge­ord­nete Zielvor­stel­lung von einem Raum, der von der Mehrheit der angespro­che­nen Menschen und Insti­tu­tio­nen mitge­tra­gen werden soll, das raumbe­deut­same Handeln Einzelner leiten und so die räumliche Entwick­lung lenken soll." Es geht also um eine überge­ord­nete, räumliche Idee für Karls­ru­hes Zukunft.

Soll die bestehende Idee der Fächer­stadt weiter­ent­wi­ckelt werden oder bedarf es eines neuen Gegen­ent­wurfs zur streng formalen Stadt­struk­tur? Was könnte die (neue) konzep­tio­nelle Leitidee für die zukünftige Planung der wachsenden Stadt Karlsruhe sein? Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Stadt und Freiraum? Diese und weitere grund­sätz­li­che Fragen sind der Ausgangs­punkt für die Entwick­lung des Leitbilds.


Warum braucht Karlsruhe ein Leitbild?

Karlsruhe ist eine wachsende Stadt. Wie alle großstäd­ti­schen Räume müssen sich die Stadt und die Region Karlsruhe zudem mit den Heraus­for­de­run­gen der Klimaan­pas­sung, der Alterung und weiteren Diffe­ren­zie­rung der Gesell­schaft sowie mit dem notwen­di­gen sparsamen Umgang mit Flächen ausein­an­der setzen.

Deshalb erarbei­tete die Stadt in den vergan­ge­nen Jahren diesbe­züg­li­che Grundlagen und Pläne, so liegt seit Ende ein "Karlsruhe 2020: Integrier­tes Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept (ISEK)" vor. Vor dem Hinter­grund, den beste­hen­den Entwick­lungs­druck mit den Vorgaben des Integrier­ten Stadt­ent­wick­lungs­kon­zep­tes (ISEK) ohne großes Flächen­wachs­tum zu einem zukunfts­fä­hi­gen räumli­chen Gerüst zu entwickeln, erscheint gerade die Konkre­ti­sie­rung der räumlichen Strategien in einem Leitbild notwendig. Mit der Erstellung eines "Räum­li­chen Leitbil­des" können einerseits die im Rahmen des ISEK angedeu­te­ten "Verräum­li­chun­gen/­Ver­or­tun­gen" fortge­führt, aber auch weitere Frage­stel­lun­gen sowie mögliche zukünftige Potenziale und Impulse für die Stadt­ent­wick­lung erkundet werden.


Wie entsteht das Leitbild?

Karlsruhe hat sich für ein außer­ge­wöhn­lich öffent­li­ches Leitbild­ver­fah­ren entschie­den. Begonnen wurde es mit der Vorun­ter­su­chung "Zehn Fragen an Karlsruhe", welche als Grundlagen für eine Ausstel­lung im Sommer 2013 diente. Im Rahmen einer öffent­li­chen Planungs­werk­statt wurden von Januar bis Juni 2014 von drei inter­dis­zi­pli­nären Planer­teams drei Konzepte erarbeitet und verglei­chend diskutiert. Auf dieser Basis wurde dann an einem einheit­li­chen Leitbild-Entwurf weiter­ge­ar­bei­tet.

Zum Stadt­ju­bi­läum 2015 wurde der Prozess und seine Ergebnisse in einer Ausstel­lung mit umfas­sen­den Begleit­pro­gramm öffentlich vorge­stellt. Bis Ende 2016 folgt nun die Abstimmung und Ausar­bei­tung des Leitbil­des zu einem beschluss­fä­hi­gen Rahmenplan für Karlsruhe.

 
 

Was bisher geschah

Auf die Planungswerkstatt folgte die "Synopse" und die Erarbeitung des Entwurfs zum Leitbild unter dem Titeln »DIE STADT NEU DENKEN«


Planungs­­werk­­statt 2014: Auf die Zehn Fragen an Karlsruhe folgen nun Ideen der drei ausge­wähl­ten Planungs­­teams. Der Doppel­­punkt, das neue grafische Leitmo­ti­v­­mo­tiv für die Planungs­­werk­­statt, lässt viel Raum davor und dahinter.


Vorun­ter­­su­chung: Im Frühjahr 2013 wurde die Vorun­ter­­su­chung zum Räumlichen Leitbild 2015 (RL2015) abgeschlos­­sen und mit zehn Fragen Schlüs­sel­the­men für den weiteren Prozess formu­liert.


Ausstel­­lung im Stadt­­mu­­seum: Die Schlüs­sel­the­men der Vorun­ter­­su­chung wurden im Sommer 2013 im Stadt­­mu­­seum gezeigt.