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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Rückschau: Stadtansichten 4

Stadtansichten 3+4


 

Das Stadt­pla­nungs­amt lud alle, denen die räumliche Zukunft Karlsruhes am Herzen liegt, zu mobilen "Stadt­an­sich­ten" ein. Ortskenner und Planungs­ex­per­ten, Fachleute und inter­es­sier­te Karlsruher erkundeten im Rahmen moderier­ter Touren die Schlüs­sel­the­men des Räumlichen Leitbilds vor Ort. Wo liegen Potentiale und Probleme - welche Ideen und Strategien für die Entwick­lung Karlsruhes könnte das Leitbild hier aufzeigen?

 

Stadt­an­sicht 4: Schwer­punkt Arbeiten
"Zu Fuß im Gewer­be­ge­biet Grünwin­kel"

Mittwoch, 10. Juni

Mit verschie­de­nen Inter­view­part­nern ging es um die Möglich­kei­ten der Weiter­qua­li­fi­ka­tion und Trans­for­ma­tion des Gewer­be­ge­bie­tes Grünwinkel. Das Areal bietet ideale Rahmen­be­din­gun­gen für eine Profi­lie­rung als innova­ti­ver Ort für künftige Arbeits­wel­ten. Die zentrums­nahe Lage und die günstige Erreich­bar­keit sind gute Vorraus­set­zun­gen.

Martin Kratz, Sigrun Hüger und Heike Dederer stellten dazu die Vorarbeit aus der Planungs­werk­statt sowie den aktuellen Arbeits­stand vor: Das Gebiet soll in den nächsten Jahren mit Hilfe eines Förder­pro­gramms intensiv untersucht und weiter­ent­wi­ckelt werden.

Michael Kaiser, Amtsleiter der Wirtschafts­för­de­rung, äußerte sich zu den Möglich­kei­ten der Innen­ent­wick­lungs­po­ten­tiale und zur verti­ka­len Bestand­ser­wei­te­rung. In Koope­ra­tion mit dem Stadt­pla­nungs­amt Karlsruhe gibt es dafür bereits ein Handbuch zur Unter­neh­mens­be­ra­tung, welches bereits vielerorts seinen Einsatz findet. (Link)

Dr. Philipp Nickel, Referent für Raumord­nung der IHK Karlsruhe, äußerte sich sehr positiv zur geplanten Aufwertung. Dies liegt jedoch nicht nur in der Verant­wor­tung der städti­schen Ämter. Jedes einzelne Unter­neh­men kann und muss beitragen. Mit Maßnahmen zur Bestand­ser­wei­te­rung und ressour­cenef­fi­zi­en­ten Sanierung. Z.B. zur Verbes­se­rung des Mikro­kli­mas durch Dachbe­grü­nung. Das solle nicht nur durch Auflagen, sondern durch gezielte Förderung und Beratung der Unter­neh­men geschehen.

Hierbei spielt natürlich auch hochwer­tige Archi­tek­tur eine Rolle: Herr Artmann meinte, dass das Interesse der Stadt an hochwer­ti­ger Archi­tek­tur, damit starker "Adress­bil­dung" und einer anspre­chen­den Optik vielleicht den wirtschaft­li­chen Interessen der Eigentümer oder Immobi­lienent­wick­ler entge­gen­ge­setzt sein könnte. Dem wider­sprach allerdings Frau Dederer; gute Archi­tek­tur müsse nicht unbedingt teurer sein. Es mache einen guten Archi­tek­ten aus, dass er in einem wirtschaft­li­chen Konzept sowohl energe­ti­sche Optimie­rung, als auch gute Archi­tek­tur unter­brin­gen könne. Zudem kann eine prominente Erschei­nung für Unter­neh­men als Mieter einen hohen Stellen­wert haben.

Herr Kaiser bemerkte dazu, dass es inzwischen ein Spagat für Unter­neh­men wäre, sowohl betriebs­wirt­schaft­li­che Kosten als auch den Verbes­se­rungs­wün­sche unter ein Dach zu bringen. Inves­ti­tio­nen in attraktive Arbeitsplät­ze und -umfeld wären mittel- und langfris­tig jedoch ein betriebs­wirt­schaft­li­cher Vorteil.

Herr Artmann (Artmann Immobilien GmbH ist Verwalter mehrerer großer Grund­stücke im Gebiet) betonte dazu auch die Bedeutung guter Anbin­dun­gen innerhalb Grünwin­kels und regte die Verbes­se­rung des Westbahn­ho­fes, dessen Erreich­bar­keit und Barrie­re­frei­heit und des örtlichen ÖPNVs an. Die Aufmerk­sam­keit der Stadt solle vom Norden/Nord­os­ten Karlsruhes wieder nach Westen gelenkt werden.

Am Kesselhaus angelangt, stand das Arbeit­sum­feld im Zentrum. Die Bedeutung hoher Qualität z.B. mit Versor­gungs­in­fra­struk­tur, guter Anbindung, Sport­an­ge­bo­ten und Kinder­be­treu­ung seien nur ein paar von vielen Faktoren, die für Arbeit­neh­mern zunehmend entschei­dend würden.

Marian Schmitt, Michail Gatidis


Link zum Bericht in der Stadt­zei­tung

 

Start am Kühlen Krug

Start am Kühlen Krug


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Station 1: Mit Blick auf den Westbahnhof

Station 1: Mit Blick auf den Westbahnhof


Station 2: Möglichkeiten zur Klimaanpassung im Gewerbegebiet?

Station 2: Möglichkeiten zur Klimaanpassung im Gewerbegebiet?


Station 3: Flächenoptimierung und Nutzungsmischung

Station 3: Flächenoptimierung und Nutzungsmischung


Am Kesselhaus

Am Kesselhaus


<br><br>Bilder: M. Müller-Gmelin, Stadtplanungsamt



Bilder: M. Müller-Gmelin, Stadtplanungsamt